23.02.2009, 11:47 Uhr | Bela Beier
NVIDIA Tegra (Foto: NVIDIA)Netbooks waren gestern: Mobile Internet Devices (MIDs) sollen so groß sein wie ein Smartphone und neben dem mobilen High-Speed-Internet auch Multimedia in HD-Auflösung bieten. Das will Nvidia mit seiner neuen Tegra-Plattform ermöglichen – und dazu noch die vierfache Akkuzeit bieten.
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Um das zu erreichen setzt Nvidia auf eine Ein-Chip-Lösung. Die Tegra-Plattform vereint Prozessor, Grafikprozessor und Steuermodule für Arbeitsspeicher und Multimedia-Anschlüsse. Außerdem regelt der nur 18 Millimeter große Tegra gleich noch den Datenverkehr über WLAN und Mobilfunknetz. Große Computer brauchen dafür ein ganzes Mainboard mit verschiedenen Chipsätzen.
Seine wahren Qualitäten soll der Tegra vor allem im Grafikbereich ausspielen. Der Grafikchip soll laut Nvidia Videos in Full-HD-Auflösung ruckelfrei wiedergeben können. Das schaffen die meisten Netbooks nicht. Dazu unterstützt der Tegra einige Standard-Formate für die Video-Wiedergabe. So soll der Chip Formate Microsofts WMV 9 oder MPEG-4 unterstützen. Daneben sollen mit dem Tegra auch schicke 3D-Spiele möglich sein. Dafür unterstützt der Chip Microsofts Direct 3D und soll zahlreiche Effekte erlauben, die bisher nur auf Spielekonsolen zu sehen waren.
Damit bei dieser versprochenen Grafikpracht nicht sofort der Akku aufgibt hat Nvidia den Tegra besonders sparsam gemacht. Zehn Stunden HD-Video oder einhundert Stunden Audio verspricht der kalifornische Chiphersteller. Das wäre beinahe doppelt so lange wie bei aktuellen Netbooks. Maximal 200 Milliwatt soll der Tegra unter Höchstlast verbrauchen. Nvidia will diese beachtlichen Werte mit einer cleveren Prozessorarchitektur erreichen. Der Rechenkern basiert auf 65-Nanometer-Technologie, der Grafik-Kern des Tegra arbeitet mit der "Ultra-Low-Power-GeForce"-Technologie, die besonders sparsam im Stromverbrauch soll.
Intels Atom-Prozessor will Nvidia mit dem Tegra jedoch keine Konkurrenz machen. Der Atom-Prozessor ist neben einem geringen Verbrauch und günstigen Preis auf Desktop-Aufgaben optimiert und wird vor allem in Netbooks eingesetzt. Und dort arbeitet der Atom wunderbar mit den Nvidia-Grafikchips vom Typ IOn zusammen. Doch alle Geräte, die kleiner sein sollen als Netbooks könnten bald mit dem Nvidia-Aufkleber im Regal stehen.
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Bela Beier
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