28.06.2011, 14:53 Uhr | Andreas Lerg
Phisning-Betrüger muss 13 Jahre ins Gefängnis. (Symbolfoto: imago)
Ein amerikanischer Phishing-Betrüger muss für 13 Jahre ins Gefängnis. Er war den Ermittlern im Jahr 2009 bei der groß angelegten Operation Phish Phry als einer von 100 Verdächtigen ins Netz gegangen. Zusammen mit ägyptischen Hackern hatte er die Bankkonten seiner Opfer geplündert.
Das Bezirksgericht Los Angeles hat den 27-Jährigen am vergangenen Freitag wegen methodischen Phishing-Betruges zu einer Haftstrafe von elf Jahren verurteilt. Doch wegen einer anderen Bestrafung wegen Marihuana-anbaus muss der Amerikaner insgesamt 13 Jahre lang ins Gefängnis. Im Verfahren bekannte er sich des Bank- und Computerbetruges, des Identitätsdiebstahls, der Verschwörung und der Geldwäsche in 49 Fällen für schuldig.
Der Verurteilte war der führende Kopf bei einer Phishing-Masche, die er zusammen mit ägyptischen Hackern betrieb. Die Bande verschickte offiziell wirkende E-Mails an Kunden der US-Banken Bank of America und Wells Fargo. Die E-Mails lockten die Opfer auf gefälschte Internetseiten auf denen dann die Zugangsdaten für das Online-Banking sowie weitere sensible Daten abgefragt wurden. Im Anschluss plünderten die Täter die Konten der Opfer und überwiesen das erbeutete Geld über angeheuerte Mittelsmänner nach Ägypten. Laut dem US-Justizministerium Departement of Justice entstand insgesamt ein Schaden von mehr als einer Millionen US-Dollar (über 700.000 Euro).
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Zwei Jahre lang ermittelten FBI, US-Staatsanwaltschaft, die Electronic Crimes Task Force in Los Angeles und ägyptische Kriminalbehörden, um die Phishing-Betrüger zu entlarven. In der "Operation Phish Phry" nahmen Ermittler in den USA und Ägypten insgesamt 100 Personen fest. Bis jetzt wurden bereits 47 weitere Personen verurteilt, die in den Betrug involviert waren.
Auch in Deutschland sind immer wieder solche Mails in Umlauf, mit denen die Zugangsdaten zu Bankkonten ergaunert werden sollen. Keine Bank fordert Kunden per E-Mail zur Angabe ihrer persönlichen und geheimen Daten auf. Nutzer, die verdächtige E-Mails bekommen, können beim Kampf gegen Phishing mithelfen. Die Verbraucherzentralen betreiben als Frühwarnsystem gegen betrügerische E-Mails das so genannte Phishing-Radar. Der Nutzer leitet die verdächtige E-Mail einfach an die Adresse phishing@vz-nrw.de weiter oder trägt sie im Phishing-Forum öffentlich ein.
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Andreas Lerg
13 jahre für Phishing schrieb:
am 22. Juli 2011 um 15:49:13
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13 Jahre für Phishing
Soviel gibts in D gerade mal für Mord, für Phishing müsste der 13x Laub harken vorm Altersheim, aber nur im
Wiederholungsfalle. Die Blödheit des Phishers ist, dass er nicht nach D kam, um zu phishen.
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siggi schrieb:
am 29. Juni 2011 um 06:38:52
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13 Jahre.
Solche Strafen müssten in Deutschland auch gelten,zumindest bei Internetverbrechen.
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jonny-58 schrieb:
am 28. Juni 2011 um 19:33:47
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haftstrafe
hoffentlich hat er in der haftanstalt einen internetzugang ;-((
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