30.03.2010, 15:09 Uhr | Andreas Lerg
Deutsche Polizei sprengt Ring von Raubkopierern. (Bild: Microsoft) (Quelle: Hersteller)
Der StaatsanwaltschaftGörlitz gelang ein Schlag gegen einen Ring organisierter Raubkopierer. Bei der Durchsuchung von 14 Objekte im In- und Ausland stellten Polizeibeamte mehrere Tausend Raubkopien von Windows XP sicher. Die Polizei nahm vier Personen fest. Hinweise auf die Täter lieferte Microsoft mit einer Reihe von Testkäufen. Dem Softwarekonzern soll durch diese Bande ein Schaden von fünf Millionen Euro entstanden sein.
Der Staatsanwaltschaft Görlitz gelang ein Schlag gegen Softwarepiraten. Die Kriminalpolizeiinspektion Görlitz sowie die Landeskriminalämter Berlin, Sachsen und Brandenburg und die tschechischen Kriminalpolizei durchsuchten 14 Objekte in Deutschland und der Tschechische Republik. Die insgesamt 88 Beamten stellten mehrere Tausend Raubkopien des Betriebssystems Windows XP als Beweis sicher. Gleichzeitig verhaftete die Polizei vier Verdächtige, die Jahre lang einen gut organisierten Handel mit den illegalen Kopien betrieben haben sollen. Hauptsächlich verkaufte die Bande die gefälschten Betriebssystem-Pakete über das Internet. Microsoft bezifferte den Schaden auf fünf Millionen Euro.
Microsoft startete die Fahndung nach den Verbrechern in Eigenregie. Vor anderthalb Jahren schickten auffällig viele geprellte Kunden Fälschungen von Windows XP-Sicherungskopien an den Microsoft Produktidentifikationsservice (PID-Service). Das ist ein Service, mit dem Microsoft Kunden helfen will, die Echtheit gekaufter Software zu prüfen. Microsoft führte daraufhin zahlreiche Testkäufe und eigene Ermittlungen durch, um die Täter zu ermitteln. Schließlich erstattete der Konzern Strafanzeige, die zu der jüngsten Polizeiaktion führte.
Joachim Rosenögger, Spezialist für Pirateriebekämpfung bei Microsoft, kommentierte die Festnahme in einer Pressemeldung des Unternehmens: "Das Schadensausmaß ist in diesem Fall so groß, dass man diese Tätergruppe der organisierten Kriminalität zuordnen muss." Die Täter wickelten ihre illegalen Geschäfte über wechselnde Strohmänner auf gängigen Internet-Marktplätzen ab. Dabei nutzen sie auch gefälschten Pässe und Scheinadressen. So betrog die Bande im großen Stil etwa 40.000 Käufer. Microsoft-Mann Rosenögger sagte dazu: "Das Ausmaß dieses Falls zeigt, dass Softwarepiraterie ein sehr ernstes Problem darstellt, das Tausende von Arbeitsplätzen kostet und zu Produktivitätsverlusten führt."
Andreas Lerg
homo sapiens schrieb:
am 31. März 2010 um 20:42:04
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Big Bluw
Ohne IBM würde es keinen PC und kein Microsoft geben.
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fd schrieb:
am 31. März 2010 um 16:09:54
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@hänschen
hänschen, ich halte es für eine recht gewagte These, dass es ohne Microsoft keine Computertechnik, Betriebssysteme oder
Textverarbeitung geben würde. Das ist schlichtweg falsch.
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hänschen schrieb:
am 31. März 2010 um 15:29:21
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MS
Es gibt Leute, die haben etwas gegen MS. Doch sie vergessen dabei, dass sie ohne MS keinen PC hätten und ihre Briefe noch mit der
Schreibmaschine schreiben müssten.
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