29.03.2010, 14:49 Uhr | pcwelt.de
Medion Akoya E4320 MD 8396 (Foto: pcwelt)
Der Vorgänger des Ende September 2008 verkauften Aldi-PC basierte noch auf einer AMD-Plattform, beim Medion Akoya E4320 MD 8396 vertraut der Discounter jetzt wieder auf ein Grundgerüst von Intel. Basis des neuen Aldi-PC ist die MSI-Hauptplatine MS-7502 mit Intels G33-Chipsatz - eine Spezialanfertigung für Medion. Allerdings nutzt der Aldi-PC nicht die im Chipsatz integrierte Grafiklogik, sondern eine 16x-PCI-Express-Grafikkarte - ebenfalls eine MSI-Sonderanfertigung.
Prozessor und Speicher
Auch der Prozessor stammt von Intel. Der Core 2 Duo E7300 gehört zur aktuellen Wolfdale-Baureihe, die allerdings im Vergleich zur 8000er-Familie mit 3 MB L2-Cache nur halb so viel Pufferspeicher mitbringt. Der Doppelkern-Prozessor arbeitet mit 2,67 GHz, der Front Side Bus läuft mit 333 MHz. Dementsprechend verbaut Medion beim Akoya E4320 MD 8396 Arbeitsspeicher des Typs DDR2-667. Die insgesamt 3 GB Arbeitsspeicher sind auf vier DDR2-SDRAM-Module verteilt, zwei mit 1 GB und zwei mit 512 MB, so dass die Riegel im Dual-Channel-Modus arbeiten. Allerdings sind dadurch alle Speichersteckplätze belegt. Die Swissbit-Module arbeiten mit den Zugriffszeiten 5-5-5-5-15.
Grafikkarte
Die 16x-PCI-Express-Grafikkarte basiert auf Nvidias Geforce 9500GS. Der Chip- und Speichertakt beträgt 550 beziehungsweise 500 MHz. Die 32 Unified Shader (Streaming Prozessoren) laufen mit 1375 MHz. Dem Grafikchip sind 512 MB DDR2-SDRAM zur Seite gestellt, die über ein 128 Bit breites Speicher-Interface angeschlossen sind. Die DirectX-10-Grafikkarte unterstützt HDCP und SLI.
An Video-Ausgängen steht eine Dual-Link-DVI-I- sowie eine moderne HDMI-Schnittstelle zur Verfügung. Per beigelegtem Adapter lässt sich über die DVI-Buchse aber auch ein Bildschirm mit analogem D-Sub-Eingang anschließen. Zusätzlich besitzt die Front-Blende der Grafikkarte einen S-Video-Ausgang, ein YUV-Adapter dafür ist im Lieferumfang enthalten.
Laufwerke
Als Massenspeicher dient die 640-GB-Festplatte Western Digital WD6400AACS. Das SATA/300-Laufwerk stammt aus der Caviar-Green-Baureihe, die sich durch einen besonders niedrigen Stromverbrauch auszeichnet. Der Pufferspeicher der 3,5-Zoll-Festplatte beträgt 16 MB, die Rotationsgeschwindigkeit liegt bei 7200 Umdrehungen pro Minute. Die nutzbare Kapazität liegt bei rund 596 GB.
Wem das nicht genügt, kann bis zu zwei noch freie interne Schächte für weitere 3,5-Zoll-Laufwerke nutzen. Passend dazu gibt es auf der Hauptplatine noch zwei freie SATA-Buchsen. Alternativ dazu können Sie mit einer externen Festplatte am Datenhafen 2 andocken, der sich auf der Oberseite des Gehäuses befindet. Aufgrund der proprietären Schnittstelle der Docking-Bay sind Sie dann allerdings auf Medion-Produkte angewiesen.
Der DVD-Brenner des Medion Akoya E4320 MD 8396 stammt von LG Electronics: Der LG GH20NS10 versteht sich auf alle gängigen Formate. Das SATA-Laufwerk beschreibt CD-Rs mit 48-, CD-RWs mit 40-, DVD-Rs und DVD+Rs mit 20-, DVD-RW mit 6-, DVD+RWs mit 8-, DVD-R DL und DVD+R DL mit 10- sowie DVD-RAMs mit 12facher Geschwindigkeit. Lightscribe beherrscht der DVD-Brenner nicht.
Weitere Hardware
Bereits im Chipsatz integriert ist ein 7.1-Raumklang-Audio- sowie der 10/100-Mbit-Netzwerk-Chip. Das Fortron-Netzteil FSP350-60MDN stellt eine Nennleistung von 350 Watt zur Verfügung. Allerdings liefert die 12-Volt-Schiene nur 19,5 Ampere - zu wenig für viele High-End-Grafikkarten. Außerdem hat Medion beim Akoya E4320 MD 8396 einen Kartenleser eingebaut, der über einen abdeckbaren Schacht auf der Vorderseite zugänglich ist. Der Kartenleser unterstützt folgende Formate: CF I und II, MD, MS, MS Pro, MS Duo, SD, MMC und XD. Im Lieferumfang enthalten ist auch eine Standard-Tastatur (Chicony KB-9810) sowie die optische Logitech-Maus M-UAE96.
Schnittstellen
Auf der Vorderseite befinden sich neben dem Kartenleser noch eine Kopfhörer- und Mikrofon-Buchse, zwei USB- und zwei Firewire-Anschlüsse sowie ein moderner eSATA-Port für externe Festplatten. Die Rückseite des Medion Akoya MD 8835 bietet je einen seriellen, Firewire- und Netzwerkanschluss sowie zwei PS/2- und sechs USB-Buchsen. Für Audio-Signale stehen ein analoger Ein- und vier Ausgänge (Front, Rear, Center, Surround) sowie zwei digitale Ausgänge (optisch und koaxial) zur Verfügung. Die Hauptplatine bietet noch folgende freie Schnittstellen: zwei PCI-, einen 1x-PCI-Express sowie zwei SATA-Buchsen - eine parallele Laufwerks-Schnittstelle fehlt. Damit sind die Aufrüstmöglichkeiten begrenzt.
Rechenleistung
Der Medion Akoya E4320 MD 8396 erzielte im Benchmark PCMark 05 mit 6763 Punkten ein sehr ordentliches Ergebnis. Diese Rechenleistung reicht für alle Windows-Standardprogramme wie Tabellenkalkulation und Textverarbeitung. Auch alle Multimedia-Anwendungen etwa Audio- oder Video-Programme sowie Bildbearbeitung laufen problemlos.
HD-Tauglichkeit
Wir testeten den Medion Akoya E4320 MD 8396 auch auf seine Fähigkeit HD-Filme wiederzugeben. Hier gab sich der Rechner keine Blöße. Blu-Ray-Scheiben von unserem externen Test-Laufwerk gab der PC problemlos über die Nvidia-Grafikkarte mit ihrer HDMI-Schnittstelle aus.
Spieleleistung
Für echte Profispieler ist der Medion Akoya E4320 MD 8396 nicht geeignet. Der Prozessor wäre zwar schnell genug, die Grafikkarte ist den Anforderungen moderner 3D-Spiele aber nicht gewachsen. Im 3D Mark 06 erreichte der aktuelle Aldi-PC mäßige 4820 Punkte. Auch beim Praxistest mit dem 3D-Spiel World in Conflict war die Spieleleistung nur befriedigend. Selbst bei einer Auflösung von 1024 x 768 Bildpunkten schaffte die MSI-Grafikkarte unter DirectX 10 keine flüssigen Bildwiederholraten. So lag beispielsweise bei der Qualitätseinstellung Hoch die mittlere Bildrate bei grenzwertigen 21 Bildern pro Sekunde und sackte bei Sehr Hoch auf unspielbare 14 Bilder pro Sekunde ab. Mit der Qualitätseinstellung Mittel - hier schaltet World in Conflict auf den DirectX-9-Rendering-Pfad um - erreichte der Aldi-PC hingegen bis zu einer Auflösung von 1280 x 1024 Bildpunkten eine flüssige mittlere Bildrate von 36 Bildern pro Sekunde.
Moderne Direct-X-9-Spiele laufen also bis zur 1280er-Auflösung flüssig, Direct-X-10-Titel hingegen sind erst spielbar, wenn Sie die Auflösung auf lächerliche 800 x 600 Pixel herunterregeln. Für Gelegenheitsspieler reicht die 3D-Leistung also aus, wer hingegen auf großformatigen Wide-Screen-Displays rasante DirectX-10-Knaller zocken möchte, bekommt vom Aldi-PC nur eine Diashow geliefert.
Stromverbrauch
Unter Last verbrauchte der Medion Akoya E4320 MD 8396 maximal 113 Watt. Dies ist für einen Rechner dieser Leistungsklasse noch in Ordnung. Im Leerlauf lag der Energiebedarf bei fast 72 Watt - dies ist nicht gerade wenig. Nicht zu beanstanden war hingegen der Verbrauch im Standby (5,0). nach dem Herunterfahren (4,2 Watt) und dem Netz-Aus (0,3 Watt).
Lautstärke
Der Medion Akoya E4320 MD 8396 ist insgesamt ein recht leiser Rechner, der auch im Betrieb nicht unangenehm laut wird. Im Ruhemodus lag der Geräuschpegel bei 27,8 dB(A), im Betrieb bei 29,8 dB(A). Hier macht sich die Festplatte mit ihren Zugriffsgeräuschen bemerkbar. Beim Abspielen einer DVD wurde der Rechner mit 30,3 dB(A) nur unwesentlich lauter.
Fazit Aldi-PC
Unterem Strich bietet Aldi mit dem Medion Akoya E4320 MD 8396 viel fürs Geld. In der PC-Topliste der PC-Welt würde er aktuell den ersten Platz belegen. Der Preis für den neuen Aldi-Rechner inklusive 3 Jahre Garantie fällt mit 499 Euro also sehr günstig aus.
Der Akoya E4320 MD 8396 ist ein besonders preisgünstiger Allround-Rechner mit guter Multimedia-Funktionalität. Dafür sorgen der Multi-DVD-Brenner und die HD-fähige Grafikkarte. Die 3D-Leistung ist hingegen nur befriedigend und genügt den Ansprüchen von Gelegenheitsspielern. Fordernde DirectX-10-Titel laufen nur bei indiskutablen Auflösungen flüssig. Wegen des schwachbrüstigen 350-Watt-Netzteiles macht auch das Aufrüsten mit einer leistungsstarken Grafikkarte wenig Sinn.
Die Aufrüstmöglichkeiten sind für das Midi-Gehäuse okay. Zwei SATA-Schnittstellen sowie zwei frei 3,5-Zoll-Laufwerksschächte erlauben beispielsweise das Upgrade mit einem Blu-ray-Laufwerk und einer größeren Festplatte. Für eine bessere Soundkarte oder ein WLAN-Modul stehen zwei PCI- sowie ein 1x-PCI-Express-Steckplatz zur Verfügung.
Der Computer ist sauber verarbeitet: Die Kabel sind ordentlich zusammen gebunden, und unvorsichtige Finger müssen keine scharfen Kanten fürchten. Die Software-Installation ist nicht brandaktuell. Beispielsweise war für die Grafikkarte die Treiberversion Forceware 175.97 installiert - Nvidia bietet auf seiner Website bereits die Version 178.13 an. Außerdem nervt der bereits installierte Anti-Viren-Scanner mit seinem Registrierungswunsch in Endlos-Klickschleife, die sich nur via Task-Manager beenden lässt.
Wie von Aldi/Medion gewohnt, fällt das Softwarepaket üppig aus: Als Betriebssystem wird Windows Vista Home Premium inklusive SP1 mitgeliefert. Die Betriebssystem-DVD liegt ebenso bei wie die Backup-DVD. Hinzu kommen Nero 8 (Nero Burning ROM 8 Essentials, Nero Recode 3 SE Essentials, Nero Express Essentials, Nero Vision Express Essentials), Microsoft Works 9.0, Ulead Photoimpact 12 SE, WISO Mein Geld 2008, Bullguard Internet Security Paket (inkl. 90 Tage Updates) und Microsoft Office Home and Student 2007 Trial Edition (60-Tage-Testversion).
PCs | |
Medion Akoya E4320 MD 8396 | |
Preis-Leistungs-Wertung | 61 |
Anbieter | Medion |
Weblink | |
Preis | rund 500 Euro |
Hotline | 01805/633466 |
Garantie | 36 Monate |
Medion Akoya E4320 MD 8396 | |
BEWERTUNG (0-100 Punkte) | |
Tempo (30%) | 54 |
Ausstattung (15%) | 68 |
Handhabung (15%) | 67 |
Ergonomie (15%) | 11 |
Service (5%) | 53 |
Preis (20%) | 100 |
Gesamtergebnis | 61 |
Medion Akoya E4320 MD 8396 | |
TESTERGEBNIS | |
Benchmarks | |
PC Mark 05 | 6763 Punkte |
3D Mark 06 | 4820 3D-Marks |
Stromverbrauch | |
Betrieb | 71,9 Watt |
Standby | 5,0 Watt |
Shutdown | 4,2 Watt |
Aus | 0,3 Watt |
Betriebsgeräusch | |
Ruhe | 27,8 dB(A) / 0,9 Sone |
Last | 29,8 dB(A) / 1,4 Sone |
Medion Akoya E4320 MD 8396 | |
TECHNISCHE DATEN | |
Prozessor | Intel Core 2 Duo E7300 (2x 2.67 GHz) |
Arbeitsspeicher | 3072 MB |
Grafikchip | Nvidias Geforce 9500GS, 500 MB (shared Memory: nein) |
Festplatte | 1x Western Digital WD6400AACS; 596,0 GB |
optisches Leselaufwerk | nein (, unterstützte Medientypen: , Tempo: ) |
Brenner | DVD-Brenner (unterstützte Medientypen: DVD+R/+R DL/-R/-R DL/+RW/-RW/-RAM, Tempo: 20-/10-/20-/10-/8-/6-/12fach) |
Betriebssystem | Windows Vista Home Premium |
Kommunikation | |
Modem | nein |
Ethernet | 1 (10/100 MBit/s) |
WLAN | nein |
Bluetooth | nein |
Schnittstellen Peripherie | 1x seriell, 0x parallel, 1x IrDA, 2x PS/2, 8x USB, 3x Firewire, 1x E-SATA |
Schnittstellen Video | 0x VGA, 1x DVI, 0x TV-In, 1x TV-Out, 1x HDMI |
Schnittstellen Audio | |
Mikrofon | 1 |
Kopfhörer | 1 |
Line-In | 4 |
Line-Out | 1 |
S/P-Dif in | |
S/P-Dif out | 2 |
Quelle: PC-Welt
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