04.02.2009, 09:18 Uhr | Sascha Plischke
Schluss mit dem Versions-Wirrwarr: Microsoft will Windows 7 in Europa und den USA in zwei Ausführungen anbieten. (Quelle: Microsoft) räumt auf: soll in den USA und Europa für Normalkunden in zwei Versionen erscheinen. Das gab der Konzern in einer Pressemitteilung bekannt. Damit schafft der Konzern die wuchernde Produkt-Palette ab, mit der die Kunden noch verwirrte. Wie in alten Windows XP-Zeiten soll es nur noch eine Heim-Variante für Privatkunden und eine Profi-Version für Geschäftskunden geben.
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Die beiden Versionen sollen "Home Premium" und "Professional" heißen. Ebenfalls analog zu Windows XP sollen der Funktionsumfang der beiden Versionen auf ihren jeweiligen Einsatzort zugeschnitten sein. So verfügt die Heim-Variante über verbesserte Multimedia-Fähigkeiten zum Abspielen von Filmen und die Möglichkeit, DVDs zu brennen. Die Profi-Ausführung von Windows 7 wartet zusätzlich mit erweiterten Netzwerkfunktionen auf, die speziell auf den Einsatz in Unternehmen zugeschnitten sind.
Neben diesen beiden Hauptausführungen wird es noch vier weitere Verkaufsversionen für Windows 7 geben. Die sind allerdings nicht für normale Kunden verfügbar. So wird es die Versionen "Starter" und "Home Basic" nur in Entwicklungs- und Schwellenländern zu kaufen geben. Beide weisen gegenüber der Standard-Version einen stark eingeschränkten Funktionsumfang auf. Auf der anderen Seite des Produkt-Spektrums plant Microsoft eine "Enterprise"-Version für Großkonzerne, die speziell für den Betrieb in großen Unternehmensnetzwerken ausgestattet sein wird. Außerdem wird es auch für Windows 7 eine "Ultimate"-Version geben – die enthält dann sämtliche Features aller anderen Versionen, was für den Normalanwender allerdings völlig unnötig sein dürfte.
Die Taskbar von Windows 7 erhält neue Vorschaufunktionen. (Foto: Microsoft)
In der Werbung wird sich Microsoft dann auch auf die Heim- und die Profi-Variante für Windows 7 konzentrieren. So will der Konzern der Verwirrung ein Ende machen, die viele Kunden vom Kauf von Windows Vista abgehalten haben dürfte. Für Vista hatten die Kunden im Wesentlichen die Wahl zwischen gleich vier Versionen. Wer sich hier zu Anfang vergriffen und etwa die Variante "Home Basic" gekauft hatte, musste mit einer deutlich abgespeckten Benutzeroberfläche leben. Das hatte bei vielen Kunden für Unverständnis und Verärgerung gesorgt.
Zu Preisen schweigt sich Microsoft bisher aus. Es ist jedoch zu erwarten, dass sich die Kosten für "Home Premium" und "Professional" an den Preisen der entsprechenden Ausführungen von Windows Vista orientieren dürften. Auch zu einem möglichen Erscheinungsdatum von Windows 7 wollte der Konzern noch nichts Näheres verraten. Hier gilt weiterhin die offiziell angepeilte Veröffentlichung im ersten Quartal 2010.
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Sascha Plischke
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