19.01.2010, 09:26 Uhr | Andreas Lerg/bd
Internet Explorer: Andere Browser sind noch unsicherer, sagt Microsoft. (Montage: t-online.de) wehrt sich gegen den Rat vieler Sicherheitsexperten, als Konsequenz auf die jüngst aufgetauchte Sicherheitslücke im Internet Explorer, auf einen alternativen Browser umzusteigen. Das sei noch unsicherer als der aktuell durch eine Sicherheitslücke kompromittierte Internet Explorer 6. So zumindest argumentiert der britische Sicherheits-Chef Cliff Evans in einem Interview auf der Internetseite TechRadar.
"Der Effekt des Wechsels ist, dass Sie bei einem noch unsicheren Browser landen", sagte der Sicherheits-Chef von Microsoft Großbritannien, Cliff Evans. Mit anderen Browsern gebe es größere Risiken und Schwierigkeiten. Microsoft betont, bislang sei es lediglich zu Angriffen auf den Internet Explorer 6 gekommen, auch wenn die Lücke grundsätzlich auch den IE 7 und IE 8 betrifft. Auf den aktuellen Internet Explorer 8 umzusteigen, ist laut Microsoft die beste Wahl, da dieser einen Sicherheitsmechanismus enthält (Data Execution Prevention, DEP), der Hacker-Attacken erschwere. Außerdem rät Microsoft Anwendern, sich nur noch mit einem Nutzerkonto auf ihrem PC ins Internet einzuwählen, das über eingeschränkte Rechte verfügt, und die Sicherheitsstufe im Internet Explorer heraufzusetzen.
Mehrere Sicherheitsbehörden, unter anderem das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), haben Nutzern des Internet Explorers geraten, auf einen alternativen Browser wie oder umzusteigen, bis Microsoft ein Update für seinen Browser bereitgestellt hat. Die Empfehlungen von Microsoft hält das BSI für nicht ausreichend. Zuvor war im Internet ein Schadcode (Exploit) für den Internet Explorer 6 aufgetaucht, mit dem Computer-Kriminelle das Browserleck ausnutzen und so Kontrolle über den PC eines Nutzers erhalten können. Microsoft hält die Reaktionen der Experten für überzogen. "Das tatsächliche Risiko ist minimal, selbst wenn Sie den Internet Explorer 6 haben. Sie müssten eine Internetseite besuchen, auf der dieser Exploit läuft". Angriffe auf den Internet Explorer 8 habe Microsoft bisher nicht beobachtet.
Die Empfehlung, nur mit einem Benutzerkonto mit eingeschränkten Rechten im Internet zu surfen, gilt in jedem Fall - egal, mit welchem Browser. Auch wenn bis dato keine Angriffe auf den IE 7 oder 8 bekannt geworden sind: Die hohe Verbreitung der neueren IE-Varianten macht diese für Hacker besonders attraktiv, so dass es nur noch eine Frage der Zeit sein dürfte, bis die Szene über ein entsprechendes Werkzeug verfügt. Der Umstieg auf Firefox oder Opera ist daher der beste Weg, diese Sicherheitslücke zu umgehen, zumindest, bis Microsoft ein Update bereit gestellt hat. Wer selbst bis dahin auf den Internet Explorer nicht verzichten kann, sollte unbedingt den aktuellen Internet Explorer 8 installieren. Anwender von Windows XP sollten das Service Pack 3 installiert haben. Microsofts Rat, die Sicherheitsstufe im Browser hochzustellen, ist problematisch, da bei Stufe hoch auch harmlose Internetseiten nicht mehr korrekt funktionieren.
Andreas Lerg/bd
harald schrieb:
am 17. März 2010 um 18:18:26
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nee
das ist doch komplettes Unsinn!!!!
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