20.09.2010, 08:51 Uhr | Andreas Lerg
Musik- und Filmindustrie kämpft gegen Tauschbörsenseiten. (Foto: dpa)
Internet-Aktivisten haben die Internetseiten der US-Interessenverbände der Musik- und Filmindustrie und einer indischen Firma zur Bekämpfung von Filmpiraten lahmgelegt. Deren Geschäftsführer hatte zuvor angekündigt, notfalls auch mit Hacker-Methoden gegen Tauschbörsenseiten vorzugehen.
"Operation Payback", auf Deutsch "Aktion Heimzahlen", so nannten die Hacker-Gruppen 4Chan und Anonymous die massiven Angriffe gegen die Recording Industry Association of America (RIAA), die Motion Picture Association of America (MPAA) und die indische Firma AiPlex Software. Letztere bekämpft Filmpiraterie und setzt dabei selbst auch Hacker-Methoden gegen Tauschbörsenseiten ein. Die RIAA und MPAA sind die Interessenverbände der US-Musik- und Filmindustrie und gehen vor allem juristisch gegen Urheberrechtsverletzungen vor. So strengen beide Verbände immer wieder Klagen gegen die Betreiber von Tauschbörsenseiten an.
Bei den gezielten Angriffen handelte es sich um so genannte Distributed Denial of Service Attacken (DDoS). Dabei überfluten sehr große Mengen an Anfragen eine Internetseite und überlasten den Server auf dem diese gespeichert ist. Im Falle der RIAA, MPAA und AiPlex Software waren die DDoS-Angriffe erfolgreich und sorgten dafür, dass die jeweiligen Internetseiten mehrere Stunde lang offline waren. Mittlerweile sind die Seiten der RIAA und MPAA wieder verfügbar.
Auslöser der Angriffe soll eine Aussage des Geschäftsführers von AiPlex gewesen sein. Der hatte erklärt, sein Unternehmen sei beauftragt, gegen die Tauschbörse The Pirate Bay vorzugehen. Dabei werde man nötigenfalls auch zu aggressiven Maßnahmen wie DDoS-Angriffen greifen, um dem illegalen Filmtausch Einhalt zu gebieten. 4Chan und Anonymous verdächtigen die RIAA und MPAA, der Auftraggeber zu sein. Deshalb riefen die Hacker nach der Ankündigung des AiPlex-Chefs ihrerseits im Internet zum Angriff auf die Internetseite von AiPlex, RIAA und MPAA auf. Zumindest die indische Filmindustrie in Bollywood bedient sich mittlerweile solcher Firmen, die auch Hacker-Metoden gegen Filmpiraten einsetzen.
Andreas Lerg
Ludwig schrieb:
am 22. September 2010 um 09:28:16
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Gier und Größenwahn
bringen manche dazu, anderen das Leben schwer zu machen und nicht nur anderern, wie man jetzt sehen kann. Wenn man
alleine mal bei Wikipedia betrachtet, wieviel die 007-Filme heute im Gegensatz zu den 80er einspielen, brauchen die sich bestimmt nicht zu beschweren und die sogenannte Grauzone sorgt für weitere Umsätze, denn die zuvor heruntergeladenen Filmchen werden oft genug bei Gefallen dann auch als Original gekauft (Werbe-Effekt). Ps. Hacker, macht das auch mal bei den Abzockseiten. MfG...
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superolli schrieb:
am 21. September 2010 um 21:40:50
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Hackers
Hallo??? was haben denn Hacker mit illegalen Filmen zu tun? Filme werden doch net gehackt. Die werden in Kinos aufgenommen meist in
schlechter Quali und mit neuem Ton versehen. Das kann ja jeder Laie. Hacker die was auf sich halten geben nichts auf Tauschbörsen und bleiben unter sich.
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Ich schrieb:
am 21. September 2010 um 17:03:11
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Umsatzrückgang
>>>Ich finde die Filmproduzenten sind selbst schuld an ihrem Umsatzrückgang.
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