09.03.2009, 09:17 Uhr | Jens Müller
Internet Explorer 8 lässt sich in Windows 7 deaktivieren. (Foto: Microsoft)Überraschende Wende bei : In werden weitere Bestandteile wie der Internet Explorer 8 optional werden. Altbekannte Komponenten sollen sich dann ganz einfach aus Windows entfernen lassen - zumindest optisch. Denn der macht sich weiterhin auf der Festplatte breit.
Microsoft hat bekanntgegeben, dass Nutzer von Windows 7 einen größeren Einfluss auf den Umfang ihres Betriebssystems haben werden. Denn im Ende des Jahres erscheinenden Nachfolger von sollen sich mehr Komponenten als bisher rauswerfen lassen. Darunter befindet sich auch der neue Browser Internet Explorer 8 (IE8).
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Windows-Funktionen werden sich über das einfache Setzen und Entfernen von Häkchen in einer Liste an- und abschalten lassen. "Wenn eine Funktion abgewählt wird, steht sie Nutzern nicht zur Verfügung. Das bedeutet, dass die entsprechenden Dateien nicht vom Betriebssystem geladen werden", erklärte Microsoft-Mitarbeiter Jack Mayo im Unternehmens-Weblog. Windows-Komponenten wie Internet Explorer werden allerdings nicht vollständig deinstalliert. Die Systemteile liegen nach wie vor auf der Festplatte. Lediglich Verknüpfungen im Startmenü und auf dem Desktop werden entfernt und bestimmte Applikationen beim Systemstart nicht geladen.
Microsoft rechtfertigt dies mit Nutzerfreundlichkeit: Windows-Anwender sollen nicht nach Installationsmedien suchen müssen, wenn sie IE8 wieder nutzen möchten. Dies habe das Unternehmen aus Rückmeldungen des aktuellen Windows 7-Testprogramms geschlossen. Die Liste der in Windows 7 optionalen Komponenten umfasst ebenfalls Windows Media Player, Windows Media Center, Windows DVD Maker und Windows Search. Allerdings ist derzeit noch unklar, wie sich ein inaktiver Internet Explorer auf das Arbeiten mit Windows 7 auswirken wird. Sprich: Was passiert, wenn andere Programme auf Online-Inhalte zurückgreifen.
Hintergrund des Wandels dürfte ein stetig andauernder Streit zwischen Microsoft und der EU-Kommission sein. Diese verlangt seit Jahren, dass der Software-Hersteller seine Marktmacht nicht für die Verbreitung eigener Programme wie Internet Explorer oder Windows Media Player ausnutzt. Derzeit unterstützen Konkurrenten wie und die EU-Kommission.
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Jens Müller
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