07.08.2008, 09:53 Uhr | Sascha Plischke
Knol soll zur professionellen Wissensdatenbank werden. (Quelle: t-online.de)Google auf Einkaufstour: Für seinen neuen Wissensdienst Knol will der Suchmaschinenriese jetzt die passende Internetadresse erwerben. Die befindet sich im Besitz des Niederländers Hilco Knol, der über knol.com Reinigungsgeräte verkauft. Jackpot für den Inhaber – Google soll schon bis zu einer Million Euro geboten haben.
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Bisher ziert sich Knol noch, die Seite abzugeben. Schließlich wäre mit einem Verkauf auch eine Namensänderung für sein nach ihm benanntes Unternehmen erforderlich – und das ist mit weiteren Kosten verbunden. Sicher ist aber, dass Google Knol den Abschied von seinem Firmennamen vergolden wird: Mit einer Million Euro lässt sich so manche Unannehmlichkeit verschmerzen.
Google gründet professionelle Wissensdatenbank
Mit Knol startete Google ein eigenes Wissensportal. Der Name leitet sich von dem englischen Begriff Knowledge ab, der Wissen bedeutet. Das soll vor allem Menschen zum Schreiben ermutigen, die zu einem bestimmten Thema über Expertenwissen verfügen. "Millionen Menschen wissen viele nützliche Dinge und Milliarden können von diesem profitieren", so die Google-Manager Cedric DuPont und Michael McNally. Größter Unterschied zu Wikipedia: Nutzer können Artikel nicht verändern, da diese fest mit einem Autoren verbunden sind. Nach und nach soll so eine fundierte Wissens-Datenbank mit professionellen Artikeln entstehen. Fehlt nur noch der prägnante Domain-Name – egal was es kostet.
In Domain-Namen steckt viel Geld
Dabei ist das Google-Angebot für knol.com noch eher niedrig. 2006 zum Beispiel übernahm die Firma Escom LLC die Domain Sex.com für elf Millionen US-Dollar. Das Bostoner Unternehmen ist in der Erwachsenenunterhaltung tätig und nutzt den eingängigen Namen für ihr Geschäft. Dagegen hören sich die sechs Millionen Euro, die eCompanies 1999 für die Domain Business.com bezahlt haben, geradezu mager an. Auf jeden Fall stecken in prägnanten Seitennamen eine Menge Geld. So kostete das einprägsame Beer.com den belgischen Bierbrauer Interbrew knapp 5,4 Millionen Euro.
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Sascha Plischke
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