23.07.2010, 09:29 Uhr | Andreas Lerg
(Quelle: imago)
Ein gefährlicher Windows-Trojaner macht Kraftwerksbetreibern zu schaffen. Nachdem Microsoft eine Sicherheitslücke in Windows bestätigte, haben Experten ein hochentwickeltes Schadprogramm entdeckt, das diese Lücke ausnutzt. Besonders pikant: Der Trojaner greift gezielt Prozessleitsysteme von Siemens an, die unter anderem zur Steuerung von Kraftwerken und großen Industrieanlagen eingesetzt werden. Siemens stellt zwar eine Software gegen diesen Trojaner zur Verfügung - doch die Anmerkungen des Konzerns dazu klingen beunruhigend.
"Da jede Fabrik individuell konfiguriert ist, können wir nicht ausschließen, dass die Entfernung des Trojaners die Fabrik nicht in irgendeiner Weise beeinträchtigen könnte.", warnt Siemens seine Kunden. Das von dem maßgeschneiderten Trojaner betroffene Prozessleitsystem WinCC ist weltweit im Einsatz und steuert Stromnetze, Gas-Raffinerien, Kraftwerke und komplexe Produktionsanlagen in Fabriken. Siemens verteilt an diese Kunden derzeit die von Trend Micro entwickelte Software Sysclean, die den Trojaner finden und vernichten soll, warnt aber gleichzeitig, dass der Betrieb der Anlagen dabei beeinträchtigt oder unterbrochen werden könnte.
Siemens fordert seine Kunden außerdem auf, diese Antiviren-Software immer auf aktuellem Stand zu halten, da mittlerweile weitere Versionen des als Stuxnet identifizierten Schädlings aufgetaucht seien. Die Infektion des Prozessleitsystems erfolgt, sobald ein mit Stuxnet verseuchter USB-Stick an einen beliebigen Computer der Anlage angeschlossen wird. Mittlerweile wird auch Kritik an Siemens laut: "Siemens setzt seine Kunden einem Risiko aus, indem diese ungeheuere Sicherheitslücke in ihrer Software existiert und die Kunden, die diese Software gekauft haben, darüber nicht informiert wurden.", sagte der Cheftechniker des Unternehmens Veracode.
Computerworld meldet unterdessen, dass neue Viren aufgetaucht sind, die die gleiche Sicherheitslücke in Windows ausnutzen. Diese seien aber nicht mehr auf Industriesysteme spezialisiert, sondern zielen wie normale Viren auf beliebige Computer. Sicherheitsexperte Pierre-Marc Bureau sagte gegenüber dem US-Magazin: "Die neu entdeckte Schadsoftware ist weniger hochentwickelt als Stuxnet. Das legt nahe, dass hier jetzt andere auf den Zug aufspringen und die vorhandene Technik ausnutzen." Die Fachleute rechnen damit, dass bald eine Schwemme von Viren losbricht, die die von Microsoft nach wie vor nicht behobene Sicherheitslücke ausnutzt.
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Andreas Lerg
USB-Fanatiker schrieb:
am 28. September 2010 um 09:13:58
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USB Ports
Also da muß schon einiges an Fehlverhalten vorliegen wenn man erlaubt Datenträger an Kernkraftwerks-Netz_PC's
zu
mounten.
Üblicherweise sind diese Systeme doch autark und komplett isoliert. Ich glaube NICHT das das eigentliche Kraftwerk davon betroffen wäre. Die Peripherie dagegen schon. Wer Windoof und oder DOS einsetzt ist selber schuld und handelt
schon strafbar im Sinne von Allgemeingefährdung durch vermeidbaren Leichtsinn.
Hackt die Bankster ! Lasst die überkandidelde Welt mal zittern !
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Synapse74 schrieb:
am 24. September 2010 um 13:38:03
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fragt was leichteres . . .
die AKW sollten die aut.Erkennung von neuen Datenträgern prüfen bzw. deakt. DRINGEND!!!! (da ist möglicherweise
eine "verdeckte Operation" im Gange)
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wieso schrieb:
am 24. Juli 2010 um 12:41:41
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Windows Trojaner
@Andy: Auch Wikepedia sagt nichts anderes, wenn man den Text zu Ende list:: WinCC-Systeme visualisieren Prozessdaten,
steuern aber keine Kraftwerke oder Industrieanlagen.
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