10.09.2010, 08:42 Uhr | Sascha Plischke
Neuer Wurm verbreitet sich rasend schnell (Montage: t-online.de)
Ein neuer Computer-Schädling verbreitet sich rasend schnell per E-Mail. Er nutzt dabei die Taktiken von Computer-Würmern, die Ende der Neunziger Jahre ihre Hochzeit hatten. Damals hatten Schädlinge wie der "I love you"-Wurm in kurzer Zeit rund um den Globus für den Ausfall zahlreicher Computersysteme und damit zu Millionenschäden geführt. Der aktuelle Virus muss für eine Infektion durch den Anwender aktiviert werden und verbreitet sich nicht ganz so schnell und verheerend wie seine Vorbilder. Dennoch zeigt die aktuelle Epidemie, dass die für ausgestorben gehaltene Schädlingsart Wurm ein Comeback feiern könnte – auch dank neuer Übertragungswege.
Der aktuelle Wurm verbreitet sich in E-Mails mit dem Betreff "Here you have". Solche Betreffzeilen ändern sich jedoch im Verlauf einer Epidemie, weitere Wellen mit regional angepassten und übersetzten Betreffzeilen sind möglich. Der derzeit noch englischsprachige Text kündigt entweder ein gewünschtes Dokument als auch angehängte Porno-Inhalte an. Allerdings verweist der in der E-Mail enthaltene Link eine als PDF getarnte Screensaver-Datei, die den Schädling aktiviert, sobald sie geöffnet wird. Die Schadsoftware verschickt sich daraufhin selbst an alle im System gespeicherten E-Mail-Adressen und nistet sich im Computer ein. Von dort kopiert er sich unbemerkt auf jedes angeschlossene USB-Laufwerk und verbreitet sich so weiter. Dafür muss der Anwender jedoch das automatische Ausführen von Autorun-Dateien erlaubt haben.
Sicherheits-Dienstleister Trend Micro warnte, der neu entdeckte Computer-Wurm schleuse weitere Schadsoftware auf den befallenen PC ein und könne sogar ein installiertes Antiviren-Programm abschalten. Mittlerweile haben Anbieter zwar die gefährliche, in der E-Mail verlinkte Screensaver-Datei von ihren Servern entfernt, es ist allerdings nur eine Frage der Zeit, bis die kriminellen Hintermänner der Mail neuen Speicherplatz für ihre Schadsoftware gefunden haben.
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Dieser Art von Angriff lässt sich daher recht einfach begegnen. Öffnen Sie keine Dateien aus E-Mails, die sie von unbekannten Absendern erhalten haben. Aber auch bei bekannten Absendern sollten Sie sich vorsehen, da bei einer Wurm-Attacke auch E-Mails von Bekannten und Freunden infiziert sein können. Deshalb ist es zusätzlich sinnvoll, ein aktuelles Anti-Viren-Programm zu installieren und es mit Updates auf dem neuesten Stand zu halten. Es ist dann eher in der Lage, neue Schädlinge wie den aktuellen Wurm zu erkennen und sie an der Installation zu hindern.
Bei einer Infektion über den USB-Anschluss nutzen die Angreifer aus, dass Windows beim Anschluss von USB-Geräten an den Computer auf die Autorun.inf-Datei zurückgreift. Sie liegt im Hauptverzeichnis des Geräts und ermöglicht es, Dateien oder Anwendungen vollautomatisch bei einer Verbindung zum PC zu starten. Die Computer-Schädlinge sind so programmiert, dass sie die Autorun.inf-Datei manipulieren, damit auch Schädlinge auf dem USB-Gerät vollautomatisch gestartet werden. Der PC wird auf diese Weise unmittelbar nach Anschluss des Gerätes infiziert. Ein Wurm wartet dann auf den Anschluss weiterer USB-Geräte, auf die er sich kopiert, um so auf weitere Computer zu gelangen.
Besonders Unternehmen sind von dieser Art Angriff betroffen. Für Online-Kriminelle ist eine Infektion über USB-Geräte der perfekte Weg, um ihre Spionage-Software an den ausgeklügelten Sicherheitsmaßnahmen der Konzerne vorbei zu schleusen. Damit werden jedoch auch private Computer zum Ziel: Infiziert ein Mitarbeiter seinen privaten Computer oder einen im Heim-Netzwerk genutzten Arbeits-PC, kann er den Schädling unbemerkt ins Netzwerk seines Arbeitgebers einschleppen. Den Kriminellen spielt dabei in die Hände, dass immer mehr Geräte auf den USB-Standard setzen, auch zum Laden des Akkus.
"Es sind mittlerweile so viele Geräte auf dem Markt, die sich per USB an einen Computer anschließen lassen: Digitalkameras, Mobiltelefone, MP3- und MP4-Player", so Luis Corrons, Technischer Direktor bei Panda Security. Der gemeinsame Anschluss sei für den Anwender sehr praktisch, doch weil alle diese Geräte über einen internen Speicher verfügten, könnten sie als Träger eines Trojaners oder Wurms dienen. Wer sein Handy oder seinen MP3-Player an einen anderen Computer als den eigenen anschließt, geht damit jederzeit die Gefahr einer Infektion ein. Umgekehrt kann der Anwender mit diesen Geräten Computer-Schädlinge weiter verbreiten – oft ohne davon zu wissen.
Schutz verspricht nur größere Vorsicht im Umgang mit USB-Geräten. Anwender sollten nicht jeden USB-Stick einfach bedenkenlos an ihren Computer anschließen. Vor allem wenn der Speicher regelmäßig durch viele Hände geht, sollte er regelmäßig auf Malware überprüft werden. Auch die Installation einer aktuellen Anti-Viren-Software kann helfen, das Infektionsrisiko zu minimieren. Zudem sollten Sie wenn möglich auf Ihrem Computer die automatische Ausführung von Autorun-Dateien verhindern. Windows 7 unterbindet dies schon ab Werk. Unter Vista findet sich die Option in der Systemsteuerung unter dem Menüpunkt "Automatische Wiedergabe". Dort müssen Sie nur das Häkchen ganz oben abwählen. Ein Patch für Windows XP schaltet Autorun auch in Microsofts altem Betriebssystem ab.
Sascha Plischke
Black-Cash schrieb:
am 12. September 2010 um 14:09:39
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Neuer Wurm
Wenn ich meine E-Mails Checke sind eh nur Werbung hoch 3 bei das meiste geht ab inne Tonne. Unbekannte Adressen erst recht. Seid
dem es Internet gibt habe ich mir grade mal ein einzigen Virus eingehandelt ... nun nicht mehr man ist halt vorsichtiger geworden. TEU TEU TEU das es so beibt!
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Uwe Roder schrieb:
am 11. September 2010 um 14:49:55
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Das "PC-Leben" ist doch so einfach ...
Sei gut 20 Jahren fahre ich ausschließlich Unix (Linux) artige Systeme. Ubuntu usw.
Keine Viren ,
kein Absturz ,kein Ausfall , keine Lizenzen ,also kostenlos. Spielen mit Bill Gates (Windows)! Alles Wichtige mit einem Unix-System. So leicht kann Leben sein,versuch es doch mal.(Beides auf einem PC).
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WindowsUser92 schrieb:
am 10. September 2010 um 21:22:58
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Viren & CO
Wenn ich meine E-Mails checke und eine unerwünschte entdecke, lösche ich sie meistens, oder überprüfe die E-Mails mit einem
virtuellen Pc mit Ubuntu.
USB-Sticks, die ich nicht kenne teste ich ebenfalls mit einem virtuellen Pc.
Mfg,
WindowsUser92
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