25.11.2009, 09:17 Uhr | t-online.de
Diese Bikini-Schönheit soll Facebook-Nutzer in die Falle locken. (Screenshot: AVG)
Ein fieser sucht derzeit das soziale Netzwerk Facebook heim. Die Infektion verbreitet sich über das Bild einer leicht bekleideten Frau, das derzeit in den Status-Nachrichten vieler Facebook-Nutzer auftaucht. Nach dem Klick landen die Nutzer auf einer Porno-Seite, während sich das Bild selbständig auch auf ihrer Facebook-Seite verewigt. Der Computer wird dabei zunächst nicht infiziert – wie gefährlich die angesteuerte Sex-Seite ist, kann jedoch bisher niemand sagen.
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Das Bild zeigt das Bild einer halbnackten Dame mit der Aufforderung zum Klick. "Click 'da Button" heißt es da, Klick auf den Knopf, eine Einladung der viele Facebook-Nutzer folgen dürften. Über den dazugehörigen Link landet der Anwender zunächst auf einer Seite mit einer größeren Version des Bildes und einem weiteren Klick-Button. Danach erwartet den Anwender eine Seite mit harten pornografischen Inhalten. Im Hintergrund wird das Bild auch auf der eigenen Facebook-Seite veröffentlicht und so weiter verbreitet.
Schädliche Software wird dabei zunächst nicht auf den Computer der Opfer geladen. Die Urheber des sich wurmartig verbreitenden Bildes machen mit der Attacke höchstwahrscheinlich Geld, in dem sie sich von dem Betreiber der Porno-Seite für die Weiterleitung der Surfer bezahlen lassen – eine betrügerische und illegale Form der Online-Werbung also. Das vermutet zumindest Nick Fitzgerald, Sicherheitsexperte bei Anti-Virus-Hersteller AVG, der den Facebook-Wurm entdeckt hat.
Die Attacke selbst basiert wohl auf einer geschickten Browser-Manipulation, die sich in sozialen Netzwerken wie Facebook nur schwer verhindern lässt. Es handelt sich wohl um eine Form des so genannten Clickjackings, bei dem der HTML-Code zur Weiterleitung zum Beispiel auf eine Porno-Seite in anderen Inhalten versteckt wird. Die Browser-Hersteller haben in der Vergangenheit die Verteidigung gegen solche betrügerischen Attacken verbessert – ganz eliminieren lässt sich diese Angriffsform aber nicht.
Facebook dementiert derweil, dass es sich bei dem Angriff um einen Wurm handelt, da sich schließlich kein Schädling weiter verbreite. Man habe jedoch Maßnahmen ergriffen, um alle Nachrichten mit einem Verweis auf die in der Attacke angesteuerte Porno-Seite zu löschen. Ohnehin seien bisher nur wenige Nutzer betroffen. AVG widerspricht dieser Ansicht und stuft die Verbreitung der Klickfalle definitiv als wurmartig ein. Zudem ist nicht klar, ob die Porno-Seite selbst nicht versteckten Schadcode enthält.
In der Zwischenzeit rät Facebook seinen Nutzern, nicht auf verdächtige Links zu klicken. Allerdings ist das hier gepostete Bild nur schwer von harmlosen Grafiken und Quiz-Nachrichten auf den Nutzer-Seiten des sozialen Netzwerks zu unterscheiden. Der Fall zeigt, dass die Nutzer von sozialen Netzwerken wie Facebook besonders aufpassen sollten, worauf sie klicken. Diese Portale sind ein Tummelplatz für Millionen Anwender und deshalb besonders interessant für Betrüger und Hacker.
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