14.02.2012, 10:47 Uhr | dpa
Telekom-Ausrüster Nortel: Jahrelang von Hackern ausspioniert. (Quelle: ddp)
Mutmaßliche chinesische Hacker haben laut einem Zeitungsbericht über viele Jahre ausgiebigen Zugang zum Computersystem des Telekom-Ausrüsters Nortel gehabt. Dank sieben gestohlener Passwörter von Top-Managern habe es für die Eindringlinge vom Jahr 2000 bei Nortel kaum Geheimnisse gegeben, berichtete das "Wall Street Journal".
Sie hätten "Zugang zu allem gehabt", sagte Brian Shields, der Manager, der seinerzeit die Prüfung bei Nortel geleitet hatte. Über die Jahre seien Massen an technischer Dokumentation, Entwicklungsberichten, Geschäftsplänen und E-Mails heruntergeladen worden. "Sie hatten jede Menge Zeit", sagte Shields. "Sie mussten sich nur aussuchen, was sie haben wollten." Unter den sieben Passwörtern sei auch das vom damaligen Konzernchef gewesen. Die Angreifer seien nie identifiziert worden, aber sie scheinen aus China gearbeitet zu haben, hieß es.
Die Spionage-Software sei so tief in den Computern einiger Mitarbeiter versteckt gewesen, dass es Jahre gedauert habe, bis dem Unternehmen das Ausmaß des Problems bewusst geworden sei. Der Einbruch wurde laut dem Untersuchungsbericht erst 2004 entdeckt, als Fragen aufkamen, weil ein ranghoher Manager einen für ihn ungewöhnlichen Satz an Dokumenten heruntergeladen zu haben schien. Als dieser davon selbst überrascht war, wurde klar, dass etwas nicht stimmt. Danach wurden Computer festgestellt, die immer wieder Daten an Internet-Adressen in Schanghai verschickten.
Hilfreiche Tipps: So erstellen Sie ein hackersicheres Passwort, das Sie sich auch merken können. zum Video
Dem Bericht zufolge unternahm Nortel zunächst so gut wie nichts, um den Abfluss der Informationen zu stoppen, außer die sieben Passwörter zu ändern. Der langjährige Nortel-Chef Mike Zafirovski sagte der Zeitung, das Thema sei lange nicht erstgenommen worden. Nortel war 2009 pleitegegangen, auch als Folge der damaligen Finanzkrise. Der kanadische Netzwerk-Gigant wurde zerschlagen und die Firmenteile von diversen Rivalen aufgekauft. Der pikante der Teil der Geschichte ist, dass Nortel laut Shields vor Beginn des Ausverkaufs weder die Eindringlinge gestoppt noch den Interessenten etwas von dem Problem erzählt habe. Möglicherweise hätten sie den Hacker-Angriff sozusagen gleich mit gekauft.
Quelle: dpa
Hugoline schrieb:
am 15. Februar 2012 um 09:48:15
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China-Hacker
Wer hier an Zufall glaubt, ist selber Schuld. Jens hat recht. Die handeln im Auftrag des zunständigen Ministeriums,
wahrscheinlich für Wirtschaft. Sie warten nicht erst darauf, dass die dummen Wirtschaftsbosse(Einkauf)ihnen die Daten, Konstruktionen, Teile u.s.w. freiwillig hin schleppen, sondern wollen schon einen Vorlauf haben, damit das Prtodukt früher auf dem Markt ist, um zu tun, als ob sie es bereits entwickelt hätten. Siehe Buss, Maschinen usw.. M;ich wundert nichts, aber auch garnichts.
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jens schrieb:
am 15. Februar 2012 um 08:23:41
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china-hacker
Das sind nicht einfach hacker, das sind doch schon staatsbeamte chinas.
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