Jens Müller
Tipps gegen Treiber-Probleme unter Windows. (Grafik: t-online.de) (Quelle: t-online.de)
Wenn ein Geräte-Treiber unter Windows querschießt, endet das immer fatal: Das System stürzt ab, Hardware wird nicht erkannt oder funktioniert nicht richtig. Und die Nerven der Anwender liegen blank. Dabei lassen sich Treiber-Probleme in der Regel schnell in den Griff bekommen.
Treiber kommunizieren zwischen Hardware, Betriebssystem und Anwendungen und sie teilen Windows und Co. mit, über welche Funktionen die angeschlossenen Geräte verfügen. Der Treiber für die Grafikkarte beispielsweise informiert das Betriebssystem über die von der Karte unterstützten Auflösungen und Farbtiefen. Ohne diese Programme würde die meiste Hardware wie Scanner oder Grafikkarte nicht funktionieren.
Windows kennzeichnet geprüfte Treiber mit einer digitalen Signatur. Ein signierter Treiber weist seinen Hersteller aus und ist somit eine Sicherheitsmarkierung. Solcher Software kann generell vertraut werden - daher warnt Windows bei der Installation nicht signierter Treiber. Firmware hingegen ist eher ein Mini-Betriebssystem direkt auf der Hardware und bestimmt den Funktionsumfang des Gerätes. Jedoch sollten Treiber und Firmware nicht verwechselt werden.
Was viele Windows-Nutzer verwirrt: Nicht jedes Gerät braucht einen eigenen Treiber, sondern manche Hardware wird vom Betriebssystem selbst versorgt - beispielsweise das serielle Bussystem USB. So lassen sich Geräte wie USB-Sticks über das Windows-System Plug N' Play auch ohne Treiber nutzen. Hingegen benötigen Peripherie-Geräte wie Drucker, Funktastaturen und -Mäuse, die über USB mit dem PC verbunden sind, entsprechende Treiber-Software vom Hersteller selbst. Komponenten wie das Mainboard und die Grafikkarte werden regelmäßig von Herstellern mit frischen Treibern versorgt. Und genau bei dieser Hardware sorgen alte oder fehlerhafte Treiber insbesondere für instabile Systeme.
Veraltete Treiber sind die heimlichen Schuldigen für viele PC-Probleme - doch beim Update gibt es einiges zu beachten. Treiber richtig installieren
Nicht jede Hardware, die mit dem PC verbunden wird, funktioniert nach der Treiber-Installation. Erste Anlaufstelle bei diesem Problem ist der Geräte-Manager in der Windows-Systemsteuerung. Dieser listet die im Computer verbauten Komponenten auf und gibt Informationen zu den installierten Treibern. Doch wehe, Windows erkennt weder die Hardware noch den passenden Treiber. Der Geräte-Manager spuckt dann nur "unbekanntes Gerät" aus oder versieht den Eintrag mit einem gelben Fragezeichen. Wer beispielsweise nur eine neue Soundkarte eingebaut hat, entlarvt den Übeltäter sofort und kann das Problem durch die Installation des richtigen Treibers beheben. Wer jedoch Windows neu installiert hat und sich nun einer ganzen Flut dieser Symbole gegenüber ausgesetzt sieht, dem wird so mancher Kraftausdruck von den Lippen weichen.
In vielen Fällen haben sich Teile des Mainboards als Fehlerquelle erwiesen, für die die entsprechenden Treiber nicht installiert wurden. Darunter fallen Onboard-Chipsätze für Sound oder Netzwerk. Führen Sie daher erneut eine Installation mit der Setup-CD durch. Hilft dies nicht weiter, lohnt sich unter Umständen die Freeware DriverMax. Das kostenlose Programm kann Treiber sichern - aber auch von Windows nicht erkannte Treiber entlarven. Funktioniert die PC-Hardware unter Windows nicht, liegt möglicherweise ein Adressenkonflikt mit einem anderen Gerät vor. Dann hat Windows beiden den selben Wert zugeteilt, kann allerdings nur ein Gerät ansprechen. Dieses Problem muss händisch behoben werden. Dazu müssen Sie im Eigenschaftenfenster des Treibers unter Ressourcen einen neuen Wert zuweisen - vorher aber bei Automatisch konfigurieren das Häkchen entfernen.
Und sollte Hardware nicht laufen, ist sie vielleicht einfach nur im Geräte-Manager deaktiviert, was durch ein rotes X gekennzeichnet wird. Über das Kontextmenü mit der rechten Maustaste lässt sich das Gerät sofort aktivieren. Genauere Informationen zu Treiber- und Hardware-Problemen dürfen Windows-Anwender von ihrem Betriebssystem nicht erwarten. Der Geräte-Manager spuckt meistens nur einen Fehlercode und spärliche Informationen aus. Entsprechende Hilfestellungen finden Sie aber auf einer Internetseite von Microsoft.
Sollten auf Ihrem System alle Komponenten funktionieren, lohnt sich ein Update des Treibers dennoch. Denn eine solche Frischekur verhilft Windows in vielen Fällen zu mehr Stabilität und zu einem Geschwindigkeitsschub sowie der Hardware zu neuen Funktionen. Gerade bei Grafikkarten-Treibern ist der Geschwindigkeitssprung am deutlichsten - bis zu 20 Prozent sind drin. Doch nicht jede neue Treiberversion sorgt für mehr Power. Ärgerlich bei Grafikkarten: Manch neuer Treiber will mit einer älteren Karte nicht zusammenarbeiten. Daher zuvor auf der Herstellerseite überprüfen, ob der neue Treiber auch für Ihre Hardware gedacht ist.
Neue Treiber werden auf den Internetseiten der Hersteller zum Download angeboten. Achtung beim PC vom Discounter: Für die angepasste Hardware gibt es manchmal entsprechende Treiber nur auf der Seite des PC-Herstellers wie beispielsweise Medion. Welche Hardware-Komponenten genau im Gehäuse verbaut sind, verraten kostenlose Programme wie PC Wizard, die einzelne Bauteile übersichtlich auflisten. So erkennen Sie, von welchem Hersteller das Mainboard und die Grafikkarte stammen, welche Chipsatz-Version aktuell gefahren wird und können dadurch die richtigen Treiber auswählen. Wie alt oder neu der auf dem System installierte Treiber ist, entnehmen Sie dem Geräte-Manager. In den Eigenschaften des Gerätes wird auf der Registerkarte Treiber das Treiberdatum gelistet - oder über die Funktion Installed drivers report von DriverMax.
Mainboard-Chipsätze von Nvidia (nForce), VIA (Hyperion) sowie Intel sind weit verbreitet und werden mit kompletten Treiber-Bündeln für alle Teile des PC-Herzstücks betrieben. Auch bei Grafikkarten beherrschen zwei Marken den Markt: AMD/ATI Radeon und Nvidia Geforce. Auf Nummer sicher gehen Sie, wenn Sie Soundkarten- und Grafiktreiber erst über die Systemsteuerung deinstallieren, die nicht gelöschten Dateien mit der Freeware Driver Sweeperentfernen und erst dann den neuen Treiber installieren. Das ist zwar etwas aufwändiger, aber sicherer und vermeidet weitere Datenreste der Treiber. Denn: Jedes Gerät, das sie jemals an Ihren PC angeschlossen haben, hinterlässt Treiberreste im Windows-Verzeichnis und in der Registrierungsdatei. Zudem werden Fehlfunktionen der neuen Treiber vermieden. Für eine Treiberinstallation empfiehlt sich der Abgesicherte Modus, den Sie durch Drücken der F8-Taste zu Beginn des Bootvorgangs starten können. Und sollte Windows nach der Installation eines neuen Treiber den Dienst verweigern, lässt sich der Treiber in der Regel im Abgesicherten Modus problemlos wieder entfernen.
Um veraltete Treiber im System zu entlarven, bietet sich die Software Driver Genius an. Den reine Analyse übernimmt bereits die ca. 7 MB schwere kostenlose Demo-Version. Die kostenpflichtige Vollversion Drive Genius Professional sucht zusätzlich automatisch den aktuellen Treiber und hilft bei der Installation.
Quelle: t-online.de
bocuse schrieb:
am 9. Mai 2011 um 19:40:07
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Treiber Problem
Wie soll ich feststellen ob es Treiberproblem ist wenn mein Bildschirm SCHWARZ ist ? ist es nun ein Softwareproblem oder
ist mein Mainbord Schrott! Freue mich auf jede Antwort
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