26.03.2010, 11:49 Uhr | Andreas Lerg
Spam: Werbemüll im E-Mail-Postfach. (Quelle: Hersteller)
Die größte Bedrohung für Computer sitzt vor dem Monitor, denn viele Nutzer unterliegen dem Irrglauben, dass ihnen kaum Gefahr aus dem Internet droht. Zu diesem Ergebnis ist eine Umfrage der Messaging Anti-Abuse Working Group (MAAWG) gekommen, die in Deutschland und fünf anderen Ländern durchgeführt wurde. Trotz der Flut von Phishing- und Spammails sowie anderen Gefahren haben fehlendes Risikobewusstsein und Selbstüberschätzung der Internet-Nutzer oft fatale Folgen. Die Autoren der Studie nennen dies das Mir passiert schon nichts"-Syndrom".
Ein Drittel der deutschen Nutzer hält sich für Experten im Bereich der Computer-Sicherheit. Das hat die Studie der MAAWG ergeben. Befragt wurden Nutzer in Deutschland, USA, Kanada, Frankreich, Großbritannien und Spanien. In den anderen Ländern stuften sich nur ein Fünftel der Befragten als Experten ein. Damit neigen deutsche Nutzer mehr als andere dazu, sich selbst zu überschätzen. Die Studie der MAAWG untersuchte den Zusammenhang zwischen der Verbreitung von Schadsoftware und dem mangelnden Risikobewusstsein vieler Nutzer. Demnach unterliegen viele Anwender dem Irrglauben, dass ihnen schon nichts passiert.
Ein wichtiges Ziel der Studie war die Auswirkung von Spammails. Etwa 43 Prozent der Befragten haben bereits Spammails geöffnet und Links darin angeklickt. Die Hälfte dieser Gruppe gab an, das sogar absichtlich getan zu haben. Von diesen Personen wollten 18 Prozent wissen, was dann passierte. Weitere 15 Prozent wollten sich über das feil gebotene Produkt informieren. Die Studie der MAAWG belegt, dass vor allem männliche jüngere Nutzer Spammails öffnen. Kurios: Genau diese Zielgruppe betrachtet sich am ehesten selbst als Experten für Computer-Sicherheit.
Die MAAWG befragte im Januar 3700 Internetnutzer. Fast 60 Prozent der Befragten machten bereits negative Erfahrungen mit Viren auf Ihren Computern. Nichtsdestotrotz sahen nur 36 Prozent der Befragten für sich eine akute Gefahr durch Computer-Viren. Die Autoren der Studie bezeichneten das als das Mir passiert schon nichts"-Syndrom". Wenn es um die Erkennung von Schädlingen geht, verlassen sich zwei Drittel der Befragten auf Programme wie Antivirensoftware. Als weitere Symptome für den Virenbefall des Computers wurden ein ungewöhnlicher Leistungsverlust des PCs oder Warnungen vor gefährlichen Mails durch Bekannte angegeben.
Andreas Lerg
SET schrieb:
am 29. März 2010 um 09:44:25
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Kurios
Wer drauf klickt und ne Rechnung kriegt ist selbst schuld. Mails von Leuten oder Instituten die ich nicht kenne werden gelöscht,
dabei ist mir völlig egal ob da ne Rechnung mit bei ist oder nicht.
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Rainer schrieb:
am 28. März 2010 um 23:40:47
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Wir werden ja auch gezwungen auf jede Mail zu klicken ..
Wenn in Deutschland Abmahnungen und Kündigungen per Mail von Richtern als
rechtskräftig angesehen werden, muss man sich nicht wundern, wenn die Deutschen auf fast jede Mail klicken.
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