09.03.2010, 08:54 Uhr | t-online.de
Geschäftsführer der RTL Group Gerhard Zeiler (Foto: RTL Group) (Quelle: Hersteller)
RTL-Geschäftsführer Gerhard Zeiler glaubt nicht daran, dass sich private Fernsehsender mittelfristig finanzieren können, ohne Teile ihres Programms über ein Abo-Modell anzubieten. Das sagte der Chef der RTL Group auf einer Podiumsdiskussion in Düsseldorf. Mit Werbung alleine ließen sich keine Umsatzsteigerungen mehr erreichen, der Zuschauer müsste für besonders attraktive Angebote wie zum Beispiel das Sport-Programm zusätzlich zahlen.
In der Podiumsdiskussion, zu der die SPD in den Düsseldorfer Landtag gebeten hatte, zeigte sich Zeiler skeptisch, seine Sendergruppe auch in Zukunft weiter nur durch Werbeeinnahmen finanzieren zu können. Bei der derzeitigen Entwicklung könne das deutsche Privatfernsehen die Erlöse aus Werbeschaltungen bestenfalls auf dem gleichen Stand halten – vorausgesetzt, Bundesregierung und die Europäische Union beschränkten Werbung für Alkohol, Nikotin und sportliche Fahrzeuge nicht weiter.
Deshalb müsste sich das Privatfernsehen nach anderen Einnahmequellen umsehen. So böte es sich an, besonders attraktive Programme nur noch verschlüsselt und gegen Gebühr anzubieten: "Sportveranstaltungen wird es bald nur noch verschlüsselt geben", sagte Zeiler. Das sei auch eine Forderung der Rechtinhaber, die bei der Vergabe von Ausstrahlungsrechten oft Pay-TV-Sender bevorzugen. Derzeit strahlt RTL in Deutschland Großereignisse wie die Formel 1 und Teile der Fußballweltmeisterschaft 2010 aus.
Außerdem forderte Zeiler eine weitere Lockerung des Werberegeln für TV-Sender. So dürfe das Privatfernsehen nur zwölf Minuten Werbung pro Stunde ausstrahlen, während Internet-Anbieter neben ihren Video-Streams unbeschränkt Anzeigen schalten dürften. Das bisherige Rundfunkrecht orientiere sich noch an einer überkommenen Medienstruktur. Es geht davon aus, dass Rundfunk, Fernsehen und Printmedien unabhängig von einander arbeiten, während tatsächlich die Medien im Internet immer weiter verschmelzen.
Überhaupt sei das Internet eine große Gefahr für private Fernsehsender. Der Download frei zugänglicher Sendungen sei eine Form der "Piraterie", die Eigenproduktionen der Sender gefährde, weil solche Sendungen eigentlich durch mindestens eine Wiederholung im Fernsehen refinanziert werden müsse. Der Gesetzgeber müsse daher die Internet-Provider in die Pflicht nehmen und gegen solche Downloads vorgehen, sonst drohe den privaten Sendern ein ähnlicher Umsatzschwund wie der Musikindustrie.
Hochauflösendes Fernsehen gibt es bei den Privatsendern bereits nur im Rahmen eines Pay-TV-Modells zu sehen. RTL und Vox bieten seit dem 1. November zusätzliche HD-Kanäle an. Dort können die Zuschauer vor allem US-Serien in HD-Qualität genießen, unter anderem "Monk", "Dr. House" und "CSI: NY". Daneben werden Spielfilme wie "Die Bourne Verschwörung" und "Das Bourne Ultimatum" hoch auflösend über die Bildschirme flimmern
t-online.de
Sechs Flaschen 2006er Domaine la Casenove + vier Gläser für 39,- € statt 78,30 €. von Hawesko
Zwei Qualitätshemden Ihrer Wahl für nur 50,- € : 5 Jahre Garantie und Retoure kostenlos. zum Special
Testsieger-Patronen für Marken-
drucker im TÜV-geprüften Online-
Shop kaufen. mehr
Samsonite Trolleys, Reisetaschen und Accessoires: Voll gepackt mit guten Preisen von koffer-direkt.de.
Die kuriosesten Funde aus Google Street View. Foto-Show (73 Bilder)
Uhren, Taschenrechner und mehr: die besten Gadgets. zum Video
Internet Explorer 9: Flotter Seiten- aufbau bei voller Sicherheit. mehr