Spiegel Online
RealNetworks beerdigt den DVD-Kopierer (Quelle: dpa)
Auf knapp zwei Jahre Rechtstreit folgt nun das endgültige Aus: Der US-Software-Anbieter RealNetworks wird ein umstrittenes Programm zum Rippen von DVDs nicht mehr vertreiben.
Die Argumentation klang überzeugend: Vor Gericht erklärte RealNetworks, dass Kunden mit der Software RealDVD bis zu 70 Sicherheitskopien ihrer rechtmäßig erworbenen DVDs auf die Festplatte ziehen. Dazu haben sie ein Recht, genauso wie beim Digitalisieren der eigenen CDs mit Musikdatenbanken wie iTunes.
Das hat das Gericht nicht umgestimmt. Dessen Ansicht: Nach US-Recht ist es nicht erlaubt, Kopierschutzmechanismen zu umgehen. Also könne RealDVD auch nicht vertrieben werden. Schritt für Schritt, Antrag für Antrag verlor RealNetworks den Streit um RealDVD. Sechs Hollywood-Studios hatten gegen den Vertrieb der Software geklagt.
Nun gibt RealNetworks auf: Man hat sich mit der Hollywood-Lobbyorganisation MPAA geeinigt. 4,5 Millionen Dollar zahlt RealNetworks den Filmstudios für deren Anwaltskosten, verzichtet auf den Vertrieb des DVD-Rippers und verpflichtet sich, ähnliche Programme in Zukunft nicht mehr anzubieten.
Angesichts vieler illegaler und einiger legaler Streaming- und Download-Angebote für Filme im Netz verlieren DVD-Ripper auf mittlere Sicht aber ohnehin an Bedeutung. Ein kleiner Sieg für Hollywood, ein generelles Ärgernis für zahlende Kunden, die sich vorschreiben lassen müssen, wie, wo und mit welchen Geräten sie nun genau die von ihnen gekauften Filme gucken dürfen.
Das US-Urteil entspricht allerdings auch hiesigen Rechtsauffassungen. So verbietet das novellierte Urheberrecht auch in Deutschland das Umgehen funktionierender Kopierschutzmechanismen. Noch darüber hinaus gehen sogenannte DRM-Systeme (Digitales Rechte-Management): Damit definieren Anbieter die Nutzungsbedingungen der von ihnen verkauften Waren, schränken beispielsweise die Nutzung auf bestimmten Abspielgeräten ein. Aus Sicht der Anbieter DRM-geschützter Waren kauft man mit einer CD oder DVD nicht etwa Musik oder Film selbst, sondern eine Lizenz zu deren Nutzung, die man per DRM Bedingungen unterwerfen kann.
Quelle: Spiegel Online
mimose12345 schrieb:
am 9. März 2010 um 18:57:43
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Na und?
DRM hat sich bei Musik nie durchgesetzt - die Kunden blieben weg. Wird der Film gestreamt kann mans abfangen und aufzeichnen oder vom
Monitor capturen. Oder man greift die Signale aus dem Monitor ab und zeichnet so auf. Oder man hält eine Videokamera vor den Monitor und nimmt so auf.
Das System nur gegen Geld wiederholt einen Film anzuschauen hat noch nie funktioniert. Das wird auch Hollywood noch lernen zumal die Zeiten von Straßenfegern schon lange vorbei sind.
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Curva schrieb:
am 5. März 2010 um 11:15:19
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DVD-Kopierer
Die heutigen Filme sind doch alle Mist.Ich bin nicht bereeit,dafür auch nur einen Euronen auszugeben.Mir reicht der Mist
welcher im TV läuft.Sollen sie doch die Scheiben ganz schwarz machen.Die Filmindustrie liefert Mist,will ihn teuer bezahlt haben und dem User noch die Geräte und Benutzung vorschreiben.Lächerlich
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SET schrieb:
am 5. März 2010 um 10:48:43
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DVD Ripper
Wo einer untergeht entstehen 3 neue. Ein Glück gibt es in der heutigen Zeit keine guten Filme mehr, so dass DVD Ripper
überflüssig werden. Ich fände es gut wenn die Industrie gewinnt, so merken die dann endlich, dass für deren Filme keiner zahlen will.
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