09.11.2011, 14:26 Uhr | Sascha Plischke
Auch ohne Kekse nützlich: Das Backblech. (Quelle: imago)
Was tun, wenn der WLAN-Empfang schlecht ist und man selbst auf einem Boot ohne entsprechende Ausrüstung herum schippert? Wo die meisten Computer-Nutzer aufgeben und vielleicht die Seeluft genießen würden, begann der Brite Peter Cochrane zu basteln. Der IT-Spezialist, Dozent und ehemalige Technik-Chef des Telekommunikation-Unternehmens British Telecom marschierte kurzerhand in die Kombüse des Boots, schnappte sich ein Backblech – und improvisierte daraus eine WLAN-Antenne. Mit unseren Tipps für besseren WLAN-Empfang wäre er sicher einfacher ans Ziel gekommen.
"Egal wie gut du vorbereitet bist", schreibt Cochrane in seinem Blog-Post über sein kleines WLAN-Abenteuer, "es gibt Zeiten, da hast du einfach nicht die Technologie zur Verfügung, die du wirklich brauchst." Zum Beispiel, wenn man mitten in einer Bootstour auf einem Fluss plötzlich ganz dringend Internet benötigt, und weder das Mobilnetz noch die gerade noch sichtbaren offenen WLAN-Netze genug Empfangsstärke haben. Eine bessere Antenne muss her, und da ein Besuch im nächsten Elektronik-Markt für einen Bastler wie Cochrane nicht in Frage kommt, sucht er sich den nächst besten Ersatz zu einer Antenne, den er auftreiben kann: Ein Backblech.
Denn Cochrane kann sehen, wo es Internet zu holen gibt. "Da sind ein paar Häuser hinter den Bäumen auf der anderen Seite des Flusses, und mein Scanner [im Laptop – Anm. d. Red] zeigt mir eine Zahl offener WLAN-Möglichkeiten". Die Funkwellen sind also da, sie müssen nur gebündelt werden. Zum Glück handelt es sich bei dem Backblech um eine tiefe Ausführung, eine Form, die Funkwellen ähnlich bündeln kann wie etwa eine Satellitenschüssel. Alles, was Cochrane dann noch tun musste, war das Backblech so aufzustellen, dass es die Funkwellen genau dort bündeln würde, wo der Empfänger des Notebooks sitzt. Das Ergebnis: Voller WLAN-Empfang.
Schlechte Datenraten bis hin zu Verbindungsabbrüchen: Wenn's nicht richtig funkt - das können Sie tun. zum Video
Wer kein Backblech zur Hand hat oder eine dauerhafte Lösung seines WLAN-Empfangsproblems ist, dem kann geholfen werden. Router-Hersteller versprechen Funkreichweiten von mehreren hundert Metern. Doch in einer Wohnung ist dies nicht zu erreichen: Türen, Wände, Decken und Möbel schwächen die Funksignale, sodass sich in manchen Haushalten das Netzwerk maximal über zwei Stockwerke erstreckt. Insbesondere Stahlbeton ist ein sehr großes Hindernis. Wer sich da nicht in Router-Nähe befindet, empfängt im schlimmsten Fall gar nichts. In der Klick-Show erfahren Sie, wie Sie die WLAN-Reichweite dennoch erhöhen.
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Sascha Plischke
Labertasche schrieb:
am 19. November 2011 um 22:59:27
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Blechantenne
Da kaufe ich mir lieber eine 2.4GHz Yagi Antenne und montiere sie draussen am Balkon.
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Rafu46 schrieb:
am 13. November 2011 um 12:24:42
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@margor (Mikrowelle)
Dieser Vergleich (Kopf in der Mikrowelle) hinkt gewaltig. Meine Mikrowelle hat eine Leistung bis zu 900 Watt, das WLAN
nur Milliwatt ! Ein kluger Kopf hat mal gesagt, dass die Angst vor dem Elektrosmog gesundheitsschädlicher ist als der Elektrosmog selbst.
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John schrieb:
am 10. November 2011 um 10:25:11
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(1)
aha
"... so aufstellen, das die Strahlen gebündelt werden wo der Empfänger des Notebooks sitzt". Wie stellt man das den "so" auf?
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