04.02.2010, 16:23 Uhr | Andreas Lerg
Dave Kiely bangt als vermeintlicher "Porno-Banker" derzeit um seinen Job.Der australische Banker David Kiely hat sich vor laufender Kamera heftig blamiert. In der Live-Übertragung der Nachrichtensendung 7 News betrachtete er statt steigender und fallender Aktienkurse freizügige Bilder des Modells Miranda Kerr. Der Mitschnitt fand sich in Windeseile auf YouTube wieder und wurde dort millionenfach angesehen. Kiely wurde unfreiwillig weltweit als "Porno-Banker"bekannt und bangte um seinen Job. Doch die Internet-Kampagne Save Dave hat ihn vor der Kündigung bewahrt.
Während Martin Lakos von der Macquarie Bank in Sydney im Vordergrund über Aktienkurse und Wirtschaftsmeldungen berichtet, sieht der aufmerksame Zuschauer im Hintergrund zahlreiche Monitore in einem Großraumbüro der Bank. Vor einem davon sitzt David Kiely. Der Zuschauer sieht, wie sich Outlook öffnet und dann zeigt sich ein Bild, dass das Modell Miranda Kerr in sehr spärlicher Kleidung präsentiert. Bald schon schaut Kiely sich die nächsten frivolen Bilder an. Irgendwann scheint ihm jemand gesteckt zu haben, dass er mit seiner Diaschau gerade live im Fernsehen bestaunt werden kann, denn nach einem erschrockenen Blick in Richtung Kamera hat das Spektakel ein Ende.
Der Ärger für Kiely aber fing damit erst an, denn die Macquarie-Bank kündigte an, sie nehme die "inakzeptable Nutzung der Technologie" sehr ernst, der Vorfall werde untersucht. Unterdessen hat die Finanz-Seite Here is the City News die Kampagne Save Dave gestartet, um dem als "Porno-Banker" gebrandmarkten Kiely zu helfen. Die Besucher der Seite wurden aufgefordert, eine E-Mail mit dem Betreff Don't fire David Kiely an die Bank zu schreiben. In der Mail sollen sie ein Plädoyer zu Gunsten des Bankangestellten halten und begründen, warum ihm nicht gekündigt werden soll. Mittlerweile hat sich auch Modell Miranda Kerr in Sachen Save Dave zu Wort gemeldet: "Ich habe erfahren, dass es eine Petition zur Rettung seines Jobs gibt, und natürlich werde ich die unterzeichnen." Ob es die Kampagne war, oder die Einsicht der Bank, Dave Kiely, so teilt die Zeitung Herald Sun mit, darf seinen Job behalten.
Es gibt sogar Gerüchte, dass Dave Kiely von Kollegen herein gelegt wurde. So soll er die Mail mit den Nacktbildern während der Live-Sendung zugeschickt bekommen haben. Nachdem er die ersten Bilder geöffnet hatte, soll kurze Zeit später dann eine Mail eingegangen sein, mit dem Hinweis Turn arround now - dreh dich jetzt mal um. Ob sich diese Theorie erhärten lässt, bleibt abzuwarten.
Andreas Lerg
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