29.09.2010, 11:30 Uhr
Scotland Yard. (Foto: dpa)
Schwerer Schlag gegen die organisierte Internetkriminalität: Der britischen Polizeibehörde New Scotland Yard ist eine Bande von Online-Kontodieben ins Netz gegangen. Bis zu 20 Millionen Euro sollen die 19 mutmaßlichen Hacker von den Bankkonten ihrer Opfer gestohlen haben. Die Hacker nutzten für ihre virtuellen Beutezüge den Zeus-Botnetz-Trojaner, den wohl derzeit gefährlichsten und erfolgreichsten Computer-Schädling.
Die Täter im Alter von 23 bis 47 Jahren sollen in den letzten drei Monaten in großem Stil abkassiert haben. Ihr Trick: Sie infizierten die Computer ihrer Opfer mit dem Zeus-Botnetz-Trojaner und verschafften sich damit die Zugangsdaten zu den Online-Bankkonten ihrer Opfer. Von dort transferierten sie das Geld über Umwege auf eigene Konten. Wie die britische Tageszeitung DailyMail meldet, verhaftete die Polizei am Dienstag die Bande.
Scotland Yard spricht von hunderten Geschädigten alleine in den vergangenen drei Monaten. Die bisher ermittelte Schadenssumme belaufe sich auf umgerechnet knapp sieben Millionen Euro, die tatsächliche Summe liege vermutlich bei über 20 Millionen Euro. Die Polizei wurde von Banken auf die illegalen Machenschaften aufmerksam gemacht, da die Banken einen drastischen Anstieg von Betrugsfällen festgestellt hatten.
Die Hacker benutzten den Zeus-Botnetz-Trojaner, um die Computer ihrer Opfer zu infiltrieren. Dieser ist als Bausatz in einschlägigen Hacker-Kreisen im Internet für 350 Euro zu bekommen. Einmal auf dem Computer installiert, lauerte die von der Hackern benutzte Variante des Trojaners darauf, dass die Opfer bestimmte Bank-Internetseiten öffneten. Sobald das geschah, griff der Trojaner die Zugangsdaten ab und sendete diese an die Online-Kriminellen. Die Bande heuerte eine ganze Reihe ahnungsloser Helfer an, deren Bankkonto sie als Zwischenstation für das Geld missbrauchten. Von dort wanderte das Geld dann auf die eigentlichen Konten der Kriminellen. Indem sie eine Vielzahl unterschiedlicher Bankkonten nutzten, hofften die Gangster unentdeckt zu bleiben.
Ältere Antiviren-Programme erkennen den gefährlichen Zeus-Trojaner nicht. Zum Schutz ist es also besonders wichtig, aktuelle Antiviren-Software auf dem Computer einzusetzen. Im Fall des Zeus-Trojaners hilft zudem besondere Skepsis bei E-Mails unbekannter Herkunft. Gerade der Zeus-Trojaner verbreitet sich über Spam-Mails, die sich als wichtige Nachricht der eigenen Bank tarnen. Banken kommunizieren in der Regel nicht per E-Mail mit ihren Kunden. Wer den Verweisen in solchen E-Mails folgt, infiziert sich heimlich mit dem Schädling. Ob der Zeus-Botnetz-Trojaner bereits auf dem eigenen PC zugeschlagen hat, lässt sich mit dem Removal-Tool gegen Zeus-Bot schnell ermitteln.
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Monica schrieb:
am 30. September 2010 um 14:39:26
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@Rentner
Hiermit richte ich einen Spendetopf für den armen Rentner ein. Steht hier im Bericht irgendetwas über politische Parteien? Glauben
Sie es, dass die Roten, Grünen und die dunklen Roten in die Krisenzeiten es besser wie die jetzigen gemacht hätten? Weiter träumen! Es geht hier nur darum, dass immer noch viele Online-Banking Kunden, ungeschützt die Buchungen tätigen und sich dauernd wundern, warum die Konten geleert sind. Egal die Banken für den Schaden aufkommen oder nicht. Basta!!!
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Arme Sau schrieb:
am 29. September 2010 um 17:51:21
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Diebe
Genau wo nichts ist kann auch nichts gestohlen werden loool
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Stefan schrieb:
am 29. September 2010 um 17:37:05
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@Peter
Mitunter wird -bei Windows- die Hosts-Datei manipuliert in der nur steht: 127.0.0.1 localhost, wodurch dem Localhost die IP 127.0.0.1
-der eigene PC zugeordnet wird. Trojaner etc. tragen dann die URL's von bekannten Banken mit der IP ein, auf der die gefäschten Sites liegen. Da -es könnte ja der Localhost gerufen sein- die Hostdatei Vorrang vor DNS-Servern hat merkt man beim Eintippen der Domain der Bank nicht, woanders gelandet zu sein. Moderne Antivirensoftware sollte solche Attacken erkennen.
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