25.11.2010, 08:56 Uhr | Sascha Plischke
Teenager-Bande gesteht Kreditkarten-Coup. (Symbolfoto: imago)
Eine Gruppe von Teenagern hat in Großbritannien gestanden, hunderttausende Kreditkartendaten gestohlen und die Informationen über ein eigens eingerichtetes Hacker-Untergrundforum verkauft zu haben. Das berichtet die britische Tageszeitung The Telegraph. Der schwunghafte Handel auf diesem Portal mit dem Namen Ghostmarket.net soll nach ersten Schätzungen Schäden in Höhe von 14 Millionen Euro verursacht haben. Aufgeflogen war die Bande nur, weil der Kopf der Gruppe sich mit einer der gestohlenen Kreditkarten in einem Luxus-Hotel eingemietet hatte. Ihm und einem weiteren Haupttäter drohen nun lange Haftstrafen.
Der 19-jährige Anführer der Bande hat vor einem Gericht in London gestanden, Ghostmarket gegründet und betrieben zu haben. Über das Portal hatte er dann hunderttausende Kreditkarten an etwa 8000 Stammkunden verkauft. Außerdem bot die Seite Anleitungen an, wie man mit den Informationen auf Kosten der Opfer im Internet einkaufen kann. Daneben enthielt Ghostmarket auch Handbücher zur Herstellung von Bomben und ein Rezept für die chemische Droge Crystal Meth. Ein 21-jähriger Mittäter gestand, am Betrieb der Seite und dem Verkauf der gestohlenen Daten beteiligt zu haben. Zwei knapp zwanzigjährige Frauen gaben zu, als Geldboten fungiert zu haben.
Aufgeflogen war die Bande, nachdem sich der Hauptangeklagte mit gestohlenen Kreditkarten-Informationen in einem Londoner Luxus-Hotel eingemietet hatte. Auch sonst liebte der junge Mann die Gangster-Pose: Private Fotos zeigen ihn vor seinem Computer, Zigarette im Mundwinkel und eine beträchtliche Menge Bargeld vor ihm auf der Tastatur. Bei seiner Verhaftung stellte die Polizei auf dem Laptop des 19-Jährigen gestohlene Datensätze zu mehr als 100.000 Kreditkartensätze sicher. Nach seiner Freilassung auf Kaution floh der Teenager zunächst nach Mallorca, konnte jedoch bei seiner Rückkehr erneut verhaftet werden.
Die Anklage sieht in der Bande eine Vorstufe organisierter Kriminalität. Die Taten seien professionell ausgeführt worden, versprachen einen hohen Profit, hatten zahlreiche Menschen zum Opfer und hätten sich über einen längeren Zeitraum erstreckt, sagte Staatsanwalt Matthew McCabe vor Gericht. Der Richter sprach den jungen Angeklagten hingegen direkt ins Gewissen: "Sie sind alle sehr junge und sehr intelligente Menschen, und es ist eine Tragödie, Sie auf der Anklagebank zu sehen." Die Täter hätten ihr Wissen und ihre Ausbildung für ihre kriminellen Taten eingesetzt. Das Gericht werde den jungen Tätern anrechnen, dass sie ihre Taten gestanden hätten. Sie müssten jedoch angesichts ihrer Taten zum Teil mit deutlichen Haftstrafen rechnen.
Sascha Plischke
maxi schrieb:
am 20. Januar 2011 um 20:35:26
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Jugend Hacker
Leider bezahlt die Dunkle Seite der Macht mehr wie die Gute und die Strafen sind nicht hoch genug. Das wissen diese Kerle -
weil sie nicht wirklich blöd sind. Man sollte ihnen mehr Zeit zum nachdenken geben aber die liberalen Gesetze sind einfach zu lasch für diese neue Art von Kriminalität. Auch hier in Deutschland schlafen die Behörden und Banken bis sie wirklich mal richtig ausgenommen werden. Hier wird genauso versagt wie bei den Piraten in Somalia.
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catmanjag schrieb:
am 25. November 2010 um 21:17:19
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Netter Richter......
Sehr junge und sehr intelligente Menschen........na und? Als wenn Kriminelle meist oder immer blöde Idioten wären!
Gerade die Intelligenten sind die Gefährlichen; mit Ausnahme derer in der Politik.
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Horst schrieb:
am 25. November 2010 um 20:16:12
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Einsperren
Das sind einfach Ganster und die gehören eingesperrt. Wo kommen wir denn hin wenn solche Typen auch noch eine Sonderbehandlung
bekommen. Ab in den Knast mit dem Pöpel damit sie lernen was Recht ist und was nicht.
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