15.06.2009, 14:47 Uhr | Yaw Awuku
Und stetig rauscht der Zähler: Mit einfachen Schritten zur Stromeffizienz. (Quelle: dpa, Montage: t-online.de)So viel ist klar: Strom sparen ist gut fürs Klima und fürs Portmonee. Gerade bei steigenden Strompreisen lohnt es sich, heimlichen Stromfressern den Hahn abzudrehen. Eine Vielzahl dieser Energiemonster findet sich unter den Unterhaltungsmedien: Computer, Modems, Fernseher und DVD-Rekorder drücken im Parallelbetrieb und im Stand-by heimlich auf die Stromrechnung. Doch schon mit einfachen Mitteln, lässt sich eine Menge Energie und Geld sparen.
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Ein beträchtlicher Anteil der Stromkosten entsteht durch die Stand-by-Funktionen unserer Elektrogeräte. Nach dem Abschalten wechseln die Geräte nur in den Ruhezustand und ziehen dabei noch stundenlang Strom aus der Steckdose – so kosten sie im Stand-by meist mehr als im Betrieb. Auch das Verhalten der Nutzer schlägt oft unnötig stark zu Buche: Mal ganz ehrlich, wie oft läuft Ihr Computer neben dem Abend-Krimi oder flimmert einsam in den leeren Raum hinein? Dabei ließen sich alleine durch das Abschalten überflüssiger Stand-by-Funktionen 70 Euro im Jahr sparen – so die Deutsche Energie Agentur (dena). Weiteres Sparpotential birgt die Nutzung energieeffizienter Neugeräte.
Hausmittel gegen Stromfresser: Steckleisten und Zeitschaltuhren. (Quelle: stromeffizienz.de)Mehrfachsteckdosen mit eingebautem Netzschalter sind inzwischen eine wohlbekannte Methode, um die Energieverschwendung im Haushalt so gering wie möglich zu halten. Nachteil: Auch hier wird nur allzu leicht vergessen, auf den Sparknopf zu drücken. Wer sich darum keine Gedanken machen möchte, sollte einen Blick auf Master-Slave-Steckdosen und Zeitschaltuhren werfen. Erstere ähneln einer normalen Steckleiste, bieten jedoch für PC-Arbeitsplätze und Stereoanlagen besonders nützliche Funktionen. Die Steckleiste verfügt über eine Hauptdose und mehrere untergeordnete Steckplätze. Wird das Gerät in der Hauptdose, zum Beispiel der PC, ausgeschaltet, fahren gleichzeitig auch alle untergeordneten Geräte wie Drucker und Modem herunter. Zeitschaltuhren hingegen lassen sich so einstellen, dass die Stromzufuhr zu allen angeschlossenen Geräten zu bestimmten Zeiten unterbrochen wird.
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So schrauben Sie den Energiehunger von Computer & Co. herunter. (Quelle: t-online.de)Mit ein paar Kniffen lässt sich auch der Stromhunger von Fernseher und PC deutlich dämpfen. Schrauben Sie die Bildschirmhelligkeit herunter und passen Sie den Bildkontrasts an, um den Stromverbrauch während des Betriebs deutlich zu senken. Neuere TV-Modelle übernehmen derartige Spareinstellungen schon per Knopfdruck, ohne dass die Bildqualität darunter leidet. Wer die Energieverschwendung des PCs stoppen möchte, sollte auf einen Bildschirmschoner verzichten. Sinnvoller ist es Monitor und PC für kurze Zeit in den Stand-by oder Ruhemodus fahren zu lassen. Mit dem Windows eigenen Powermanagement können Sie diese Einstellungen schnell selbst konfigurieren. Weitere Tipps zum Stromsparen finden Sie auch im Computer Insider.
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Auch beim Kauf neuer Geräte sollten Kunden möglichst auf Effizienz achten. Dies bedeutet sowohl auf Produkte mit geringem Stromverbrauch und integrierten Sparfunktionen zu achten, als auch Geräte auszusuchen, die dem eigenen Nutzerprofil am besten entsprechen. Brauchen Sie Ihren Computer hauptsächlich für Office Anwendungen und im Internet, macht beispielsweise ein Highend-PC mit einer Leistung von mehr als 150W wenig Sinn. Generell sollten Sie sich vor dem Kauf über den Stromverbrauch der Geräte informieren. Eine Orientierungshilfe bei der Suche nach effizienten Geräten bieten verschiedene Öko- und Energiesiegel wie beispielsweise der Energy-Star. In der Energy-Star-Datenbank finden Sie zudem Listen der sparsamsten Computer, Bildschirme und Drucker.
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Das Einmaleins des Stromsparens. (Quelle: t-online.de)Für die meisten unserer Elektrogeräte gibt es inzwischen Energiesparsiegel und Richtlinien zur Energieeffizienz. Doch auch ohne Ökosiegel lassen sich sparsame Geräte in der Masse des Angebots grob erkennen. So ist der Strombedarf von Notebooks in der Regel genügsamer als der von Desktop-PC. Was Drucker betrifft, zeigen sich Tintenstrahler meist sparsamer als Laserdrucker. Auch mit Multifunktionsgeräten kommen Sie günstiger weg, als mit Drucker, Scanner und Fax im Einzelpack. Wer mit dem Gedanken spielt, einen neuen Fernseher zu kaufen, sollte darauf achten, dass das Gerät nicht mehr als ein Watt im Stand-by verbraucht. Neuere TV-Modelle schalten zudem per Knopfdruck auf Sparflamme oder ihre Bildschirmhelligkeit automatisch dem Umgebungslicht an. Doch trotz ausgefeilter Sparfunktionen stimmt meist die Faustregel: Je größer der Bildschirm, desto größer der Stromverbrauch im Betrieb – das gilt auch für PC-Monitore.
Die Antwort auf diese Frage ist natürlich von Haushalt zu Haushalt verschieden. Steht bei Ihnen zum Beispiel ein hoch getakteter Spiele PC, der jedoch nur für Büroanwendungen benutzt wird, ist eine energieeffizientere Lösung zu empfehlen. Durch Nachrüsten einzelner Komponenten oder dem Kauf eines genügsameren Rechners sinkt die jährliche Stromabrechnung um 50 Euro und mehr. Mit schaltbaren Steckleisten und Zeitschaltuhren und Master-Slave Steckdosen ist nochmals eine Ersparnis von etwa 70 Euro drin. Ein energieeffizienter Fernseher erspart Ihnen im Jahr etwa 30 Euro gegenüber alten TV-Modellen. Bei der Suche nach den größten Stromfresser unter den verschiedenen Geräten sind Energie-Messgeräte eine gute Hilfe.
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Yaw Awuku
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