20.01.2012, 12:36 Uhr | Fahmi Amraoui, Jörg Hofmann
Top 10 der gefährlichsten Computerviren (Foto: t-online.de)
Computerwürmer wie Blaster oder Conficker und Viren wie Code Red und Nimda hinterlassen Schäden in Milliardenhöhen. Und täglich bohren sich neue Horror-Schädlinge durchs Netz und reißen komplette Netzwerke und Computer in den Abgrund. Wir haben Ihnen die zehn schlimmsten PC-Schädlinge und Würmer in einer Fotoshow zusammengetragen.
Computerviren und Internetwürmer sorgen nicht nur unter den Nutzern weltweit immer wieder für Aufsehen und Schrecken, sie können ganze Rechner lahm legen und so Chaos und Milliardenschäden anrichten. Das Ausmaß von Schäden durch Viren reicht von einfachen Bildschirmanimationen bis zur Zerstörung aller Daten auf der Festplatte.
Spitzenreiter der gefährlichsten Viren aller Zeiten ist der Computerwurm MyDoom. Das geht aus einer Studie des britischen Sicherheitsdienstleisters mi2g hervor. Auf über 38 Milliarden Dollar schätzten die Analysten den Schaden, den die digitale Wurmbrut weltweit angerichtet hat. Dabei ist die Skala nach oben offen. Andere Würmer wie Sobig und Melissa liegen dicht auf. So berechnete die US-Beratungsfirma Computer Economics den Schaden, den der Wurmableger Sobig.F allein in den ersten 24 Stunden angerichtet hatte auf etwa 2,5 Milliarden Dollar. Neuere Schätzungen sprechen den Sobig-Würmern bereits einen Gesamtschaden in Höhe von über 30 Milliarden Dollar zu.
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Steckt der Virus im PC, sind mitunter zeitraubende Reparaturen fällig. Anhand dieser Grundlage lässt sich der angerichtete Schaden relativ gut errechnen, wie das Beispiel von Code Red zeigt. Code Red-Würmer schwirren seit 2001 durchs weltumspannende Datennetz und haben laut einer Studie von Computer Economics 2,6 Milliarden Dollar Schaden verursacht. Bisher wurden über eine Million Server mit Code Red infiziert. Die Viren-Bekämpfung kostete 1,1 Milliarden Dollar. Außerdem hätten acht Millionen Server darauf überprüft werden müssen, ob ein Sicherheitsupdate fällig ist. Durch Produktivitäts-Ausfall, das nötige Patchen und dem Testen der Systeme entstanden den Berechnungen des Instituts zufolge weitere Kosten in Höhe von 1,5 Milliarden Dollar.
Aufgrund dieser Berechnungen gibt es das Horror-Kabinett der schlimmsten Viren. Dabei ist ausreichender Schutz gar nicht schwer. Sich explosionsartig verbreitende Internetwürmer wie Blaster scheiterten schon an einem aktiven Firewall-Programm. Und aktuelle Epidemien wie beispielsweise Conficker ließen sich mit einem Sicherheitsupdate wenn nicht stoppen, so doch zumindest in ihren Verbreitungswegen beschneiden. Die Erfahrung zeigt: Gegen das digitale Ungeziefer ist kein Kraut gewachsen, aber Virenhintergrundwächter, Firewall-Programm und Sicherheitsupdates helfen, den Schaden möglichst gering zu halten.
Fahmi Amraoui, Jörg Hofmann
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