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Windows lässt sich beim Herunterfahren gelegentlich richtig Zeit. Das kann viele Ursachen haben. Oft wartet Windows noch darauf, dass ein Programm, ein Dienst oder der Treiber eines angeschlossenen Geräts eine Rückmeldung an das Betriebssystem gibt. Diese Wartezeit lässt sich mit einer Änderung an der Windows-Registry drastisch verkürzen.
Normalerweise wartet Windows 20 Sekunden, bis es ein Programm oder einen Dienst endgültig beendet. Das ist viel zu lang und lässt sich glücklicherweise reduzieren. Starten Sie in Windows XP dazu den Registrierungseditor, indem Sie zuerst den Ausführen-Dialog mit der Tastenkombination [Windows-Taste] + [R] öffnen und geben Sie dort den Befehl regedit ein. In Windows Vista und Windows 7 tragen Sie den Befehl direkt in das Suchfeld des Startmenüs ein und drücken die Eingabetaste. Bevor Sie Veränderungen an der Windows-Registry vornehmen, sollten Sie eine Sicherheitskopie erstellen. Markieren Sie dazu Arbeitsplatz und klicken Sie im Menü Datei auf Exportieren.
Ist die Registry gesichert, hangeln Sie sich zu dem Eintrag HKEY_Local_Machine/System/ControlSet001/Control vor und öffnen im rechten Programmfenster per Doppelklick den Eintrag WaitToKillServiceTimeout. Den Wert 20000 können Sie auf 5000 oder 10.000 verringern. Dann wartet Windows nur noch, fünf oder zehn Sekunden, bis es einen Dienst abschießt. Der Wert sollte aber nicht zu gering sein, weil viele Hintergrunddienste eine gewisse Zeit brauchen, um ordnungsgemäß beendet zu werden.
Zusätzlich lässt sich die Wartezeit bei Programmen reduzieren. Ändern Sie dazu den Eintrag WaitToKillAppTimeout unter HKEY_Current_User/Control Panel/Desktop mit den gleichen Werten ab. Weitere Sekunden können Sie schinden, indem Sie Windows nötigen, alle Dienste auf einmal zu beenden. Dazu stellen Sie in der Registry ebenfalls unter HKEY_Current_User/Control Panel/Desktop den Schlüssel AutoEndTasks von 0 auf 1 um. Nun sollte Windows zügiger herunterfahren, da das Betriebssystem nicht mehr so lange auf Antworten von Programmen und Diensten wartet.
Eine weitere Möglichkeit, den PC schneller auszuschalten, ist Windows in den Ruhezustand zu versetzen. Weiterer Vorteil: Anschließend startet Windows in wenigen Sekunden. Wem der System-Shutdown immer noch zu lange dauert, kann mit der Freeware SuperFast Shutdown sein System innerhalb weniger Sekunden herunterfahren. Die Software ist allerdings mit Vorsicht zu genießen, da sie rigoros sämtliche Anwendungen ohne Sicherheitsabfrage beendet.
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Quelle: t-online.de
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