02.11.2009, 09:49 Uhr | Andreas Lerg
USB-Stick als Seuchenherd. (Quelle: stock.xchng)Jahrelang galt das Internet als Hauptverbreitungsweg für schädliche Programme, doch Sicherheitsexperten sehen eine neue Gefahr wachsen: USB-Speichersticks. Neue wie der gefürchtete Conficker-Wurm verbreiten sich immer häufiger über externe Speichermedien. Weil dafür besonders anfällig ist, wächst die Gefahr durch solche AutoRun-Viren in einem rasantem Tempo.
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Das österreichische Sicherheitsunternehmen ESET warnen vor der rasanten Zunahme von AutoRun-Malware. Diese Viren und Trojaner werden über USB-Sticks auf einen PC eingeschleust und nutzen dabei eine alte Funktion von Windows aus. "Seit Ende 2008 und vor allem 2009 können wir einen starken Anstieg an Schädlingen verzeichnen, welche die Autorun-Funktion ausnutzen", sagte Martin Penzes, Technischer Direktor von ESET in Österreich. In einer aktuellen Studie führen Vertreter dieser Schadsoftware-Gattung die Malware-Statistik an.
AutoRun-Malware wie der weit verbreitete Conficker-Wurm nutzen die AutoPlay-Funktion von Windows aus. Diese startet seit Windows 95 CDs und Wechseldatenträger wie USB-Sticks automatisch, sobald diese eingelegt oder angeschlossen werden. Der Nutzer muss in einem Menü nur noch auswählen, welche Aktion als nächstes folgen soll. Doch auch Schadsoftware nutzt diesen automatischen Start immer häufiger als Vehikel. Sicherheits-Software überprüft solche Autostarter nicht, und schon schleicht der Trojaner auf den Computer - von Windows automatisch mit dem USB-Stick gestartet.
Weiterer Schwachpunkt: USB-Sticks von Bekannten wird meist generell vertraut, und auch an Firmen-PC werden die mobilen Datenträger häufig genutzt. Auf Viren werden die Sticks jedoch nur selten überprüft - im Gegensatz zu E-Mail-Anhängen und Downloads aus dem Internet. erkannte diese Gefahr und beschränkte in die AutoPlay-Funktion auf optische Medien. Patches für Windows XP und Windows Vista rüsten diese Sicherheits-Funktion auf den alten Betriebssystemen von Microsoft nach. Dennoch sollte auf jedem Windows-Computer wie gehabt ein Virenscanner und weitere Sicherheits-Software installiert sein.
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Andreas Lerg
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