25.01.2010, 09:46 Uhr | Andreas Lerg
Jammie Thomas-Rasset muss 97 Prozent weniger Schadenersatz zahlen. (Quelle: dpa)
Glück gehabt? Jammie Thomas-Rasset soll nur noch 54.000 US-Dollar Schadenersatz an die Recording Industry Association of America (RIAA) zahlen. Für die illegale Verbreitung von 24 Songs über die Tauschbörse Kazaa war die Musikpiratin in dem vorherigen Verfahren im Juni 2009 zu einer Strafe von 1,92 Millionen Dollar verurteilt worden. Das US-Bezirksgericht Minnesota hat diesen Schadenersatzanspruch jetzt um drastische 97 Prozent reduziert.
Richter Michael Davis begründete die Senkung des Schadenersatzanspruches um immerhin 97 Prozent wie folgt: "Das Verlangen nach einer abschreckenden Wirkung rechtfertigt kein Urteil über zwei Millionen US-Dollar für den Diebstahl und die Verbreitung von 24 Liedern, einzig wegen des Vorsatzes, kostenlose Musik zu erhalten." Davis betonte auch, dass sich der Schadenersatz an dem tatsächlich entstandenen Schaden orientieren müsse und die Kläger bisher nicht verpflichtet wurden, diesen zu belegen. Daher legte Davis pro Titel einen Schadenersatz von 2250 US-Dollar fest - macht eine Gesamtstrafe von 54.000 Dollar.
Die RIAA prüft laut Aussage einer Sprecherin derzeit, ob die Entscheidung und der deutlich reduzierte Schadenersatz akzeptiert werden oder ein Berufungsverfahren angestrebt wird. Auch der Anwalt von Thomas-Rasset prüft, ob der erneute Schuldspruch anerkannt, oder weiter gegen die Schadenersatzklage vorgegangen wird. Die RIAA verklagte Thomas-Rasset bereits 2007 wegen illegalen Filesharings, da sie eine außergerichtliche Einigung ablehnte. In erster Instanz wurde sie zu 220.000 US-Dollar Schadenersatz verurteilt. Da der Richter in diesem Verfahren möglicherweise aber Fehler gemacht hatte, wurde der Fall neu verhandelt. Im Juni 2009 erfolgte dann der Urteilsspruch, dass Thomas-Rasset 1,92 Millionen US-Dollar zahlen müsse.
Jammie Thomas-Rasset hatte über die Tauschbörse Kazaa 24 Songs illegal zum Tausch angeboten. In einem vergleichbaren Verfahren wurde der US-Student Joel Tenenbaum wegen illegalen Tausches von 30 Musikstücken zu 675.000 US-Dollar Schadenersatz verurteilt. Auch hier steht derzeit die Entscheidung in einem Berufungsverfahren an. Richterin Nancy Gertner ist jedoch nicht an die Entscheidung von Kollegen Davis gebunden. Dennoch könnte dessen Entscheidung eine Art Obergrenze für Schadenersatzansprüche bei illegal getauschten Musiktiteln definieren.
Andreas Lerg
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Attraktive und sportive Mode für Sie und Ihn: kompromisslose Qualität, die überzeugt. zum Special
Entdecken Sie die neuen Kollektionen zu Top-Preisen: jetzt online bestellen! zu den Angeboten
Zeigen Sie Flagge - alles für die per- fekte EM-Party in Schwarz-Rot-Gold.
von GINGAR.de
Damenmode in den schönsten Sommerfarben - online bestellen und sparen. bei KLiNGEL.de
Ganz einfach: Bildschirminhalt als Grafik speichern. zum Video
Internet Explorer 9: Flotter Seiten- aufbau bei voller Sicherheit. mehr
Neues Oberklassen-Smartphone mit 4,7-Zoll-Display. zum Video