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Steve Jobs ist tot: Apple trauert

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Apple-Gründer Steve Jobs ist tot

06.10.2011, 08:43 Uhr | dpa-AFX

Apple-Gründer Steve Jobs ist tot. (Quelle: dpa)

Apple-Gründer Steve Jobs ist tot. (Quelle: dpa)

Der Apple-Gründer Steve Jobs ist tot. Einer der größten Visionäre des Computerzeitalters starb am Mittwoch im kalifornischen Palo Alto im Alter von nur 56 Jahren, wie das Unternehmen in Cupertino bei San Francisco bestätigte. Jobs litt schon seit langem an Krebs. Erst im August hatte er die Führung der Geschäfte abgegeben. Maßgeblich trug er dazu bei, dass heute in fast jedem Haushalt ein Computer steht. Auch der Musikspieler iPod, das Mobiltelefon iPhone und der Kleincomputer iPad gelten als seine Schöpfungen.

Apple trauert um einen "Visionär und ein kreatives Genie"

Apple hatte die Nachrichten des Todes auf seiner Internetseite veröffentlicht. Die Startseite zeigte zunächst nur ein großes Bild des langjährigen Chefs mit den Lebensdaten 1955 und 2011. Jobs schaute den Betrachter von dem Schwarzweißbild nachdenklich an. Er trug auf dem Foto den für ihn typischen schwarzen Rollkragenpullover. Später kam auf der Startseite noch eine Würdigung hinzu: Apple trauere um einen "Visionär und ein kreatives Genie". "Die Welt hat einen faszinierenden Menschen verloren", hieß es in der kurzen Mitteilung weiter. "Die, die das Glück hatten, ihn zu kennen und mit ihm zu arbeiten, haben einen Freund und Mentor verloren. Steve lässt ein Unternehmen zurück, wie nur er es aufbauen konnte und das immer in seinem Geiste arbeiten wird."

Auch an anderen Stellen im Internet verleihen die Menschen Ihrer Trauer um Jobs Ausdruck. Facebook-Gründer Marc Zuckerberg schrieb auf seiner Seite in dem sozialen Netzwerk: "Steve, vielen Dank dass du ein Freund und Mentor warst. Danke, dass du gezeigt hast, dass was du schaffst, die Welt verändern kann. Ich werde dich vermissen." Binnen kürzester Zeit drückten hunderttausende Nutzer den Like-Button zu dieser Nachricht und verbreiteten sie so weiter. Google hat seine Startseite angepasst. Unter dem Suchfeld findet sich ein Link mit dem Namen Steve Jobs und seinem Geburts- und Todestag. Der Link führt auf die offizielle Trauerseite von Apple.

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Jobs war schwer krank

Apple richtete zugleich ein elektronisches Kondolenzbuch ein. Auf RememberingSteve@Apple.com konnten Fans Beileidsnachrichten schicken. Der Vorstand ergänzte später noch in einer Mitteilung: "Steves Brillanz, seine Leidenschaft und Energie waren die Quelle der unzähligen Neuheiten, die unser aller Leben bereichert und verbessert haben. Die Welt ist unermesslich besser durch Steve."

Der schwer kranke Firmengründer war im August als Konzernchef zurückgetreten. Er könne seine Aufgaben nicht länger erfüllen, schrieb Jobs damals. Er blieb dem Konzern aber als Chef des Aufsichtsrates erhalten und hatte damit weiterhin ein gewichtiges Wort mitzureden. Bei der Vorstellung des neuen iPhones 4S am Dienstag tauchte er zur Enttäuschung der Investoren nicht auf – es war nur Stunden vor dem Tod des prägenden Kopfes von Apple.

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Obama würdigt Steve Jobs

US-Präsident Barack Obama und seine Ehefrau Michelle zeigten sich "betrübt" über die Todesnachricht. In einer Mitteilung des Weißen Hauses hieß es, Jobs habe zu den größten amerikanischen Erfindern gezählt. Mit dem Aufbau eines der erfolgreichsten Unternehmen des Planeten aus seiner Garage heraus, habe er beispielhaft den Geist der amerikanischen Erfindungsgabe gezeigt. "Die Welt hat einen Visionär verloren", hieß es in der Erklärung des Präsidenten.

2004 hatte Jobs wegen Krebs behandelt werden müssen, 2009 bekam er eine neue Leber. Immer wieder musste er Auszeiten vom anstrengenden Tagesgeschäft nehmen und trat nur sporadisch öffentlich auf. Er überließ die Geschäfte seit Januar weitgehend seinem Vertrauten Tim Cook, der deswegen als Kronprinz galt.

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Steve Jobs und die Apple-Aktie

Jobs' Gesundheit wurde von den Anlegern intensiv verfolgt. Ging es ihm schlechter, sackte der Aktienkurs ab; gab es Nachrichten der Besserung, schnellten die Kurse wieder empor. Auch nach der Nachricht vom Tode des Apple-Gründers gab der Kurs der Aktie sofort nach. Die Investoren vertrauten vor allem auf das untrügliche Gespür des Kaliforniers für den Markt: Apple hat weder den MP3-Spieler noch das Smartphone noch den Tablet-PC erfunden, aber allen mit dem iPod, dem iPhone und dem iPad zum Durchbruch verholfen. Jobs verstand es immer geschickt, die Neuheiten als Ereignis zu zelebrieren. Und mit diesen kräftig Kasse zu machen.

Bill Gates: "Kollege, Konkurrent und Freund"

"Ich bin wirklich traurig", erklärte Gates. "Ich habe Steve vor etwa 30 Jahren zum ersten Mal getroffen, und wir waren Kollegen, Mitbewerber und Freunde über mehr als die Hälfte unserer Leben." Wenige hätten die heutige Welt so beeinflusst, die Nachwirkungen von Jobs würden noch spätere Generationen spüren. "Für die, die das Glück hatten, mit ihm zu arbeiten, war es eine unglaublich große Ehre. Ich werde Steve enorm vermissen."

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Microsoft-Chef Steve Ballmer drückte in einer Erklärung "mein tiefstes Mitgefühl über den Tod von Steve Jobs, einem der Gründer unserer Industrie und ein wahrer Visionär. Mein Herz ist bei seiner Familie, jedem bei Apple und jedem, der von seiner Arbeit berührt wurde."

Jobs einer der größten Computererfinder

Der Chef des Internetgiganten Google, Eric Schmidt, der früher selbst eine führende Position bei Apple innehatte, sprach von einem sehr traurigen Tag "für uns alle". Er fügte hinzu: "Steve war so charismatisch brillant, dass er Menschen inspirierte, das Unmögliche zu tun." Er werde als der größte Computererfinder in der Geschichte in Erinnerung bleiben.

Der südkoreanische Apple-Wettbewerber Samsung Electronics beschrieb Jobs als innovativen Geist und großen Unternehmer. Zum Tod des Apple-Mitbegründers sprach der Geschäftsführer und Vize-Vorsitzende G.S. Choi im Namen des Elektronikkonzerns zugleich Familie und Kollegen von Jobs sein "tiefstes Mitgefühl" aus. "Sein innovativer Geist und seine bemerkenswerten Errungenschaften werden den Menschen in aller Welt für immer im Gedächtnis bleiben." Wenige Stunden vor der Nachricht von Jobs' Tod hatte Samsung mitgeteilt, dass es den Verkauf des neuen iPhone 4S von Apple in Frankreich und Italien verhindern wolle.


Quelle: dpa-AFX

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Kommentare (134)

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Thema: "Steve Jobs ist tot: Apple trauert"

Berni schrieb: am 7. Oktober 2011 um 19:45:17
(2) (0) Steve Jobs
Er war und ist ein großer Visionär, der mit viel Ergeiz, vollem Arrangement und Ideenreichtum eine eher mittelmäßige Firma zum
Weltkonzern gemacht hat. Dabei war er kein Miesepeter oder Aufschneider, sondern ein ganz normaler Mensch geblieben. Das verdient Respekt und sollte als Sinnbild für die heutige Managergenation dienen. Leider erwischt es solche eher sympatischen Typen immer zuerst. Schade, solche Köpfe braucht man um die Welt voranzubringen. Mein Beileid seiner Familie.
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Wolfgang schrieb: am 6. Oktober 2011 um 20:42:55
(5) (0) Jobs
Er war zweifelsohne ein kluger Kopf und genialer Entwickler. Ob die nach seinem Tode folgenden Berichte über ihn nicht übertrieben
sind kann man sich fragen. Ich konnte mir kein Apple-Produkt leisten und viele andere sicher auch nicht, bin aber keinem neidisch der sich Apple kaufte. Aber nicht vergessen: es sterben jeden Tag wichtige Menschen. Mein Beileid seiner Familie.
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Smitty schrieb: am 6. Oktober 2011 um 12:40:36
(9) (3) Jobs
Habe zwar kein einziges Apple-Produkt in meinem Besitz, aber ich muss die Leistung von Steve Jobs neidlos anerkennen. Er hat mit dem
iPod, dem iPhone und dem iPad drei Referenzprodukte geschaffen, an denen sich alle Wettbewerber orientieren und messen lassen müssen. Doch ich glaube ohne ihn wird der Hype in den nächsten Jahren spürbar nachlassen. Möge er in Frieden ruhen.
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