23.06.2010, 12:43 Uhr | AFP
Hacker Croll erriet Passwort von Barack Obamas Twitter-Konto (Bild: AFP) (Quelle: AFP)
François C. ist kein Informatikgenie, aber gut im Suchen und Raten. So hat er es geschafft, den Kurznachrichtendienst Twitter zu knacken, und sich Zugang zu den Nutzerkonten von Barack Obama und Britney Spears verschafft. Monatelang ließ sich der 23-jährige Arbeitslose als Hacker Croll im Netz bewundern, während er in der zentralfranzösischen Kleinstadt Beaumont bei seinen Eltern wohnte. Ab Donnerstag steht er vor Gericht.
Dem jungen Mann wird in dem Verfahren im zentralfranzösischen Clermont-Ferrand das "Eindringen in Computersysteme" vorgeworfen. Ihm drohen bis zu zwei Jahre Haft. Nicht nur wegen dem geknackten Obama-Twitter-Konto wurde Hacker Croll im Internet zur Berühmtheit. Im vergangenen Juli lieferte er der US-Website TechCrunch auch 310 firmeninterne Dokumente über die Strategie von Twitter. Auch in die soziale Netzwerk Facebook oder E-Mail-Dienste wie G-Mail von Google soll er eingedrungen sein.
"Er bedauert, was er gemacht hat", sagt sein Anwalt Jean-François Canis. Doch ein finanzieller Schaden sei durch C. nicht entstanden. Er habe sein Wissen nicht ausgenutzt, um Betrugsdelikte zu begehen. Tatsächlich haben Twitter, die US-Regierung und andere Betroffene darauf verzichtet, in dem Verfahren als Nebenkläger aufzutreten.
Nach seiner spektakulären Festnahme im März zeigte sich schnell, dass Hacker Croll relativ harmlos ist. Er schrieb keine Spionage-Programme oder hebelte Schutzvorrichtungen durch ausgeklügelte Informatik-Tricks aus. C. sei "kein Hacker im eigentlichen Sinne", stellte die Staatsanwaltschaft fest. "Er ist in ein Haus eingedrungen, dessen Tür offenstand."
Er verbringe "mehr als zehn Stunden am Tag im Internet", sagt C. der Nachrichtenagentur AFP nach seiner Festnahme. Twitter habe er geknackt, indem er sich Zugang zu den E-Mail-Konten von Mitarbeitern verschafft habe. "Ich machte das, indem ich die Passworte erriet." Das ist die Masche von Hacker Croll: Er sucht das Internet nach persönlichen Informationen über Zielpersonen ab und baut daraus mögliche Passwörter, etwa aus den Namen der Kinder oder der Haustiere. Nachdem er an die E-Mail-Konten der Twitter-Mitarbeiter gelangt sei, bekam er in einer Nacht im April vergangenen Jahres dann auch die Passwörter zur Verwaltung des Kurznachrichtendienstes heraus. Er habe daraufhin die Nutzerkonten etwa von Barack Obama oder US-Star Britney Spears besucht, Bildschirmkopien gemacht und diese ins Netz gestellt, sagte C. im März. "Alle haben geglaubt, dass das ein Witz war, bis Twitter Klage eingereicht hat."
Doch ein knappes Jahr später wurde es ernst für C. Ziemlich verschreckt sei ihr Sohn gewesen, als Ende März plötzlich französische Fahnder mit vier Beamten der US-Bundespolizei FBI vor der Tür gestanden hätten, sagte seine Mutter. Ein Gutes hatte es jedenfalls, dass C. so medienwirksam aufflog. Nach Angaben seines Anwalts hat er inzwischen seinen ersten Job als Informatiker. Ob er den behalten kann oder zumindest zeitweise aufgeben muss, wird jetzt vor Gericht entschieden.
Quelle: AFP
MOMO31 schrieb:
am 1. Juli 2010 um 17:37:03
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Twitter-Passwort
Man sollte das passwort eh' regelmäßig ändern, dann sucht sich der Jung dumm und dämlich..............
Aber im Grunde
ist es kein Vergehen, er hat niemanden geschadet.
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jaja schrieb:
am 30. Juni 2010 um 17:48:30
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@ Kein Migtlied mit den Opfern
Wer lesen kann ist klar im Vorteil: Er hat nicht die Passwörter von Obama und Britney Spears geknackt sondern die der Twitter Mitarbeiter...
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Kein Migtlied mit den Opfern schrieb:
am 29. Juni 2010 um 20:30:34
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Obama und Co. sind selber schuld
Wenn mann seine Passwörter so bescheuert wählt, gehörts einem ja nicht anderes. Da wäre ja alles andere
Sinnvoller, vorallem das was schweiriger rauszubekommen ist, z.B.: Perso Nummer; zufällige Walhl von Zahlen; Kreditkarten Passwort,.....
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