07.09.2011, 14:35 Uhr | Andreas Lerg
Das eigene Heim mit der Webcam überwachen. (Quelle: Hersteller)
Von unterwegs nachschauen, ob daheim alles in Ordnung ist. Das geht einfach mit Webcams, die für Sie die Augen offen halten, wenn Sie nicht zuhause sind. Und über das Internet können Sie sogar selbst vom anderen Ende der Welt nach dem Rechten sehen. Passende Kameras zur Überwachung und Webcam-Software gibt es für jeden Anspruch.
Eine einfache Webcam für 20 Euro reicht meist schon für einfache Überwachungsaufgaben aus. Wo eine schnelle DSL-Verbindung samt Flatrate vorhanden ist, kann eine Webcam auch bequem zur Live-Videoüberwachung über das Internet genutzt werden. Grundsätzlich stehen zwei verschiedene Lösungen zur Verfügung. Zum einen gibt es computer-gebundene Kameras. Der Computer bleibt eingeschaltet und die Webcam-Software sendet die Bilder beispielsweise per E-Mail an den Besitzer oder streamt ein Video ins Internet.
Wer eine dauerhafte Überwachung anstrebt, der sollte eine sogenannte IP-Kamera einsetzen. Eine IP-Kamera ist mit einem Netzwerkanschluss und eingebauter Internet-Software ausgerüstet. Diese Kameras senden die Bilder über LAN oder WLAN direkt ins Internet. Die WLAN-Lösung ist eleganter, wenn es die Bausubstanz eine Funkverbindung zulässt, da hier kein Netzwerkkabel mehr zum Montageort der Kamera gezogen werden muss. Nur die Stromversorgung erfordert ein Kabel, falls die Kamera nicht per Batterie betrieben werden kann. Die Kamera wird dann direkt mit dem DSL-Router verbunden, damit sie die Livebilder senden kann.
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Soll ein fester Bereich in einem Innenraum überwacht werden, der immer gut beleuchtet ist, genügt eine einfache Kamera mit starrem Blickwinkel. Die gibt es bereits ab rund 50 Euro als IP-Kamera mit WLAN-Anschluss. Muss die Kamera aber größere Räume oder Flächen mit unterschiedlichen Blickwinkeln überschauen können, dann eignet sich eine dreh- und schwenkbare Kamera am besten. Solche Kameras können oft sogar über das Internet gesteuert werden. Oder sie schwenken automatisch einen voreingestellten Bereich immer wieder ab. Diese Kameras gibt es im Handel ab circa 180 Euro.
Ab 200 Euro sind bereits dreh- und schwenkbare Kameras zu bekommen, die in HD-Auflösung filmen und streamen. Billige Kameras schaffen nur 640 mal 480 Bildpunkte, was an sich oftmals auch ausreicht, doch letztlich disqualifizieren sich die billigsten meist mit schlechter Bildqualität. Eine solche bewegbare Kamera wird an geeigneter Stelle am besten unter der Zimmerdecke montiert, sodass sie alle Ecken und Bereiche des Raumes abschwenken kann. Sollten die Räume nachts nicht durchgängig beleuchtet sein, empfiehlt sich eine Kamera mit Nachtsichtfunktion.
Soll die Kamera hingegen ein Außengelände überwachen, das zudem nachts nicht beleuchtet ist, dann muss die Kamera ein wetterfestes Gehäuse haben und für Nachtaufnahmen ausgerüstet sein. Diese Kameras nutzen meist Infrarot-LEDs, mit denen der Bereich vor dem Objektiv nachts unsichtbar beleuchtet wird. Der Nachtsichtmodus der Kamera kann dank der Infrarotbeleuchtung in der Dunkelheit helle und gut erkennbare Bilder liefern. Ein eventueller Eindringling bemerkt von der IR-Beleuchtung nichts. Brauchbare Außenkameras gibt es ab circa 250 Euro. Bessere Kameras bieten auch ein beheiztes Gehäuse, damit im Frühjahr und Herbst die Kamera nicht beschlägt und im Winter keine vereiste Scheibe die Sicht behindert. Auch die Elektronik kann bei extremer Kälte Schaden nehmen.
Die meisten Webcams können Bilder fortlaufend aktualisiert oder auch als permanenten Videostream ins Internet bringen. Aber niemand kann und will stundenlang via Internet auf das Livebild starren, um zufällig zu sehen, ob etwas Unerwünschtes geschieht. Daher bringt moderne Webcam-Software verschiedene Funktionen mit, die die Überwachung erleichtern. Dazu gehört eine Bewegungserkennung.
Bei der Bewegungserkennung wird zunächst ein Referenzbild des leeren Raumes abgespeichert. Sobald sich etwas bewegt, erkennt die Software dies als Abweichung vom Referenzbild und zeichnet die entsprechenden Bilder auf. Bewegt sich nichts, zeichnet die Kamera auch nicht auf. Gute Software ermöglich sogar, dass nur ein bestimmter Bereich überwacht wird. Der Nutzer markiert den gewünschten Bereich in einem Referenzbild. So können Zonen ausgeblendet werden, in denen erwünschte Bewegungen stattfinden.
Meist kann die Software auch E-Mails mit den aufgezeichneten Bildern versenden, damit der Besitzer erfährt, dass in dem überwachten Bereich etwas vorgefallen ist. Zudem senden manche Programme die Bilder auch direkt aufs Smartphone.
Videoüberwachung: Oft ist ein Hinweisschild erforderlich.Die rechtliche Seite sollten Sie in keinem Fall außer Acht lassen. Wenn die Überwachung auch öffentlichen Raum umfasst, etwa den Bürgersteig oder die Straße vor Ihrem Haus, ein öffentlich zugängliches Treppenhaus oder andere Bereiche, die als öffentlich gelten, dann müssen Sie auf die Videoüberwachung hinweisen. Das ist in Paragraph 6b "Beobachtung öffentlich zugänglicher Räume mit optisch-elektronischen Einrichtungen" des Bundesdatenschutzgesetzes geregelt.
In diesem Falle sollten Sie ein gut sichtbares Hinweisschild anbringen, das über die permanente Videoüberwachung des Bereiches informiert. Unterlassen Sie das, können Sie für die Verletzung von Persönlichkeitsschutzrechten haftbar gemacht werden. Außerdem müssen Sie auch ihren Nachbarn um Erlaubnisfragen, falls die Kamera auch nur einen Teil seines angrenzenden Grundstückes erfassen sollte.
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Andreas Lerg
Test schrieb:
am 19. September 2011 um 21:34:54
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Nachtsichtfunktion
Den Anwendern der hier beschriebenen "Nachtsichtfunktion" seit gesagt, dass das IR Licht oftmals nur sehr bedingt
zur Identifikation von Tätern geeignet ist. Als erstes gehen Farbinformationen verloren, selbst helle und dunkle Kleidung können oft nicht vernünftig dargestellt werden. Je nach Stoff kan ein weißes Kleidungsstück im IR Bild dunkel erscheinen und umgekehrt.
Ist die Person dicht genug an der Kamera, damit man sie identifizieren kann, ist sie meistens überstrahlt.
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Test schrieb:
am 19. September 2011 um 21:30:07
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Bewegungserkennung
Die hier beschriebene "Bewegungserkennung" ist eine Pixelveränderungsdetektion und hat mit Bewegungen nur dann zu
tun, wenn die Pixelveränderungen durch eine Person oder ein sich bewegendes Objekt ausgelöst werden.
Wenn man das Licht in einem Raum einschaltet oder ein Schatten durchs Bild geht, dann wird diese Detektion ebenfalls ausgelöst.
Dies nur der Vollständigkeit halber.
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Test schrieb:
am 19. September 2011 um 21:27:48
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Ein wenig zu simpel dargestellt
Ich kann mich der Meinung des Autors nicht so ganz anschließen. Für eine Überwachungsaufgabe eigenen sich
webcams so rein gar nicht. Die Teile sind primär dafür gemacht eine Person aufzunehmen, die direkt vor dem PC sitzt.
Die Qualität der Sensoren und der Optik stehen dabei in direkter Relation zum Kaufpreis.Für eine halbwegs vernünftige Überwachungslösung sollten auf jeden Fall IP Kameras und keine Webcams verwendet werden.
Die kriegt man von den namhaften Herstellern ab 250€ für Innen
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