02.07.2010, 08:16 Uhr | dpa
Phisher prellen Kraftwerksbetreiber um drei Millionen Euro. (Symbolfoto: dpa) (Quelle: dpa)
Eine unbekannte Phishing-Bande hat deutsche Kraftwerksbetreiber um etwa drei Millionen Euro bestohlen. Online-Kriminelle schöpften mit gefälschten Internet-Seiten die Emissionsrechte ihrer Opfer ab und erbeuteten so das Geld. Nun verklagen die Geprellten nicht die Täter, sondern das Umweltbundesamt, und werfen der Behörde zu lasche Sicherheitsstandards vor.
Nach einer weltweiten Internet-Attacke gegen den Emissionshandel wollen einige Opfer das Umweltbundesamt auf Schadenersatz verklagen. "Wir werden diesen Vermögensverlust nicht einfach hinnehmen", sagte der Chef der Firma Drewsen Spezialpapiere, Thomas Katzenmayer, der Financial Times Deutschland (Freitag). Drewsen hat dem Bericht zufolge durch den Angriff Ende Januar Zertifikate im Marktwert von 1,2 Millionen Euro eingebüßt. Eine Berliner Kanzlei bereite derzeit eine Schadenersatzklage vor. Das gelte auch für weitere Opfer.
Betrüger hatten bei der Internet-Attacke gegen den Emissionshandel mit Verschmutzungsrechten gut drei Millionen Euro Beute allein in Deutschland gemacht. Der Erwerb von CO2-Zertifikaten (Verschmutzungsrechte) berechtigt Kraftwerksbetreiber und energieintensive Industrie wie auch Papier- und Zementfabriken zum begrenzten Ausstoß von Kohlendioxid.
Bei der Phishing-Attacke im Januar schöpften Betrüger dem Bericht zufolge die Emissionsrechte mit Hilfe gefälschter Internetseiten ab. Katzenmayer warf der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt), einer dem Bundesumweltamt unterstehenden Behörde, vor, bei den Sicherheitsstandards zu lasch zu sein.
Quelle: dpa
Hertel schrieb:
am 5. Juli 2010 um 10:59:49
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Peter Schrieb: Pishing-Opfer ..
Da hat es ja anscheinend die richtigen erwischt. Dumm ist nur, daß die Gewinner sicher keine Wohltaten für
die verdiente Allgemeinheit vorhat. Und wenn die abgezockten nicht zeitgleich gegen die Abzocker vorgehen geben sie zum Besten, daß sie zur selben Kategorie gehören. Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Vieleicht haben sie ja Verbindung zu den Pishern und wollen doppelt kassieren.
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bmw15ps schrieb:
am 5. Juli 2010 um 10:35:12
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Pishing
Die Täter verklagen die Täter - und die Opfer bezahlen wieder! Anders kann man das nicht bezeichnen, wenn der Staat veklagt und
ggf. verurteilt wird, dann bezahlt doch der Steuerzahler wieder das Ganze. Wie überall - Leute ist das denn noch fassbar?
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Basplayer schrieb:
am 3. Juli 2010 um 08:51:44
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Phishing-Opfer
Die Abzocker regen sich darüber auf, das sie abgezockt wurden. Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man darüber nur
lachen. Die Moral sinkt immer tiefer.
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