Jörg Hofmann/Jörg Schieb
Wenn das Netzwerk klemmt oder die Festplatte ruckelt, greifen geübte PC-Nutzer auf bewährte Mittel zurück. Um gezielt in die Tiefen des Rechners vorzudringen, hat Microsoft seinem Betriebssystem Windows XP eine ganze Reihe Spezial-Tools mit auf den Weg gegeben.
Geschickt eingesetzt, lassen sich damit Festplatten fix mit einem Zugriff-Schutz ausstatten, Treiber-Konflikte beseitigen oder das System gründlich prüfen und aufräumen. Einige der Tools verlangen allerdings etwas Expertenwissen. Um einen Missbrauch zu verhindern, hat Microsoft sie in Windows XP gut versteckt.
Sofern man ihren Namen kennt, sind diese Helfer schnell über die Steuerung Start, Zubehör und Eingabeaufforderung aktiviert. Zum Beispiel das Analyse-Tool Checkdisk. Es verrät Ihnen, ob die Daten auf der Festplatte noch in Ordnung sind. Zu den mächtigsten Bord-Werkzeugen zählt das Konfigurations-Tool Msconfig. Hierüber lassen sich zahlreiche Systemeinstellungen vornehmen. Msconfig eignet sich prima, um etwa lästige Programme, die beim Booten automatisch mitladen, aufzuspüren und zu entfernen.
Mit Hilfe von Msconfig haben Sie Zugriff auf zahlreiche interne Systemeinstellungen. Besonders interessant sind die Register Dienste und Systemstart. Im Bereich Dienste sind alle Dienste von Windows aufgeführt, die derzeit auf dem PC ausgeführt werden. Als Dienste werden Programme und Funktionen bezeichnet, die ständig im Hintergrund aktiv sind und beispielsweise die Netzwerkverbindungen steuern. Jeder Dienst kostet allerdings Systemressourcen. Auf Wunsch können Sie unnötige Dienste per Mausklick abschalten. Hierzu gehört zum Beispiel der Indexdienst oder der Fehlerberichterstattungsdienst.
Am interessantesten ist das Register Systemstart. Hier listet Windows alle Programme auf, die sich automatisch beim Windows-Start gleich mitstarten. An dieser Stelle mogeln sich oft Programme rein, die dort gar nichts zu suchen haben. Um den Systemstart zu beschleunigen, sollten Sie alle Anwendungen ausschalten, die für den Windows-Start unnötig sind. Hierzu gehören zum Beispiel Microsoft Office Schnellstart, Adobe Reader Schnellstart oder Realsched. Je mehr Autostartprogramme Sie deaktivieren, umso schneller startet Windows. Nicht ausschalten sollten Sie jedoch Virenscanner, Firewall, Antispyware-Software und andere Sicherheitsprogramme.
Mehr Tipps rund um Windows als Video finden Sie auf der Computer-Video-Seite. Dort zeigen wir Ihnen unter anderem, wie Sie Windows XP auf Windows-7-Niveau hieven, die Desktop-Suche optimal nutzen und die Festplatte optimieren.
Jörg Hofmann/Jörg Schieb
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