26.11.2010, 09:12 Uhr | Sascha Plischke
Hacker verbreitet falsche Tsunami-Warnung per Twitter (Symbolbild: imago). (Quelle: imago)
In Indonesien hat ein Hacker das Twitter-Konto eines wichtigen Beraters des indonesischen Präsidenten übernommen und darüber eine gefälschte Tsunami-Warnung verbreitet. Das berichtet der Sicherheitsexperte Graham Cluley. Eine Monsterwelle rolle auf Jakarta zu, ließ der Hacker den Berater twittern – und dessen Stimme hat Gewicht. Denn bei dem betroffenen Offiziellen handelt es sich um Andi Arief, der den indonesischen Staatschef bei Naturkatastrophen berät. Während des Ausbruchs des Vulkans Merapi und verschiedener weiterer Katastrophen in der jüngsten Vergangenheit hatte Arief über Twitter die Bürger regelmäßig über aktuelle Entwicklungen unterrichtet.
"Morgen Jakarta Tsunami", lautete die Twitter-Nachricht, die vielen Indonesiern zunächst einen gehörigen Schrecken eingejagt haben dürfte. Denn normalerweise weiß der vermeintliche Absender Andi Arief, worüber er spricht. Er ist im Beraterstab des indonesischen Präsidenten Susilo Bambang Yudhoyono für alle Fragen rund um den Zivil- und Katastrophenschutz zuständig. Wenn jemand etwas über eine Monsterwelle im Anmarsch auf die Millionen-Metropole Jakarta wissen würde, dann Arief. Urheber der Nachricht war jedoch nicht der Präsidenten-Berater, sondern ein Hacker, der sich Zugang zu dem Twitter-Konto verschafft hatte. Die Sache hätte gefährlich werden können: Über den Kurznachrichtendienst verbreiten sich Meldungen wie die Tsunami-Warnung schnell – insbesondere wenn sich ursprünglich von einer vermeintlich vertrauenswürdigen Quelle stammten. Eine Panik hätte die Folge sein können.
Höchstwahrscheinlich war es dem Hacker gelungen, Ariefs Passwort zu knacken. Es dauerte einige Stunden, bis der Offizielle die Kontrolle über seinen Account zurückgewinnen konnte. Der Hacker hatte direkt nach seinem Einbruch das Passwort geändert und Arief damit ausgesperrt. Zwischenzeitlich musste der Berater ein neues Twitter-Konto eröffnen, um wichtige Nachrichten zu verbreiten. Irgendwann schließlich erlangte Arief wieder Zugang zu dem Konto. "Guten Abend. Mit meinem Account ist wieder alles normal", schrieb Arief zur Beruhigung seiner Follower. Der Fall zeigt, wie wichtig es ist, stets ein besonders sicheres Passwort zu vergeben. In unserer Foto-Show geben wir Ihnen 10 Tipps für ein sicheres Passwort.
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Sascha Plischke
Horst schrieb:
am 26. November 2010 um 11:09:47
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Hacker
Da könnt ich voll den Hass-Flash Aggro-Anfall kriegen.
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