25.09.2009, 15:00 Uhr | t-online.de
Kampf gegen Filesharer: Die britische Pop-Sängerin Lily Allen. (Foto: dpa)
Eigentlich wollte sie für ein schärferes Vorgehen gegen Filesharer zu Felde ziehen, nun muss der britische Pop-Star Lily Allen vorzeitig kapitulieren. Mit einem eigens eingerichteten Blog wollte Allen einen Gesetzesentwurf der britischen Regierung unterstützen, nach dem notorischen Musik-Downloadern Internetsperren angedroht werden sollen. Damit brachte Allen die Internetgemeinde gegen sich auf, es hagelte beißende Kommentare. Jetzt hat die Sängerin ihr Blog eingestellt – und will sogar ihre Musikkarriere an den Nagel hängen.
Das Blog der Sängerin war erst diese Woche unter dem Namen "It's Not Alright" gestartet, was zu Deutsch etwa so viel bedeutet wie "Es ist nicht in Ordnung". Darin wollte sie gegen illegales Filesharing anschreiben und stellte sie sich bedingungslos hinter einen britischen Gesetzentwurf, der drakonische Strafen für illegales Filesharing vorsieht. Unter anderem könnten nach diesem Gesetz verurteilten Raubkopierern Internetsperren erteilt werden. Allen begrüßt den Entwurf, da Filesharer doch die Einkünfte vor allem junger Künstler an einem Punkt in deren Karriere beschneiden, an dem diese Musiker oft selbst kein Geld hätten.
Mit dem Blog hatte Allen sofort die Internet-Gemeinde gegen sich aufgebracht, die auch illegalem Filesharing eher positiv gegenüber steht. Die Seite wurde überflutet von zum Teil hasserfüllten Kommentaren. Unter anderem wurde Allen darin als Marionette der Regierung bezeichnet. Zusätzlich angeheizt wurde die Debatte schließlich durch eine Auseinandersetzung mit dem britischen Online-Magazin Techdirt. Die Macher des Magazins warfen Allen vor, Textpassagen aus Techdirt-Artikeln ohne Quellenangabe für ihre Blog-Posts übernommen zu haben. Außerdem biete die Sängerin auf ihrer Internet-Seite selbstgemachte Mixtapes mit Musikstücken anderer Künstler an und verstoße damit selbst gegen die von ihr geforderten strikten Regeln.
Später hatte sich die Sängerin ausdrücklich für die Übernahme der Texte entschuldigt. Sie habe die Artikel nie als ihre eigenen ausgeben wollen. Die Mixtapes wiederum habe sie bereits vor fünf Jahren erstellt, als ihr selbst noch nicht alle Regeln rund um Urheberrecht und die Verbreitung geschützter Werke klar gewesen seien. Techdirt konterte, dass Allen mit dieser Antwort an der Debatte vorbei argumentiere. "Wenn es so natürlich und einfach für die Menschen ist, dann ist es Zeit, diesen Umstand zu akzeptieren und ihn zu deinem Vorteil zu nutzen", schrieben die Redakteure des Magazins in einer gemeinsamen Nachricht an Allen.
Am Ende gab Allen schließlich auf. Frustriert schrieb sie in einer Twitter-Nachricht: "Ich habe das Blog abgeschaltet, die Beschimpfungen wurden einfach zu viel". Außerdem wolle sie auch gleich ihre Musikkarriere aufgeben und ihren Plattenvertrag nicht wie angekündigt verlängern. Als Grund dafür gab sie neben den massiven negativen Reaktionen auch den Schaden an, der durch Filesharing verursacht würde. "Meine Tage des Geldverdienens mit dem Aufnehmen von Musik sind vergangen und vorbei, soweit es mich betrifft", so Allen. Das könnte Allen jedoch nicht ganz so ernst gemeint haben. Ein Sprecher der Sängerin dementierte das plötzliche Karriere-Ende später. Allens nächstes Album sei noch nicht in Planung, weil die Sängerin noch mit Vermarktung und Konzerten zu ihrer letzten Platte "It's Not Me, It's You" beschäftigt sei.
t-online.de
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Attraktive und sportive Mode für Sie und Ihn: kompromisslose Qualität, die überzeugt. zum Special
Entdecken Sie die neuen Kollektionen zu Top-Preisen: jetzt online bestellen! zu den Angeboten
Zeigen Sie Flagge - alles für die per- fekte EM-Party in Schwarz-Rot-Gold.
von GINGAR.de
Damenmode in den schönsten Sommerfarben - online bestellen und sparen. bei KLiNGEL.de
Ganz einfach: Bildschirminhalt als Grafik speichern. zum Video
Internet Explorer 9: Flotter Seiten- aufbau bei voller Sicherheit. mehr
Neues Oberklassen-Smartphone mit 4,7-Zoll-Display. zum Video