21.07.2011, 14:19 Uhr | Jens Müller
Mehr als 30 Jahre lang sorgte das BIOS auf jedem PC für den Systemstart. Doch nun soll sich das ändern. Der Nachfolger UEFI wird das BIOS als "Stammhirn des PC" endgültig ablösen – mit grafischer Oberfläche, integriertem Browser und schnellerem Betriebssystem-Start auf der Habenseite. Wir zeigen die Vor- und Nachteile von UEFI.
Ohne eine Firmware startet kein Computer. Die kleine Software, quasi ein Mini-Betriebssystem für das Mainboard, regelt Einstellungen für Hardware-Komponenten, macht diese für den Bootvorgang ansprechbar und ermöglicht damit den Start eines vollwertigen Betriebssystems. Seit über 30 Jahren übernimmt das Basic Input Output System (BIOS) diese Aufgabe. Doch mit der rasanten Entwicklung bei Chips und Laufwerken konnte das BIOS kaum mithalten. Generation von PC-Aufrüstern haben Bekanntschaft mit den Tücken des BIOS gemacht: Immer wieder verweigerte das BIOS den Start, weil es eine größere Festplatte oder neue Speichermodule nicht erkannte. Nun soll das Unified Extensible Firmware Interface, kurz UEFI, den PC fit für die Zukunft machen.
Wie auch das BIOS vermittelt UEFI zwischen Hardware und Betriebssystem. Allerdings arbeitet UEFI ausschließlich in 64 Bit. Das beseitigt das größte Manko, die Speichergrößen-Beschränkung. UEFI kommt mit Festplatten mit mehr als zwei Terabyte Speicher zurecht und kann von diesen booten. Möglich sind sogar bis zu 8192 Exabyte Festplattenspeicher – das entspricht 8,8 Billionen Terabyte. Und auch beim Arbeitsspeicher lassen sich mit UEFI bis zu 16 Exabyte nutzen. Zum Vergleich: Ein aktueller PC besitzt etwa ein Terabyte Festplattenspeicher und vier Gigabyte Arbeitsspeicher.
Ein spürbarer Vorteil von UEFI ist der im Vergleich zum BIOS kürzere Bootvorgang. Dies gelingt, da Hardware-Komponenten wie Prozessor, Arbeitsspeicher und Chipsatz parallel initialisiert werden. Beim BIOS geschieht dies nacheinander. Außerdem kann UEFI bereits die Geräte-Treiber laden und an das Betriebssystem weitergeben. Doch derzeit gibt es nur wenige für UEFI angepasste Hardware-Treiber, die das sogenannte Driver Execution Environment (DXE) unterstützen. Letztlich besitzt UEFI einen eigenen Bootloader, in dem die Informationen über die installierten Betriebssysteme gespeichert sind, und muss ihn nicht erst suchen. Auch das spart Zeit. So kann UEFI in drei Sekunden booten, Windows 7 wäre in unter 30 Sekunden betriebsbereit.
UEFI zeigt sich auch deutlich zugänglicher für den Benutzer als das alte BIOS. Vorbei sind die Zeiten der grau-blauen Textwüsten im Setup-Tool. UEFI besitzt eine grafische Oberfläche, die an Windows und Linux erinnert. Anwendungen und Systemwerkzeuge werden über große Icons gestartet, Einstellungen mit Schiebereglern angepasst. UEFI unterstützt Maus- und Toucheingaben. So können prinzipiell auch unerfahrene Nutzer Einstellungen ändern. Da UEFI einfache Grafik- und Netzwerktreiber enthält, lassen sich die grafische Oberfläche darstellen und eine vorhandene Internetverbindung nutzen. Über diese können Updates fürs UEFI installiert oder ein Browser genutzt werden.
Doch UEFI besitzt nicht nur Vorteile. So muss auf den Computern zwingend ein 64-Bit-Betriebssystem installiert sein, etwae Windows Vista 64 Bit ab Service Pack 1 oder die 64-Bit-Varianten von Windows 7. Sicherheitsexperten sehen bei der Netzwerkunterstützung von UEFI eine potenzielle Gefahr. Über das Internet könnten Viren und Trojaner schon vor dem Betriebssystemstart auf den Computer gelangen, da im UEFI keinerlei Sicherheitssoftware aktiv ist. Weitere Nachteile von UEFI werden sich herauskristallisieren, wenn die Software in größerem Umfang genutzt wird. Denn noch ist die Verbreitung eher gering.
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Seit diesem Frühjahr finden sich Computer mit UEFI in großer Stückzahl im Handel. Wer unlängst einen neuen PC gekauft hat, besitzt höchstwahrscheinlich UEFI. Bei den aktuellen Prozessorgenerationen von Intel und AMD setzen Mainboard-Hersteller wie MSI und Asus wegen der 64-Bit-Unterstützung vermehrt auf UEFI, Apple verwendet bereits seit Jahren eine abgespeckte EFI-Variante bei seinen Computern und Notebooks. Doch nicht jedes UEFI ist gleich: Mainboard-Hersteller entwickeln ihre eigene Software. So unterscheiden sich die UEFI-Varianten in Aussehen und Umfang. Bei manchen Systemen sind Tools wie Browser, Speicher-Test, Backup-Tool oder gar Mini-Spiele enthalten.
Man darf gespannt sein, ob sich UEFI durchsetzen wird. Möglicherweise werden die meisten PC-Nutzer die Unterschiede zwischen UEFI und BIOS gar nicht bemerken, da sie ausschließlich das installierte Betriebssystem nutzen.
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Quelle: t-online.de
John Wayne schrieb:
am 10. Mai 2012 um 08:03:16
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Ziegen
Zehn zahme Ziegen zogen zehn Zentner Zucker zum Zoo.
BÄÄÄÄHHHMMM
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Deutscher Bürger schrieb:
am 24. August 2011 um 14:26:21
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Daumen hoch Daumen Runter
Wenn man sieht wie der Daumen von einigen missbraucht wird könnte mir schlecht werden. Hinterher landet das bei
uns auf dem Tisch und wird Vermarktet gegen euch. Woher ich das wohl weis ?
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Joshua B schrieb:
am 11. August 2011 um 16:45:53
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(8)
Jippi - endlich wieder Systeme zerschießen
Jaa ich wollte schon immer ein "BIOS" das meine Hackern freien Zugang direkt über den
integrierten UEFI-Browser gewährt. Was ein Schwachsinn!!! Grafische Oberfläche genauso. Das sind normalerweise Einstellungen, in denen kein DAU was zu suchen hat, also abschreckendes altes BIOS - PERFEKT!
Bewahrt das gute alte BIOS vor dem aussterben =)
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