03.12.2010, 09:03 Uhr | AFP, Andreas Lerg
Die 360-Grad-Kamera von Google Street View. (Foto: imago)
Ein Kameraauto von Google befuhr bei den Aufnahmen für Street View versehentlich einen Privatweg. Dafür zahlt der Suchmaschinenkonzern nun einen symbolischen Dollar Schadensersatz. Die Grundstückseigentümer aus dem Bundesstaat Pennsylvania hatten den Internetriesen nach dem Vorfall bereits im Jahr 2008 verklagt.
Der Fahrer eines Street-View-Kameraautos ignorierte das Verbotsschild "Privatweg. Zufahrt verboten" und fuhr auf das Grundstück des Ehepaars Boring, um deren Haus für Street View zu fotografieren. Das Ehepaar verklagte Google darauf hin auf Schadensersatz in Höhe von 25.000 Dollar, wie das Internetmagazin TechCrunch damals berichtete.
Der Vorwurf in der Klage: Neben Hausfriedensbruch und Verletzung der Privatsphäre würden die Aufnahmen den Wert des Hauses mindern. Zudem hätte Google dem Ehepaar "mentales Leid" zugefügt. In erster Instanz wurde die Klage abgewiesen, denn den Borings misslang der Nachweis, dass ihnen ein Schaden entstanden war. Doch die Berufungsklage im Februar wurde zugelassen. Ein Richter am Bezirksgericht in Pennsylvania schlug nun vor, dass sich Google und das Ehepaar Boring die symbolische Schadensersatzsumme von einem Dollar einigen.
Ehepaar Boring zufrieden mit dem Sieg über Google
Aaron und Christine Boring zeigten sich zufrieden. "Dieser eine Dollar zeigt, dass wir Recht haben", erklärte das Ehepaar. "Google hätte uns gleich einen Entschuldigungsbrief schreiben sollen, aber stattdessen wollten sie beweisen, dass sie das Recht hatten, auf unseren Weg zu fahren." Dies sei dem Konzern nicht gelungen. "Wir sind zufrieden, dass Google letztlich eingeknickt ist." In den USA ist Google Street View bereits flächendeckend verfügbar und nicht so umstritten wie hier in Deutschland. Hierzulande gab es massive Kritik an den Aufnahmefahrten der Kamerafahrzeuge.
Google stellte Mitte November die ersten 20 deutsche Städte in Street View ein. Damit gelang Google Street View nach einem ersten Vorgeschmack Anfang November endgültig der Start in Deutschland. Alle Widersprüche gegen die Abbildung von Häusern seien bearbeitet, eine Garantie für die Unkenntlichmachung wollte Google jedoch nicht geben. Fehler könnten schließlich immer vorkommen.
Quelle: AFP
typisch schrieb:
am 4. Dezember 2010 um 09:55:41
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typisch ami
Typisch Amerkaner. Klage auf Schadenersatz für alles. 1x Pfurzen = 30.000.000 USD, 1x falsch atmen = 2.500.000 USD.....da sage
ich einfach nichts mehr dazu.
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Martin schrieb:
am 3. Dezember 2010 um 13:14:17
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google
na dann mal schnell in die nächste eisbude und den dollar in 2 kugeln eis investieren...
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haha schrieb:
am 3. Dezember 2010 um 13:10:20
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lol
einen dollar für weitere daten.. sehr gut gemacht ;)
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