19.02.2010, 08:56 Uhr | Andreas Lerg mit Material der dpa
Logos von Microsoft und Yahoo auf Werbetafeln. (Quelle: dpa)
Microsoft und Yahoo dürfen beim Thema Internetsuche zusammenarbeiten. Yahoo nutzt dabei die Microsoft Suchmaschine Bing auf seiner Portalseite. Die EU-Wettbewerbsbehörde hat die Kooperation ebenso genehmigt, wie das in den USA zuständige Justizministerium. Microsoft bringt seine Suchmaschinentechnologie ein, während Yahoo vor allem für Werbeeinnahmen sorgen soll.Der Software-Konzern und der Portalbetreiber hatten sich im Juli 2009 auf eine Kooperation im Bereich der Online-Suche geeinigt.
Beide Unternehmen wollen den Zusammenschluss der Systeme bis Ende 2012 abgeschlossen haben. Yahoo bindet dann die Suchmaschine Bing in seine Portalseite ein und schaltet Werbung auf den von Bing gelieferten Suchergebnisseiten. Wesentliches Ziel der Partnerschaft ist eine größere Reichweite und damit höhere Werbeerlöse. Die Kartellwächter der EU-Kommission beurteilten den Zusammenschluss in der Pressemeldung zu der Entscheidung unkritisch: "In der Sparte Internetsuche und Suchmaschinenwerbung wird der Zusammenschluss den Wettbewerb beleben, weil Microsoft dadurch gegenüber dem Marktführer Google an Gewicht gewinnt."
Die Kooperationsvereinbarung sieht vor, dass Microsoft die Geschäftsbereiche Internetsuche und Suchmaschinenwerbung von Yahoo in Form einer auf zehn Jahre angelegten Lizenz übernimmt. Von den gemeinsam erzielten Werbeeinnahmen behält Yahoo zunächst 88 Prozent und Microsoft übernimmt zudem mindestens 400 Yahoo-Mitarbeiter aus den besagten Geschäftsbereichen. In der EU liegt der Marktanteil der beiden Partner im Bereich der Internetsuche laut der Eu-Kommission bei nicht einmal zehn Prozent und damit weit abgeschlagen hinter Google. Microsoft steigt mit der größeren Verbreitung von Bing zur Nummer zwei der Internet-Suche auf und will gemeinsam mit Yahoo dichter auf den Branchenprimus aufschließen. Ursprünglich hatte Microsoft Yahoo ganz übernehmen wollen, war aber am Widerstand des damaligen Managements gescheitert.
Andreas Lerg mit Material der dpa
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