27.10.2010, 13:16 Uhr | t-online.de
Das weltweite Spam-Aufkommen ist um ein Fünftel gesunken, nachdem die russische Polizei das Unternehmen eines der weltweit größten Versenders von Spam-Mails stilllegen konnte. Das meldet die New York Times. Der 31-jährige Russe wird verdächtigt, Hauptbetreiber von SpamIt.com zu sein – ein Unternehmen, das mit Milliarden Spam-Mails für Online-Apotheken und deren Potenzmittel-Angebote geworben haben soll. 50 Milliarden Viagra-Werbemails sollen im Auftrag des Unternehmens täglich verschickt worden sein. Damit ist nun vorerst Schluss.
Die New York Times meldet, dass seit dem 27. September jegliche Operationen von SpamIt.com gestoppt sind. Auf der Internet-Seite findet sich nur noch ein trotziger Spruch: "Der König ist tot, es lebe der König" steht dort in französischer Sprache. Der gesuchte Russe, Gründer und Hauptbetreiber von SpamIt, ist auf der Flucht und soll Russland bereits verlassen haben.
Der Mann hatte Geld damit verdient, im Auftrag von Online-Apotheken Werbung zu machen. Die operieren oft außerhalb des Gesetzes und verlassen sich für die Verbreitung ihrer Angebote fast ausschließlich auf Spam-Kampagnen. SpamIt organisierte dafür die Infrastruktur, indem das Unternehmen im Untergrund-Markt Kapazitäten von Botnetz-Betreibern einkaufte und über die zahllosen gekaperten Privat-PC seine Nachrichten verschicken ließ. Nun fällt mit SpamIt ein wichtiger Zwischenhändler in der undurchsichtigen Halbwelt der Spam-Versender aus.
Dabei interessiert die russische Polizei offiziell der Versand der Spam-Nachrichten wenig. Die Ermittler werfen dem geflohenen SpamIt-Betreiber vor, selbst eine eine Internet-Apotheke ohne Lizenz zu betreiben. Zudem sei das Unternehmen nicht registriert. Am Dienstag dieser Woche durchsuchte die Polizei die Wohnung des 31-Jährigen und beschlagnahmte drei Laptops sowie mehrere externe Festplatten und Speicherkarten. Die Aktion ist eine radikale Abkehr von der bisherigen Laissez-Fair-Politik – gegen Spam-Versender ist Russland bisher eher lasch vorgegangen.
Im Kampf gegen Spam bleibt aber noch viel zu tun, denn 200 Milliarden Massenmails landen immer noch ungefragt bei den Empfängern. Die Erfahrung zeigt zudem, dass nach einem Schlag gegen die Spam-Mafia das Mailaufkommen meist nur kurzfristig abnimmt. Die meisten Empfänger werden derartige Mails ungelesen löschen, aber nicht alle: Bei einer Menge von 50 Milliarden E-Mails täglich reicht den Versendern ein minimaler Bruchteil von Empfängern, die tatsächlich reagieren. Das Geschäft lohnt sich, die Spammer verdienen nicht schlecht. Auch die Strafen, die gegen gefasste Spam-Versender verhängt werden, machen das deutlich. Erst vor wenigen Wochen wurde ein kanadischer Spammer zu einer Millionenstrafe verurteilt.
t-online.de
Oo schrieb:
am 30. Oktober 2010 um 22:22:00
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spams?
also ich hab mehrere mail-accs und bekomme auf keinem spam, vll sollte der großteil hier mal überdenken wo er seine adresse
eindrägt?
Le roi est mort! Vive le roi! :P
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der Alte schrieb:
am 28. Oktober 2010 um 14:44:36
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Werbefirmen und Auftraggeber?
alle 5 Jahre Mindeststrafe und saftige Millionenstrafen dazu, nur so geht das!
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der Alte schrieb:
am 28. Oktober 2010 um 14:40:34
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Hacker und Spammer?
grundsätzlich für alle 5 Jahre Mindeststrafe und nach oben offen. Die PC-Kriminalität muss aufhöhren und mit dem Spam fängt es an
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