29.08.2008, 10:28 Uhr | Christoph Schmidt
Der Brite verkaufte massenhaft Raubkopien von Filmen, Alben und Pornos.Ein britischer Raubkopierer ist zu 15 Monaten Haft verurteilt worden, weil er einen gewerbsmäßigen Handel mit Produktfälschungen betrieb. Gary Boulter aus Bristol hatte neben Raubkopien von Pornofilmen auch Musik-CDs, Videospiele und Hollywood-Streifen im Angebot, die er in einer eigens dazu eingerichteten Kopierwerkstatt herstellte.
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Das Gericht verurteilte Boulter zudem zu einer Geldstrafe in Höhe von 22.500 Pfund (rund 28.000 Euro). Zahlt er diese Strafe nicht innerhalb von sechs Monaten, muss er neun weitere Monate in Haft bleiben. Dabei bestritt Boulder vehement, einen gewerbsmäßigen Handel mit Raubkopien betrieben zu haben. Die Kopien seien alle für Freunde und Verwandte bestimmt - selbstverständlich kostenlos. Doch die bei ihm entdeckte Kopierfabrik spricht eine andere Sprache.
Professioneller Kopierraum
Die Beamten hatten einen Tipp aus der Szene bekommen, dass Boulter eine gewerbsmäßige Kopierfabrik betreibe. Bei einer Hausdurchsuchung im Dezember 2005 fanden die Ermittler einen voll ausgestatteten Kopierraum mit über 2300 kopierte CDs und DVDs, knapp 500 Blanko-DVDs sowie 173 vorbereiteten Hüllen. Das Ganze hatte einen geschätzten Marktwert von umgerechnet 62.000 Euro - und wies eindeutig auf einen gewerbsmäßigen Hintergrund des Raubkopierers hin.
Ermittler feiern einen Erfolg
Vor Gericht konnten die Ermittler schließlich nachweisen, dass Boulter tatsächlich Geld für seine Raubkopien erhielt. Und so feiert die britische Urheberrechtsorganisation ELSPA das Urteil als Sieg im Kampf gegen Raubkopierer. ELSPA-Sprecher Michael Rawlinson bedankte sich bei den lokalen Behörden für den erfolgreichen Schlag gegen die Kopierfabrik von Boulster. Neil Derrick von der hiesigen Handelsaufsichtsbehörde bezeichnete das Urteil als "klare Warnung an alle, die ähnliche Aktivitäten verfolgen." Boulster habe nicht nur seine Freiheit verloren, sondern müsse auch eine empfindliche Strafe zahlen. Und so wird die Luft für Raubkopierer in Großbritannien immer dünner.
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Christoph Schmidt
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