21.06.2010, 09:24 Uhr
Die geheime Welt der Raubkopierer: Piraten arbeiten in einer Parallelwelt (Symbolbild: t-online.de) (Quelle: t-online.de)
In Schweden hat die Polizei drei Männer festgenommen, die nach Aussagen von Experten einen der größten Server zur Verbreitung von Raubkopien in Europa betrieben haben sollen. Das berichtet die schwedische Tageszeitung Dagens Nyheter. Den drei Männern wird vorgeworfen, unter dem Namen "Darkside" einen so genannten Warez-Server betrieben zu haben. Diese Server sind zentral für den Untergrund der Raubkopierer und damit auch die Verbreitung illegaler Musik- oder Filmkopien über Filesharing-Dienste. Schwedens private Piratenjäger bejubeln die Festnahmen schon als großen Schlag gegen die Piraten-Szene.
Ursprünglich hatte die Polizei vier Verdächtige verhaftet, musste einen der Männer jedoch wieder freilassen, nachdem sich der Anfangsverdacht nicht bestätigt hatte. Die drei Übrigen, die nach Angaben von Dagens Nyheter vierzig Jahre und älter sein sollen, sollen unter dem Namen "Darkside" einen so genannten Warez-Server betrieben haben. Warez-Server oder Topsites sind wichtige Teile der Infrastruktur des internationalen Piraten-Netzwerk. Hier werden jene exklusiven Raubkopien zuerst gehandelt, die später in Tauschbörsen landen und dort massenhafte Verbreitung finden. Die Betreiber legen größten Wert auf Geheimhaltung und Sicherheit, während Piratenjäger diese Server zuerst lahm legen wollen – ohne sie kann die Piraten-Szene schließlich nicht mehr funktionieren.
Umso mehr feiert die schwedische Interessengruppe Antipiratbyran den Schlag gegen Darkside. Die Gruppe, die einst für den Kampf gegen die weltgrößte Filesharing-Seite Pirate Bay gegründet worden war, hatte die Gruppe hinter Darkside überwacht, IP-Adressen und andere Informationen gesammelt und schließlich der Polizei übergeben. Bei dem Server soll es sich nach Überzeugung der Experten von Antipiratbyran um einen der größten handeln, der je enttarnt werden konnte. "Dark Side hat eine gigantische Kapazität", sagte der Vorsitzende der Gruppe, Henrik Pontén im Interview mit Dagens Nyheter. "Dies ist der größte Fall von dem wir bisher wissen, definitiv in Schweden und vielleicht sogar in ganz Europa."
Pontén bewertet den Schlag gegen Darkside als großen Erfolg, der die Verbreitung von Raubkopien zumindest auf absehbare Zeit schwieriger machen werde. "Diese Art von Aktion hat direkte und dramatische Auswirkungen auf die Zahl der Urheberrechtsverletzungen", so Ponten. In der Zwischenzeit teilte der mit dem Fall betraute Staatsanwalt Frederick Ingblad, dass die Verdächtigen bereits einige der gegen sie erhobenen Vorwürfe eingeräumt hätten.
Another User schrieb:
am 20. Juli 2010 um 01:26:28
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Wo soll das Geld herkommen?
Da jammern die Software-Hersteller, Musikunternehmen und Filmverleihe von Schäden in Milliardenhöhe wegen
unerlaubten Kopierens. Ja, ich bin auch der Meinung, dass Leistung bezahlt werden muss, aber sie muss eben auch bezahlbar sein.
Wenn nun behauptet wird, es wäre ein Schaden in dieser unvorstellbaren Höhe entstanden, dann frage ich mich nur, wo das Geld hätte herkommen sollen. Wer hätte das Geld hierfür ausgeben können? - Niemand! Und genau deshalb ist dieser Schaden so auch nicht entstanden!
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Knut schrieb:
am 23. Juni 2010 um 11:51:17
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Raubkopien, wenn ich das schon höre könnt ich k...zen!
Der ganze Hype über Raubkopien geht mir mächtig auf den Keks! Nicht falsch
verstehen, ich verwende nur Originalprogramme, aber was die Jagt nach Raubkopierern für Blüten triebt geht auf keine Kuhhaut. Ich habe mir im Fachhandel vor ein paar Jahren das Programm Photoshop zugelegt und wollte es jetzt bei ebay verkaufen. Die behaupten, der bei Adobe registrierte Artikel sei eine Raubkopie und ich dürfte ihn nicht verkaufen. Ist jetzt auch der Verkauf von gebrauchter Software per se verboten? :(
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R2D2 schrieb:
am 22. Juni 2010 um 00:38:25
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Komische Kommentare hier
Also Leute denkt doch mal bevor Ihr schreibt. Entwickelte Software kostenlos zur Verfügung stellen : na klar doch!!
Und der Bäcker um die Ecke verkauft sein Brot auch nicht mehr sonern verschenkt es.
Hallo in software wie Adobe oder Microsoft stecken auch mal eben mehrere Milliarden an Entwicklung, da Arbeiten hunderte Personen dran die auch kein Geld bekommen oder wie ?
Die Preise sind auch mal Versionsabhängig. Da muss sich keiner Win7 Ultimate kaufen wenn es Home auch tut. Also mal Nachdenken
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