02.03.2010, 16:41 Uhr | pcwelt.de
Acer Aspire X3900 im Test. (Foto: pcwelt.de)
Der Acer Aspire X3900 ist nach dem Aldi-PCMedion Akoya E4360 D vom Februar 2010 der zweite PC mit der Dual-Core-CPUIntel Core i3-530 im PC-WELT-Testcenter. Diese CPU hat zwei Kerne und eine Taktfrequenz von 2.93 GHz. Im Test wollten wir herausfinden, wie sich der Acer Aspire X3900 bezüglich Rechenleistung, Stromverbrauch und Betriebsgeräusch gegenüber der Konkurrenz schlägt.
Neben der schon erwähnten CPU sticht beim Acer Aspire X3900 insbesondere die Terabyte-Festplatte ins Auge. Ansonsten überwiegt bei der Hardware-Ausstattung eher Standard-Kost: Vier Gigabyte Arbeitsspeicher und ein DVD-Brenner sind in dieser Preislage um 600 Euro üblich. Bei der Grafikkarte handelt es sich um die Nvidia Geforce GT 320 mit einem Gigabyte Videospeicher. Auf der Hauptplatine sitzt ein Gigabit-Ethernet-Chip, ein WLAN-Modul fehlt allerdings.
Punkte sammeln kann der Acer Aspire X3900 im Test insbesondere bei der Software-Ausstattung sowie bei der Vielfalt an Schnittstellen. Windows 7 Home Premium ist in der 64-Bit-Variante vorinstalliert. Anstelle eines Windows-Datenträgers liegen allerdings nur leere DVD-Rohlinge bei. Acer setzt hier also weiterhin auf die Unsitte, dass Sie als Anwender nach dem ersten Start des PC einen Recovery-Datenträger für Windows selbst erstellen müssen. Das Büropaket Microsoft Works 9 ist ebenso vorinstalliert wie das Brennprogramm Nero 9 Express Essentials SE und eine Trial-Version von Mcafee Security Center.
Die umfangreiche Schnittstellenausstattung hatten wir bereits vor gut einem Jahr beim Vorgängermodell Acer Aspire X3200 gerühmt. Der Acer Aspire X3900 setzt diese gute Tradition fort und bietet neun USB-Buchsen, zwei PS/2-Ports, Firewire, eSATA, einen Kartenleser sowie die üblichen analogen Audio-Buchsen. Der Soundchip auf der Hauptplatine gibt zusätzlich ein digitales Signal über einen optischen S/P-DIF-Ausgang aus. Displays schließen Sie über DVI oder HDMI an die Grafikkarte an, einen Adapter von DVI auf VGA fanden wir im Lieferumfang.
Auch der Acer Aspire X3900 setzt – ebenso wie Medion beim Aldi-PC Akoya E4360 D – mit der Nvidia Geforce GT 320 auf eine OEM-Grafikkarte (Original Equipment Manufacturer). Wenigstens hat Nvidia inzwischen nachgebessert und erklärt mittlerweile auf seiner deutschen Netzpräsentanz, welche Grafikchips in der GT-300-Familie zum Einsatz kommen. Immerhin basiert die Nvidia Geforce GT 320 schon auf der aktuellen Grafikchip-Architektur GT216, die Auftragsfertiger TSMC im 40-Nanometer-Verfahren herstellt. Der GT216-Grafikchip kommt beispielsweise auf Grafikkarten wie der PNY Geforce GT 220 zum Einsatz.
Allerdings handelt es sich beim Nvidia Geforce GT 320 um eine kastrierte Variante des GT 220. Wie das Tool GPU-Z vermeldet, arbeitet die Nvidia Geforce GT 320 des Acer Aspire X3900 mit einem Chiptakt von 540 statt statt 625 MHz. Auch den Shader-Takt hat Nvidia beim Geforce GT 320 reduziert: Statt 1360 erreichen die Pixel-Prozessoren nur 1306 MHz. Immerhin bleibt der Speichertakt mit 790 MHz unverändert. Das gilt auch für das 128 Bit breite Speicherinterface des Nvidia Geforce GT 320, das mit dem verbauten GDDR3-Speicher eine Bandbreite von bis zu 25,3 GB/s erreicht.
Ebenfalls reduziert – und zwar radikal – ist die Anzahl der ROPs (Raster Operation Processor): Während der GT 220 acht dieser Einheiten besitzt, muss der Nvidia Geforce GT 320 mit mickrigen drei ROPs Vorlieb nehmen. Wie viel Shader-Einheiten die Nvidia Geforce GT 320 besitzt, kann das Tool GPU-Z nicht ermitteln. Laut dem Datenblatt der Nvidia Geforce GT 320 sollen es 72 Shader-Einheiten sein – das wären immerhin 50 Prozent mehr, als die GT 220 aufweisen kann.
Verglichen mit dem Aldi-PC vom Februar 2010 konnte der Acer Aspire X3900 im Benchmark 3D Mark 06 aufgrund der schwachen Grafikkarte nicht konkurrieren – und schon beim Aldi-PC hatten wir die schwachbrüstige Grafikleistung kritisiert. Der Acer Aspire X3900 schafft in der Gesamtwertung nur magere 7696 Punkte, der Aldi-PC kam auf 9608 Punkte. Lediglich im reinen CPU-Benchmark konnte der Acer Aspire X3900 mit 3113 Punkten den Aldi-Konkurrenten, der auf 3069 Punkte gekommen war, geringfügig überbieten.
In allen weiteren Benchmarks, also unter PC Mark 05, 3D Mark Vantage und PC Mark Vantage schnitt der Acer Aspire X3900 in der Gesamtwertung im Test ebenfalls schlechter ab als der Herausforderer von Aldi. Lediglich bei den CPU Render Tests unter Cinebench 10 konnte er den Aldi-PC hinter sich lassen. Insgesamt ist die Leistung für die Medienwiedergabe, Bildbearbeitung und Büroarbeiten ausreichend. Aufgrund der schwachen Grafikleistung werden aber nur ältere DirectX9-Spiele in reduzierter Auflösung einigermaßen flüssig laufen.
Beim Energieverbrauch liegen die Messwerte beim Acer Aspire X3900 – verglichen mit der Konkurrenz – im guten Mittelfeld: Im Desktop-Modus haben wir 65,7 Watt gemessen, unter Volllast waren es 121, 4 Watt. Der Aldi-PC war hier mit einem aktivierten WLAN-Modul allerdings noch sparsamer.
Das Betriebsgeräusch des Acer Aspire X3900 ist nur als leichtes Summen wahrnehmbar, im Labor haben wir 0,4 Sone in Ruhe und 0,6 Sone unter voller Last ermittelt. Bei der Film- und Musikwiedergabe ist das Geräusch keineswegs störend.
Der Acer Aspire X3900 punktet im Test insbesondere mit seiner aktuellen CPU, vielen Schnittstellen und einer guten Software-Ausstattung. Bei der Rechenleistung bewegt er sich - bezogen auf seine Preisklasse - allerdings nur im Mittelfeld. Die Grafikkarte ist für aktuelle Spiele zu schwach. Der Energieverbrauch des Acer Aspire X3900 ist maßvoll, und im Betrieb verhält sich der PC akustisch unauffällig.
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PC |
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Acer Aspire X3900 |
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Gesamtnote | befriedigend (2,84) |
Testkategorie | PC bis 700 Euro |
PC-Hersteller | Acer |
Acers Internetadresse | |
Preis (Straßenpreis, Stand 08.02.2010) | rund 600 Euro |
Acers technische Hotline | 01805/009898 |
Garantie des PC-Herstellers | 24 Monate |
Acer Aspire X3900 |
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BEWERTUNG (0-100 Punkte) |
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Tempo (30%) | 51 |
Ausstattung (20%) | 68 |
Handhabung (20%) | 49 |
Ergonomie (20%) | 43 |
Service (10%) | 64 |
Gesamtwertung | 54 von 100 |
Preis-Leistung | angemessen |
Acer Aspire X3900 |
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TESTERGEBNIS |
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Benchmarks | |
PC Mark 05 | 9041 PC-Marks |
PCMark05 CPU | 7921 Punkte |
PCMark05 Memory | 6752 Punkte |
PCMark05 Graphics | 9401 Punkte |
PCMark05 HDD | 6521 Punkte |
3D Mark 06 | 7696 3D-Marks |
3D-Mark 06 SM 2.0 | 3169 Punkte |
3D-Mark 06 HDR/SM3.0 | 2976 Punkte |
3D-Mark 06 CPU | 3113 Punkte |
Cinebench 10 Rendering 1 CPU | 3993 Punkte |
Cinebench 10 Rendering X CPU | 9265 Punkte |
Cinebench 10 Rendering OpenGL | 4658 Punkte |
3D Mark Vantage Score | 3842 Punkte |
3D Mark Vantage GPU Score | 3008 Punkte |
3D Mark Vantage CPU Score | 22.828 Punkte |
PC Mark Vantage Score | 7121 Punkte |
PC Mark Vantage Memories | 4727 Punkte |
PC Mark Vantage Communications | 6300 Punkte |
PC Mark Vantage Productivity | 5929 Punkte |
PC Mark Vantage HDD | 4435 Punkte |
Stromverbrauch | |
Betrieb | 65,7 Watt |
Last | 121,4 Watt |
Standby | 3,8 Watt |
Shutdown | 2,5 Watt |
Aus | 2,5 Watt |
Betriebsgeräusch | |
Ruhe | 23,7 dB(A) / 0,4 Sone |
Last | 26,2 dB(A) / 0,6 Sone |
Acer Aspire X3900 |
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TECHNISCHE DATEN |
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Hauptplatine | Acer FIH57 |
Chipsatz | Intel H57 |
Prozessor | Intel Core i3 530 (2x 2.93 GHz) |
Arbeitsspeicher | 4096 MB |
Grafikchip | Nvidia Geforce GT 320, 1024 MB |
Festplatte | 1x Western Digital WD10EADS-00M2B0; 1000,0 GB |
optisches Leselaufwerk | nein |
Brenner | DVD-Brenner (unterstützte Medientypen: DVD+R/+R DL/-R/-R DL/+RW/-RW/-RAM) |
Betriebssystem | Windows 7 Home Premium 64-Bit |
Office-Paket | MS Works 9 |
Brennprogramm | Nero 9 Express Essentials SE |
Kommunikation | |
Ethernet | 1 (10/100/1000 MBit/s) |
WLAN | nein |
Bluetooth | nein |
Kartenleser | ja (CF, SD, XD, SM) |
Schnittstellen Peripherie | 2x PS/2, 9x USB, 1x Firewire, 1x E-SATA |
Schnittstellen Video | 1x DVI, 2x HDMI |
Schnittstellen Audio | |
Mikrofon | 2 |
Kopfhörer | - |
Line-In | 1 |
Line-Out | 2 |
S/P-Dif in | - |
S/P-Dif out | 1 |
Quelle: PC-Welt
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