23.06.2010, 09:16 Uhr
Ein Hacker wollte von seinen Opfern Nacktvideos erpressen. (Symbolbild: t-online.de)
Ein Hacker soll in den USA mehr als einhundert Computer geknackt und mit den privaten Informationen darauf Frauen und Mädchen erpresst haben. Der Täter drohte seinen Opfern mit der Veröffentlichung der gestohlenen Daten und verlangte von ihnen Nacktvideos. Der 31-Jährige aus Santa Ana bei Los Angeles im US-Bundesstaat Kalifornien wurde bereits festgenommen und soll nun wegen Erpressung angeklagt werden. Ihm drohen bis zu zwei Jahre Haft.
Die Masche sei ausgeklügelt gewesen, sagte der Sprecher des zuständigen Staatsanwalts, Thom Mrozek der Nachrichtenagentur AP. Der Angeklagte verfüge über ein gewisses technisches Verständnis. Seine Opfer habe er vor allem in Tauschbörsen gefunden. Dort habe der Mann als besonders begehrte Musikstücke getarnte Trojaner platziert. Gelangte der Trojaner auf den Computer eines Opfers, verbreitete er sich über infizierte Instant-Messaging-Nachrichten auch auf die PC von Freunden und Bekannten. So gelang es dem Mann, über hundert Computer zu übernehmen und heimlich nach belastendem Material zu durchsuchen.
"Sobald er die Kontrolle über einen Computer erlangt hatte, suchte er nach erotischen oder intimen Bilder und Videos, vorwiegend junger Frauen und Mädchen", so Mrozek weiter. Wurde er nicht fündig, hackte der Verdächtige sich in E-Mail-Konten und gab sich als Partner oder Freund seiner Opfer aus, um sie so zum Dreh von pornographischen Videos zu überreden. Hin und wieder gelang es ihm außerdem, über die Webcam der infizierten Computer Fotos und Videos seiner Opfer in intimen Situationen anzufertigen. Mit dem so erlangten Material soll der Verdächtige dann seine Opfer erpresst und weitere Videos verlangt haben.
Erst als ein Opfer aus dem Großraum Los Angeles die Drohung ignorierte und die Polizei verständigte, fand das Treiben des Hackers ein Ende. Die Ermittlungsbehörden vermuten, dass es bis zu 230 Opfer geben könnte, 44 davon noch minderjährig. Die meisten der Opfer sollen wie der Angeklagte in Südkalifornien leben. Der Angeklagte selbst gab zu, in die Computer seiner Opfer eingedrungen zu sein. Er habe dies jedoch im Auftrag der Partner und Ehemänner der Opfer getan. Die hätten die Treue ihrer Frauen und Freundinnen testen wollen.
Der Fall zeigt, wie leicht Hacker sich mit in Tauschbörsen verbreiteten Schädlingen Zugang auch zu intimsten Geheimnissen verschaffen können. Lesen Sie, wie Online-Kriminelle Tauschbörsen und Raubkopien nutzen, um Opfer zu finden und sich an ihnen zu bereichern.
Quelle: t-online.de
micha schrieb:
am 23. Juni 2010 um 16:51:05
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Seltsam
@Flynn64
Nach ihrer Auffassung sind also die Opfer selbst schuld?! Schließlich gab es ja für jede Straftat eine Gelegenheit, sonst
hätte sie nicht stattfinden können. Erpressen Sie auch andere Leute wenn Sie Gelegenheit dazu haben? Sollen die Opfer vielleicht auch noch wegen Anstiftung belangt werden? Sie haben eine seltsame Auffassung von Recht!
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Pieke schrieb:
am 23. Juni 2010 um 16:33:00
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seine Chance
den Schaden darf er auch Materiell begleichen,ein IT-Unternehmen will ihn für sich gewinnen,
so hat alles noch etws Gutes
,
Verbrecher bleibt Verbrecher
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Flynn64 schrieb:
am 23. Juni 2010 um 15:33:39
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Gelegenheit macht Diebe
Das ist schon ein dreistes Stück und ich finde kriminelle Eigenschaften nicht OK und dennoch sage ich, dass die
betroffenen Leute doch selbst Schuld daran sind. Wer in der heutigen Zeit, so bedenkenlos mit Computern bzw. dem Internet umgeht, sich auf illegale Seiten bewegt, Webcams angeschlossen lässt, keine Schutzprogramme nutz und auch ansonsten gutgläubig und ungeschützt sein Privat- und/oder Intimleben auf und seinem PC verwaltet, hat es nicht besser verdient. Gelegenheit macht halt Diebe!
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