04.11.2008, 10:27 Uhr | dpa, AFP
MySpace verdient mit Videoclips nun Geld. (Screenshot: t-online.de)MySpace will mit dem Vertrieb urheberrechtlich geschützter Videos von Filmstudios und TV-Sendern Geld verdienen. Das Internet-Netzwerk werde mit einem Filter den Ursprung aller hochgeladenen Dateien identifizieren und in die Filme Werbung einfügen, berichtete das Wall Street Journal am Montag. Damit macht MySpace einen ähnlichen Schritt wie YouTube und vermarktet .
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Eine Software soll illegale Mitschnitte erkennen, wenn MySpace-Nutzer diese auf ihre eigene Seite stellen. Es zeigt in dem Video die Herkunft des Videos an und präsentiert Links etwa zu Merchandisingprodukten, die die Nutzer erwerben können. Die Fernsehsender sollten auf diese Weise unerlaubte Mitschnitte nicht mehr von Internetseiten entfernen lassen, sondern das Internet als weiteren Kanal der Verbreitung ihrer Sendungen akzeptieren, erklärte MySpace. Dem WSJ-Bericht zufolge teilen sich die Rechteinhaber und MySpace den Umsatz.
Bei der Identifizierung der Inhalte setzt MySpace den Berichten zufolge auf Technologie der Firma Auditude. Das Unternehmen aus Kalifornien hat nach eigenen Angaben rund 1,2 Milliarden Minuten Film und Fernsehen ausgewertet und daraus digitale Signaturen erstellt. Damit sollen bei MySpace hochgeladene Inhalte abgeglichen werden. Der Internet-Konzern Google setzt auf seinem Video-Portal YouTube eine ähnliche Technologie ein. Über die Erkennungsquote und erzielte Werbeerlöse ist derzeit nichts bekannt.
Der Musiksender MTV aus dem Viacom-Konzern hat laut New York Times angekündigt, mit MySpace zu kooperieren. Das Abkommen bedeutet für Viacom eine Abkehr vom bisherigen Umgang mit raubkopierten Inhalten im Internet. Der MTV-Mutterkonzern hatte YouTube-Inhaber Google noch 2007 wegen Urheberrechtsverletzungen verklagt und eine Milliarde Dollar Schadenersatz verlangt. Auf MySpace können sich Nutzer vernetzen, Nachrichten austauschen und Musik empfehlen. Die Plattform ermöglicht zudem das Hochladen von Videos. Im September hat das Portal in den USA einen Musikdienst gestartet. Weltweit sind rund 120 Millionen Mitglieder registriert.
dpa, AFP
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