15.06.2009, 11:02 Uhr | Christian Fenselau
An den XP-Symbolen in der Titelleiste ist eine im XP-Modus geöffnete Anwendung zu erkennen. Totgesagte leben länger: feiert im neuen ein ungeahntes Comeback. Microsoft will den Nutzern des 2001 erschienenen Betriebssystems den Umstieg auf Windows 7 mit einem "Windows XP Modus" (XPM) erleichtern und macht deshalb das neue System XP-kompatibel. Damit sollen alle XP-Programme auch in Windows 7 laufen. Möglich werden soll das mit einem virtuellen XP-System.
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Der virtuelle XP-Modus wird den teureren Profi-Varianten von Windows 7 über die automatischen Windows-Updates bereitgestellt, also Windows 7 Professional, Ultimate und Enterprise. Dies sind Varianten, die stärker in Unternehmen eingesetzt werden, weniger im privaten Bereich. Home Premium, Home Basic und Starter erhalten diesen Modus nicht. Die Absicht von Microsoft ist klar: Privatnutzer, hauptsächlich aber Unternehmen haben vielfach Windows Vista nicht beachtet, weil deren Spezial-Software mit Vista nicht immer kompatibel ist. Diesen Firmen will Microsoft das neue System schmackhaft machen. Die meisten Programme, mit denen Privatbenutzer arbeiten, haben allerdings derartige Kompatibilitätsprobleme nicht. Office-Programme, Software für das Internet oder die Bildbearbeitung laufen auch ohne XP-Modus auf Vista und Windows 7. Privatnutzer mit älteren Vista-untauglichen Programmen müssen dann tiefer in die Tasche greifen und mindestens die Professional-Variante kaufen.
Es ist nicht nötig, eine virtuelle Maschine separat zu starten, Windows 7 erledigt das automatisch. Die virtuelle XP-Umgebung wird innerhalb eines XP-Fensters laufen. Das betreffende Programm muss in der virtuellen Umgebung installiert werden, kann aber dann wie jede andere Anwendung Startmenü von Windows 7 integriert werden. Einen kompletten XP-Desktop wird der Nutzer daher nicht zu sehen bekommen. Das unterscheidet den XP-Modus von vielen XP-Virtualisierern, die es für verschiedene Betriebssysteme gibt. Trotzdem soll ein vollständiges XP im virtuellen Fenster laufen – technisch auf dem Stand mit installiertem Service Pack 3. Dadurch können parallel Programme im XP-Modus sowie ganz normal unter Windows 7 laufen.
Die Funktionalität des XP-Modus kann aller Voraussicht nach schon in wenigen Tagen getestet werden. Microsoft hat den 5. Mai als Termin für den Release Candidat (letzte Vorab-Version) mittlerweile bestätigt. Die Final Release wird selbstverständlich auch in unserem Portal Softwareload zum Download angeboten werden.
Christian Fenselau
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