28.10.2010, 11:19 Uhr | Andreas Lerg
Ab dem 16. November sind Internetadressen mit ß erlaubt. (Symbolbild: t-online.de)
Das Internet wird wieder ein bisschen deutscher. Das scharfe S - also das ß - in deutschen Internetadressen wird ab Mitte November offiziell erlaubt sein. Damit hat die deutsche Domain-Verwaltung DENIC neben den seit einigen Jahren zulässigen Umlauten ü, ä und ö ein weiteres typisch deutsches Sonderzeichen Internet-tauglich gemacht.
Auf .de endende Internetadressen mit ß werden ab dem 16. November sofort erkannt und sind damit im Browser direkt erreichbar. Bisher werden Adressen die mit dem ß eingegeben werden, automatisch in ss umgewandelt. Das geschieht dann bald nicht mehr, sondern das ß ist ein gültiger Buchstabe in einer Internetadresse und unterscheiden sich damit von denen mit ss. Die DENIC startete unlängst die dreiwöchige so genannte Sunrise-Periode. In dieser Vorregistrierungsphase dürfen zunächst nur die Inhaber einer bereits bestehenden Adresse, die die Buchstabenfolge ss enthält, zusätzlich die passende Adresse mit dem ß registrieren. Nach dieser Phase ist es dann für jedermann möglich, Internetadressen mit "ß" zu registrieren. Bereits seit einigen Jahren sind deutsche Umlaute in Internetadressen zulässig. Davor mussten diese mit ae, oe und ue umschrieben werden.
Vor der Einführung der Sunrise-Perioden, war das Domain-Grabbing an der Tagesordnung. Bei diesem Domain-Grabbing versuchten Domain-Händler sich bei der Einführung neuer Domains möglichst viele bekannte Marken- und Firmennamen als Internetadresse zu sichern. Diese wurden dann für teures Geld an den Markeninhaber verkauft. Irgendwann schoben Gerichte dem Treiben einen Riegel vor, indem sie Domain-Grabber zwangen die Internetadressen an die Markenrechtsinhaber unentgeltlich zu übergeben. Mit der Einführung der Sunrise-Periode können jetzt die Markenrechtsinhaber ihre Internetadressen ungehindert reservieren. Dennoch blüht der Domain-Handel vor allem bei begehrten existierenden Internetadressen. So wechselte sex.com unlängst für 9,3 Millionen Euro den Besitzer.
Andreas Lerg
Dirk vom Berg schrieb:
am 1. November 2010 um 23:42:20
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Ich will auch ö - ä - ü - & sehen ist das so schwer
Wegen einer einigen Stimme sprechen wir als Weltsprache english und müssen die
Programmiersprache uns aufzwingen lassen ? Warum gibt es den soviele Programmierfehler ? Nah zuviel Oxfort english gehabt ...
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CT schrieb:
am 30. Oktober 2010 um 20:37:57
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ß
Wird ja allerhöchste Zeit, auch ä, ö, ü müßten für viele Anbieter selbstverständlich sein!
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Andreas schrieb:
am 29. Oktober 2010 um 10:34:45
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das wird Probleme geben
Viele aus dem Ausland werden an diese Mailadressen nichts schreiben können, weil es auf deren Tastaturen (wie auch
auf meiner schweizer Tastatur) einfach kein scharfes s gibt....
Da denken manche einfach nicht nach!!!
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