12.01.2010, 09:20 Uhr | Andreas Lerg mit Material der dpa
Sex-Roboter Roxxxy taugt auch für gepflegte Konversation, sagt Entwickler Douglas Hines. (Quelle: AFP)Das US-Unternehmen True Companion präsentiert auf der Adult Entertainment Expo in Las Vegas nach eigener Aussage den ersten Sex-Roboter der Welt. Was Roxxxy von der leblosen Gummigespielin unterscheidet ist die Tatsache, dass diese lebensgroße Puppe auch in der Lage sein soll, "danach" ein gepflegtes Gespräch mit dem Nutzer zu führen. Das Unternehmen arbeitet auch schon an einer männlichen Version.
In der Glückspielmetropole findet nicht nur die Consumer Electronics Show (CES) statt, sondern auch die Adult Entertainment Expo (AEE). Auf beiden Messen gibt es viel tolles Spielzeug für Erwachsene. Doch mit den Exponaten der AEE dürften die Käufer kaum bei Freunden, Kollegen und Nachbarn prahlen. Die Firma True Companion will mit ihrem Sex-Roboter Roxxxy die perfekte Mischung aus Erotik und Elektronik bieten. Zum einen dient die lebensgroße und realistisch gestaltete Gummipuppe dem Zweck, den wir mit etwas Phantasie vermuten dürfen. Zum anderen aber soll der Nutzer auch "danach" noch Spaß an dem mit 7.000 bis 9.000 Dollar sehr teuren Sexspielzeug haben, denn Roxxxy kann sprechen.
Der Liebesroboter steckt voller Hightech. Sensoren beispielsweise in der Hand und an anderen strategischen Punkten melden Berührung und Roxxxy sagt dann beispielsweise: Ich liebe es, deine Hand zu halten. Douglas Hines, Gründer von True Companion erklärt: "Sex ist eine Sache, dann will man aber auch mit einer Person sprechen". Deshalb sei es bei der Entwicklung von Roxxxy das Ziel gewesen, eine Puppe zu konstruieren, mit der der Besitzer auch sprechen könne. Doch Roxxxy soll den Besitzer nicht mit einem winzigen Repertoire von Standardsprüchen langweilen. Die verbaute Elektronik und Software ist in der Lage, neue Sätze aus den gespeicherten Worten und Klängen zu bilden.
Roxxxy wird mit einem Notebook ausgeliefert und über das Internet sollen die Sprachfähigkeiten in Zukunft erweitert und individualisiert werden können. Da Firmeninhaber Hines Fußball-Fan ist, konnten sich die Besucher der AEE mit Roxxxy über den Fußballverein Manchester United unterhalten. Wer soviel Geld für das neue Spielzeug übrig hat, kann seine Roxxxy auch mit verschiedenen Persönlichkeiten programmieren, die von der Wilden Wendy bis zur Frigiden Farrah reichen. Bei True Companion ist derzeit auch schon eine männliche Version des Sex-Roboters in der Entwicklung. Mit den Sprachfähigkeiten von Roxxxy endet die Ähnlichkeit mit einem wirklichen Roboter aber auch schon, denn bewegen kann sie sich nicht. Das hat aber auch den Vorteil, das Roxxxy nicht das Weite suchen kann, wenn ihrem Besitzer der Gesprächsstoff ausgeht.
Ursprünglich wollte Douglas Hines nach eigenen Worten eine künstliche Persönlichkeit entwickeln, die dann als Helfer für ältere Menschen zum Einsatz kommen sollte. "Aber da gab es so viele Vorschriften und bürokratischen Papierkram. Deshalb habe ich mich nach anderen Märkten umgesehen", erklärte Hines und ergänzt: "Das mit dem Sex-Roboter ist nur Marketing - tatsächlich geht es darum, einen Lebensgefährten zu entwickeln." Was denken Sie über dieses "Spielzeug"? Sagen Sie uns Ihre Meinung dazu per Kommentar.
Andreas Lerg mit Material der dpa
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