04.10.2010, 10:03 Uhr | Sascha Plischke
Erfolgreichste Bande von Online-Bankräubern zerschlagen. (Foto: stock.xchng) (Quelle: t-online.de)
In der Ukraine ist den Behörden ein wichtiger Schlag gegen die kriminellen Nutzer des berüchtigten Zeus-Trojaners gelungen. Fünf Verdächtige haben die ukrainischen Ermittler festnehmen können. Wie die Nachrichten-Agentur Reuters berichtet, sollen die Beschuldigten nach Angaben der US-Bundespolizei FBI insgesamt 51 Millionen Euro von amerikanischen Bankkonten gestohlen haben. Die Festnahmen sind Teil einer internationalen Aktion gegen ein ganzes Netzwerk von Online-Kriminellen, die mit dem Trojaner zunächst Konten leer geräumt und das gestohlene Geld danach gewaschen haben sollen. Zuvor hatten US-Ermittler in New York 92 Beschuldigte angeklagt, während das britische Scotland Yard 19 Verdächtige festnehmen konnte.
Die fünf Verdächtigen sollen Teil einer Bande sein, die sich vor allem auf Diebstähle bei kleinen und mittelständischen Unternehmen in den USA spezialisiert hatte. Dabei sollen die Beschuldigten erst die Computer ihrer Opfer mit Zeus infiziert und so an die Zugangsdaten zu den Online-Konten der Unternehmen gelangt sein. Über Umwege transferierten die Beschuldigten das Geld dann in Zusammenarbeit mit ihren Komplizen in Übersee auf eigene Konten. Während die nun festgenommenen Ukrainer zu den führenden Köpfen der Bande zählen sollen, waren viele der in den USA und Großbritannien Festgenommenen einfache Geldboten.
Diese so genannten "Mules", zu Deutsch Maulesel, heben das Geld von den Konten der Opfer ab und filtern es dann durch eigene Bankverbindungen. Der Großteil der Beute geht an die Bandenchefs, die "Mules" erhalten zwischen acht und zehn Prozent an Gebühren. Viele der angeklagten Mules sind osteuropäische Studenten, die von den Banden mit dem Versprechen auf schnelles Geld geködert werden und die dann mit Studenten-Visa in die USA eingereist waren. Dort eröffneten sie mit gefälschten Pässen Bankkonten, um die gestohlenen Summen zu empfangen und dann nach Osteuropa oder Asien weiter zu leiten. Das FBI bezeichnete die aktuelle Aktion als schweren Schlag vor allem gegen das Netzwerk dieser Zuträger – und damit gegen die lebenswichtige Infrastruktur der weltweiten Diebesbanden.
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2006 war Zeus das erste Mal aufgetaucht. Der Trojaner nistet sich auf unzureichend geschützten Computern ein, fängt die Zugangsdaten für Online-Banking ab und übermittelt diese an seine kriminellen Hintermänner. Außerdem kann Zeus auch selbst Banküberweisungen in Auftrag geben. Eine kürzlich entdeckte Mutation des Zeus-Trojaners kann sogar mTAN abfangen. Das sind Transaktionsnummern zur Autorisierung von Banküberweisungen, die per SMS an das Handy eines Bankkunden verschickt werden. Außerdem macht Zeus auch gezielt Jagd auf Kunden deutscher Volksbanken angesetzt. Der gefährliche Trojaner ist als eine Art Baukasten für rund 350 Euro im Internet in Hacker-Kreisen erhältlich. Sicherheitsexperten bemühen sich bislang vergeblich, dem Trojaner den Garaus zu machen.
Ältere Antiviren-Programme erkennen den gefährlichen Zeus-Trojaner nicht. Zum Schutz ist es also besonders wichtig, aktuelle Antiviren-Software auf dem Computer einzusetzen. Im Fall des Zeus-Trojaners hilft zudem besondere Skepsis bei E-Mails unbekannter Herkunft. Gerade der Zeus-Trojaner verbreitet sich über Spam-Mails, die sich als wichtige Nachricht der eigenen Bank tarnen. Banken kommunizieren in der Regel nicht per E-Mail mit ihren Kunden. Wer den Verweisen in solchen E-Mails folgt, infiziert sich heimlich mit dem Schädling. Ob der Zeus-Botnetz-Trojaner bereits auf dem eigenen PC zugeschlagen hat, lässt sich mit einem speziellen Zeus-Removal-Tool schnell ermitteln.
Sascha Plischke
xtreter schrieb:
am 4. Oktober 2010 um 23:37:54
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lol
es gibt nur noch eine Möglichkeit der Internetbanditen Herr zu werden.Ich schlage vor,da das Internet mit
Onlinebanking,Blogseiten,Facebook,Google, Onlinehandel im Allgemeinen ein Geldmarkt ist der alles bisher dagewesene übertrifft und auch Geld in Mengen vorhanden ist,man gründe eine internationale mobile Internetpolizei mit allen Möglichkeiten,Bankenzugänge, Flugzeuge,Fahrzeuge,feinste Technik,beste Bewaffnung,Interpolunterstützung, Hilfe durch FBI, freie Haftbefehle,keine Gnade, das wäre es!
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Micha schrieb:
am 4. Oktober 2010 um 20:52:59
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Geldraub
...ob die Jungs ihren Prozess erleben ..... ????
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Nort schrieb:
am 4. Oktober 2010 um 20:37:48
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.. und?
Na toll.. und morgen hacken sie für den Ukrainischen Geheimdienst. Ist den eine,r der ein wenig Ahnung von der Materie hatte, jemals
richtig verknackt worden? Da ist doch für diese Leute so eine Art Bewerbungsschreiben. Mehr nicht!
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