02.01.2012, 12:00 Uhr | t-online.de
Mutmaßlicher Botnet-Hacker festgenommen (Quelle: Symbolbild/dpa)
Die slowenische Polizei hat am Donnerstag einen mutmaßlichen Computerhacker festgenommen. Der aus Maribor stammende Verdächtige soll für einen Virus verantwortlich sein, der weltweit 13 Millionen Computer infizierte. Bereits 2010 wurde der Verdächtige erstmals bei einer gemeinsamen Aktion der US-Bundespolizei FBI und der spanischen Polizei in Zusammenhang mit der Zerschlagung des sogenannten Mariposa-Botnetzes festgenommen, das weltweit Kreditkarten- und Online-Banking-Daten ausspähte.
Der Slowene ist einer der Urheber des Trojaners, mit dem das Mariposa-Botnetz immer neue Computer infizierte. 2010 zerschlug die spanische Polizei gemeinsam mit dem FBI und zwei Sicherheitsdienstleistern das Botnetz, das 2010 als das größte weltweit galt. Insgesamt sechs Personen aus Spanien und Slowenien wurden damals festgenommen.
Der Trojaner lauerte in Tauschbörsen und auf präparierten Internetseiten auf Opfer, ebenso verbreitete er sich über infizierte USB-Sticks. Er befiel nicht nur Privatpersonen, sondern auch große Unternehmensnetzwerke, vornehmlich in den USA.
Das Mariposa-Botnetz diente nach heutigem Kenntnisstand dem Datendiebstahl, etwa von Passwörtern und Zugängen zu E-Mail- und Bank-Konten, über 800.000 Nutzer waren betroffen. Damit nahm es eher eine Sonderrolle ein, denn üblicherweise werden Botnetze betrieben, um Spam-Mails zu verbreiten.
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Quelle: t-online.de
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