16.09.2008, 14:41 Uhr | pcwelt.de, t-online.de
Firefox 3 soll mächtig aufgebohrt werden.Mozilla bekommt die Konkurrenz auf dem Browsermarkt zu spüren - spätestens seit Googles großem Auftritt mit Chrome wird es eng. Die Firefox-Macher peppen deshalb die nächste Version des Firefox 3 auf. Dazu zählen der Ausbau der JavaScript-Engine TraceMonkey und eine Private-Browsing-Funktion.
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Allerdings wird es durch die zusätzlichen Funktionen noch etwas dauern, bis der neue Browser auf den Markt kommt. "Mit dem Entwicklungsstand heute und dem wettbewerbsintensiven Browsermarkt glauben wir, dass uns weitere vier bis fünf Wochen Zeit gut tun, schreibt Mozilla-Entwickler Mike Shaver in einem Forums-Eintrag. Mozilla plane, die endgültige Version von Firefox 3.1 Ende 2008, Anfang 2009 zu bringen. Das sei noch immer das Ziel.
Entwickler wollen mehr aus dem Firefox holen
In einem Interview erklärte Shaver, vor allem unerwartete Entwicklungsfortschritte hätten dazu geführt, dass man sich noch etwas Zeit lasse. So überlege man zum Beispiel, einige TraceMonkey-Funktionen in andere Teile des Browser-Codes zu implementieren. "Wir haben festgestellt, dass wir die TraceMonkey-Technik in anderen Bereichen nutzen können, zum Beispiel beim DOM (Document Object Model). Wenn wir da etwas genauer nachhaken, lässt sich noch mehr herausholen."
"Der nächste logische Schritt"
Sich noch stärker auf die Entwicklung von TraceMonkey zu konzentrieren, sei aber keine Reaktion auf Googles Browser Chrome gewesen. "Es war einfach der nächste logische Schritt", so Shaver. Mozilla habe mit der Arbeit an TraceMonkey zwei Monate vor Googles Chrome-Ankündigung begonnen.
Konkurrenzdruck führt zu neuen Firefox-Funktionen
Allerdings gibt er zu, dass Mozilla durchaus aus Konkurrenzdruck einige zusätzliche Funktionen in den Firefox 3.1 einbauen will. Ein Beispiel dafür sei die Private-Browsing-Funktion. Sowohl beim Internet Explorer 8 von Microsoft, der sich derzeit in der Betaphase befindet, als auch beim Google-Browser gibt es einen privaten Surfmodus, bei dem keine Daten einer Surfsession auf dem lokalen Rechner verbleiben.
"Wenn mehrere Browser eine Feature anbieten, erwarten die User es von allen", sagt Shaver. Er würde Anwendern mit dem Firefox 3.1 gerne die Möglichkeit bieten, Surfspuren nachträglich zu löschen. "Es wäre doch schön, so zu tun, als wären die letzten beiden Stunden gar nicht passiert."
Weitere Änderungen am Firefox
Andere Änderungen betreffen Verbesserungen der sogenannten Location Bar und die Möglichkeit, Tabs per Drag & Drop vom Browser auf den Desktop zu ziehen, um ein neues Fenster zu öffnen. Letzeres beherrscht Googles Chrome bereits.
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