Andreas Lerg
Adobe hat ein Update für den Flash-Player heraus gegeben. (Quelle: t-online.de)
Adobe hat vor neuen brandgefährlichen Sicherheits-Lücken im Flash Player gewarnt. Das kleine Programm steckt im Grunde in jedem Browser. Der Fehler erlaubt es Online-Kriminellen, über manipulierte Internetseiten unbemerkt Schadprogramme auf einem PC auszuführen. Betroffen ist jede Flash-Version – unabhängig vom Betriebssystem unter dem die Software installiert ist. Das Update, das Adobe für den Flash Player zur Verfügung stellt, sollte von jedem Internet-Nutzer umgehend installiert werden.
Hersteller Adobe stuft die entdeckten Sicherheits-Lücken als kritisch ein. Im Flash Player sorgt die Schwachstelle dafür, dass über manipulierte Internetseiten schädlicher Programmcode auf einem Computer ausgeführt werden kann. Laut Adobes Sicherheitsexperte Brad Arkin kann ein Angreifer so Viren und Trojaner oder auch unautorisierte Software auf dem angegriffenen PC installieren und ausführen. Adobe veröffentlichte daher ein dringendes Update für den Flash Player auf Version 10.0.45.2.
Dass Adobe die Veröffentlichung des Patches für den Flash Player vorzog, zeigt die Brisanz der Sicherheits-Lücken. Ursprünglich hätte die Version 10.0.45.2 erst kommende Woche am regulären Patchday des Software-Herstellers erscheinen sollen. Auch wenn Adobe noch keine aktiven Angriffe auf Internetnutzer bestätigte, hätten Cyber-Kriminelle die Schwachstellen in dem fast auf jedem PC installierten Flash Player bis dahin problemlos ausnutzen können. Möglicherweise wäre die Veröffentlichung auch im weltweiten Karnevalstreiben untergegangen, was Adobe sicherlich nicht riskieren wollte.
Doch auch die PDF-Software Adobe Reader und Adobe Acrobat sind von dem Problem betroffen. Sowohl in der aktuelle Version 9.3 als auch in früheren Versionen sollen zwei kritische Sicherheits-Lücken stecken. Entsprechende Updates wird Adobe an seinem Patchday kommende Woche veröffentlichen. Anfällig sind Adobe Reader und Adobe Acrobat unter den Betriebssystemen Windows, Mac OS X und Unix. Dabei muss Adobe erneut kritische Lecks abdichten: Erst im Dezember und im Januar schloss der Hersteller diverse Sicherheits-Lücken in seinen beliebten Programmen.
Andreas Lerg
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