vom Tue Oct 06 07:16:03 CEST 2009 | Sascha Plischke mit Material von AFP
Microsoft sperrt tausende Hotmail-Konten nach Phishing-Angriff.
Nach einem -Angriff hat die Konten tausender Kunden seines kostenlosen E-Mail-Dienstes Hotmail gesperrt. Die Maßnahme sei nötig geworden, nachdem die vor allem europäischer Nutzer auf einer Internetseite veröffentlicht worden seien. Das teilte das Unternehmen am Montag mit. Experten befürchten, dass die gefundenen Daten jedoch nur die Spitze des Eisbergs sein könnten.
Aufgedeckt hatte den Vorgang das amerikanische Technik-Magazin neowin.net. Insgesamt mehr als 10.000 Passwörter hatte das Magazin auf einer Internetseite entdeckt, die eigentlich für den Austausch von Code zwischen Programmierern gedacht ist. Bei den Daten handelte es sich vornehmlich um Logins und Passwörter europäischer Kunden mit Namen von A bis B. Experte Graham Cluley von Sicherheitsdienstleister Sophos glaubt deshalb, dass es sich bei dem Datensatz nur um den Anfang einer wesentlich längeren Liste handelt. "Wir können das Ausmaß des Problems noch nicht einschätzen," sagte Cluley in einem Interview mit der britischen BBC.
Microsoft bestätigte in seiner Mitteilung die Echtheit der gefundenen Daten und leitete sofort Gegenmaßnahmen ein. So ließ der Konzern die Liste auf der betroffenen Internetseite löschen und sperrte die betroffenen Kunden, um sie vor weiterem Missbrauch zu schützen. Microsoft versicherte, dass die Seite nicht durch eine Sicherheitslücke in den Systemen des Unternehmens an die Öffentlichkeit gelangt sei. Um ganz sicher zu gehen, sollten alle Hotmail-Nutzer umgehend ihr Passwort ändern.
Die sensiblen Daten seien den Kunden per entlockt worden. Dabei werden Nutzer mit betrügerischen E-Mails zur Preisgabe geheimer Daten gebracht. Phishing zielt in erster Linie auf Nutzerdaten zu Internet-Diensten aber auch Bankkonten ab. Kunden sollten bei E-Mails mit unbekannten Anhängen oder Internet-Links sehr vorsichtig sein und alle drei Monate ihr Passwort ändern. Den betroffenen Hotmail-Kunden werde bald wieder der Zugang zu ihren E-Mail-Konten ermöglicht.
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Sascha Plischke mit Material von AFP
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